Der Begriff Scalping dürfte vielen von euch inzwischen mehr als geläufig sein. Umso ärgerlicher ist diese Handelsstrategie in Zeiten von knappen Lagerbeständen aufgrund des aktuellen Chip-Mangels. Dem schiebt Microsoft nun einen Riegel vor.

 

Xbox Series X

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Hohe Nachfrage bei PlayStation 5 und Xbox Series X|S

Wer dieser Tage nach einer neuen PlayStation 5 oder Xbox Series X|S sucht, der stöbert meist vergebens. Zu groß ist die Nachfrage und zu gering das aktuelle Angebot. Selbst namhafte Online-Händler wie Amazon warten auf Nachschub. Falls doch mal eine Lieferung eintrifft, ist diese meist binnen kürzester Zeit vergriffen.

Besonderer Fokus wird dabei sogenannten Scalpern und deren rabiater Vorgehensweise zuteil. Unter der Prämisse, Ware vergleichsweise günstig einzukaufen und dann überteuert weiterzuverkaufen, schreckt diese Gruppe auch nicht vor automatisierten Bot-Käufen zurück. Auf diese Art können schnell mehrere Hundert oder sogar mehrere Tausend Einheiten eines Produkts binnen kurzer Zeit erworben werden.

Xbox-Konsolen über das Insider-Programm bekommen

Dieser Situation wirkt Microsoft nun entgegen. Auf Twitter kündigte das Unternehmen erstmals an, Konsolen nun an Xbox-Insider zu verkaufen. Unter dem Label „Console-Purchase-Pilot“ haben alle Teilnehmer des Programms mit Wohnsitz in den USA die Chance, eine Xbox Series X|S Konsole zu reservieren.

Die Plätze sind allerdings begrenzt, sodass nicht jeder, der sich für das Programm registriert, am Ende auch ausgewählt wird. Außerdem wird euch laut Nutzungsbedingungen entweder eine Xbox Series S oder Series X zugelost. Entscheiden könnt ihr euch zwischen den Konsolen also nicht.

Microsofts Vorgehen soll dabei helfen, die Probleme mit den Scalpern zu umgehen und wieder mehr Konsolen dahin zu bringen, wo sie hingehören: Nämlich in die Hände von echten Gamern und Fans.

Die weltweite Chip-Knappheit führt inzwischen dazu, dass ihr euch auch bei Elektrogeräten auf steigende Preise und längere Wartezeiten einstellen müsst. Eine Prognose geht davon aus, dass diese Lage noch bis 2023 anhalten könnte.