Konkurrenz für Google Stadia: Jetzt versucht sich auch Medion an Cloud-Gaming

Robert Kohlick

Nicht nur Google will mit Stadia den Cloud-Gaming-Markt ordentlich aufmischen, sondern auch Microsoft und Sony haben das neue Geschäftsmodell schon auf dem Schirm. Doch neben den Big-Playern, versucht nun auch das deutsche Unternehmen Medion einen Fuß in die Tür zu bekommen. Sollte sich die Konkurrenz jetzt Sorgen machen?

Konkurrenz für Google Stadia: Jetzt versucht sich auch Medion an Cloud-Gaming
Bildquelle: CDProjekt Red / Getty Images – Farknot_Architect.

Netflix für Spiele: Auch Medion wirft seinen Hut in den Cloud-Gaming-Ring

Das Thema Cloud-Gaming scheint tatsächlich das nächste Hype-Thema im Spielebereich zu sein. Während erste Gehversuche wie OnLive sich nicht lange halten konnten, ist die Spieleindustrie nun davon überzeugt, dass die Zeit reif ist.

Denn neben Google, Sony und Microsoft versuchen, auch andere Mitbewerber einen Teil des Kuchens für sich zu beanspruchen – darunter auch das deutsche Unternehmen Medion. Die Firma aus Essen kooperiert mit dem spanische Betrieb PlayGiga, um ihren neuen Cloud-Gaming-Dienst mi Abosystem bereitstellen zu können.

Zum Start im Dezember 2019 sollen über 50 Spiele angeboten werden, die Auswahl soll jedoch immer weiter ausgebaut werden. Interessenten können sich bereits jetzt über die Webseite als Tester registrieren* und den Dienst dann zum Startschuss einen Monat lang kostenlos ausprobieren.

Hier könnt ihr euch kostenlos für Medions Cloud-Gaming-Service registrieren *

Wie Google Stadia soll auch Medions Cloud-Gaming-Lösung auf zahlreichen Endgeräten laufen: Smartphones, Desktop-PCs und Laptops, Smart-TVs und einige Set-Top-Boxen sollen unterstützt werden. Erstaunlicherweise finden sich in der Aufzählung jedoch keine Tablets wieder.

Medion Cloud-Gaming: Informationen auf der Gamescom bislang noch Mangelware

Während der Zeitraum für den Startschuss des neuen Dienstes bereits bekanntgegeben wurde, hält sich Medion in vielen weiteren Belangen noch bedeckt. Fakt ist: Wer den Gloud-Gaming-Service nutzen will, braucht eine entsprechend stabile und gute Internetverbindung. Für einen Videostream mit einer Auflösung von 720p bei einer Bildwiederholungsrate von 30 FPS setzt Medion mindestens eine Verbindungsgeschwindigkeit von 12 MBit/s voraus.

Was jedoch die maximale Auflösung und Bildwiederholungsrate ist, die von dem neuen Streaming-Service unterstützt wird, wurde nicht bekanntgegeben. Auch beim Preis ließ sich das Unternehmen noch nicht in die Karten schauen. Auf der Webseite findet sich lediglich der Hinweis „Günstiger Monatsbeitrag, monatlich kündbar“. Informationen zur Leistungsfähigkeit der Streaming-Server gab es auch noch keine.

Wir haben auf der Gamescom die Medion-Mitarbeiter um weitere Informationen zu den angesprochenen Punkten gebeten und werden den Artikel updaten, sobald wir eine Antwort erhalten.

Gamescom-Sale bei Medion – Alle Angebot in der Übersicht *

Ob Sony, Microsoft und Google sich jetzt vor Medion in Acht nehmen sollten, lässt sich nicht abschließend klären. Es darf jedoch bezweifelt werden, dass die Serverstruktur des Elektroherstellers es mit der eines riesigen Konzerns wie Google aufnehmen kann. Doch wenn der Preis und die Spieleauswahl stimmen, könnte sich Medion mit dem Angebot tatsächlich eine ganz eigene kleine Nische in der Welt des Cloud-Gaming schaffen.

Der Funktionsumfang von Medions Abo-Service scheint sich nur auf das Cloud-Gaming zu beschränken – Stadia hat da mehr im Angebot:

Bilderstrecke starten
10 Bilder
8 faszinierende Ideen, die Google Stadia umsetzen will.

Was sagt ihr dazu, dass auch Unternehmen wie Medion ihren eigenen Streaming-Dienst anbieten? Seid ihr der Meinung, dass die zunehmende Konkurrenz das Geschäft belebt? Oder wird Medions Cloud-Gaming-Service baden gehen? Schreibt uns eure Meinung zum Thema gerne in die Kommentare.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung