Der neue Chef von Intel gibt eine düstere Prognose ab: Wichtige Chips werden auch in den nächsten Jahren weiter Mangelware bleiben. Auch mit einer deutlichen Produktionssteigerung könne man der Nachfrage nicht gerecht werden. Insbesondere die Autoindustrie ist betroffen.

Intel: Chip-Krise wird noch Jahre andauern

Geht es nach dem neuen Chef von Intel, dann wird uns die aktuelle Chip-Krise auch nach der Corona-Pandemie weiter begleiten. In einem Interview mit CBS News erläutert Pat Gelsinger, dass selbst ein starkes Anziehen der Produktion nicht ausreichen werde, um der weltweit gestiegenen Nachfrage Herr zu werden. In der Sendung 60 Minutes gibt der Intel-Chef an, dass man derzeit „alles“ versucht, um die Produktion zu steigern.

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Intel überarbeitet dazu seine Fabriken, um die Produktion noch effektiver gestalten zu können. Es wird allerdings noch Monate dauern, bis sich die Versorgungslage entspannt, was mit der gestörten Zuliefererkette zu tun hat. Insbesondere in der Autoindustrie herrscht eine massive Chip-Knappheit: „Es wird noch ein paar Jahre dauern, bis wir die steigende Nachfrage in allen Bereichen des Unternehmens aufholen können.“

Die Unterbrechung von Fertigungsketten während der Corona-Pandemie habe laut Gelsinger dazu geführt, das Chips derzeit weltweit Mangelware sind. Zeitgleich hat es einen Ansturm auf neue Elektronikgeräte wie Notebooks gegeben, da viele Büroarbeiter ihre Arbeit nun im Home-Office ausführen und entsprechend gerüstet sein müssen.

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Chip-Knappheit: TSMC mit Lieferproblemen

Nicht nur Intel spricht von einer Krise, auch der weltweit größte Chip-Hersteller TSMC hat Schwierigkeiten bei der Lieferung wichtiger Bauteile. Auch hier ist man nicht der Ansicht, dass sich die Probleme in nächster Zeit lösen lassen. TSMC möchte die Produktion so gut es geht anziehen, um der starken Nachfrage gerecht zu werden.