Apples Oktober-Event ging schnell zu Ende, keine Stunde brauchte der iPhone-Hersteller, um sein gesamtes Produktfeuerwerk zu zünden. Taugt das was? Und ob, allein das neue MacBook Pro beinhaltete gleich mehrere Highlights für mich. Ein kurzer Eindruck.

 
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Dankenswerterweise musste ich heute keine zwei Stunden ausharren, bevor ich in die Tasten hauen konnte. Noch vor dem Beginn der Tagesschau war das Apple-Event schon wieder beendet. Wer unwissend nur die Hardware-Neuerungen zählt, der könnte vielleicht etwas „enttäuscht“ sein. Was gab es erwartungsgemäß zu sehen?

  • Das neue MacBook Pro mit M1 Pro und M1 Max Chip.
  • Die AirPods der 3. Generation.
  • HomePod mini in bunten Farben.

Nicht viel? Moment ...

MacBook Pro 2021: Apple traut sich

Wer auf einen neuen Mac mini, Mac Pro oder iMac Pro hoffte, der ging leer aus und konnte doch so viel vom Event „mitnehmen“. Warum? Ganz einfach: Das neue MacBook Pro (bei Apple ansehen) mit den leistungsfähigeren Apple-Chips (M1 Pro und M1 Max) ist der erste, wahre Profi-Rechner mit Apples eigenen Prozessoren. Es ist schlichtweg der Rechner, der den Weg für all die anderen Profi-Macs freimacht. Deren Vorstellung ist ab heute nur noch eine Frage der Zeit.

Das neue MacBook Pro 2021 im neuen Design (Bild: Apple).

Abseits der schnelleren Hardware-Architektur mit wesentlich mehr Bandbreite und Leistung beinhalten die beiden neuen MacBook-Pro-Modelle (14,2 und 16,2 Zoll) so einige Highlights – eine Auswahl:

  • MagSafe ist zurück! Der von mir und Millionen anderen Mac-Nutzern geliebte Ladeanschluss ist zurück und der lädt das MacBook auch viel schneller – schafft 50 Prozent Ladung in nur 30 Minuten. Wer will kann aber noch immer über Thunderbolt laden – coole Sache.
  • ProMotion erstmals im Mac! Das schnelle 120-Hz-Display mit dynamischer Bildwiederholfrequenz von iPhone und iPad schafft es in den Mac. Flüssigste Bewegungen ohne auf Akkuleistung verzichten zu müssen.
  • Die Notch ist da! Apple hat sich getraut, doch ist dies tatsächlich ein Grund zur Freude? Und ob, denn die Display-Kerbe stört nicht wirklich, weil die Notch nämlich im Vollbildbetrieb nicht in den Inhalt hineinragt. Stattdessen gibt's zusätzlichen Platz allein für die Menüleiste. Ergo: Es wird kein Pixel auf dem Display verschwendet.

Apple stellt die beiden neuen Modelle des MacBook Pro im Video vor:

MacBook Pro mit Apple M1 Pro und M1 Max

Dies wären nur drei der vielen Highlights. Weniger erfreulich ist da die Preisgestaltung. Wie schon vermutet, wird das günstigere 13-Zoll-Modell nicht ersetzt. Die beiden Modelle runden das Angebot nach oben hin ab. Los geht's bei 2.249 Euro (14,2 Zoll). Fürs größere Display (16,2 Zoll) zahlt man dann schon mindestens 2.749 Euro. Und dafür gibt's dann nur jeweils den M1 Pro. Die Max-Version kostet je nach Modell noch einige hundert Euro mehr. Bestellen kann man schon jetzt, Kundinnen und Kunden erhalten die ersten Exemplare ab Dienstag, dem 26. Oktober.

AirPods 3 vs. AirPods Pro: Eine Preisfrage? Aktuell nicht!

Die farbigen HomePods (bei Apple ansehen) sind nett, aber für mich nun kein absolutes Highlight. Die AirPods 3 (bei Apple ansehen) hingegen haben da schon mehr Hype-Potential. Im Design der Pro-Modelle und mit bis zu 30 Stunden Laufzeit (über das Case) und der Option, kabellos per MagSafe zu laden, positionieren sie sich zwischen den AirPods Pro und den kabelgebundenen AirPods der 2. Generation. Die bleiben nämlich weiterhin im Programm.

Die neuen AirPods 3 in Apples neuem Werbevideo:

Apples AirPods der 3. Generation

Das Problem: Apple will für die neue Nummer 3 offiziell 199 Euro haben. Die Pro kosten zwar auf dem Papier mit 279 Euro ein ganzes Stück mehr, sind aber im freien Handel seit geraumer Zeit für unter 200 Euro zu haben. Da steht eine Kollision an, denn die Preise der neuen AirPods 3 werden Anfangs nicht so schnell sinken. Ein Dilemma für Apple und die Kunden. Da dürften für nicht wenige Interessierte die AirPods Pro in den nächsten Wochen und Monaten noch die bessere Alternative sein, befürchte ich.

Zusammengefasst: Das neue MacBook Pro ist toll, aber auch verdammt teuer. Die neuen AirPods schauen gut aus, lohnen sich aber wohl erst dann, wenn deren Preis im freien Markt deutlich die AirPods Pro unterbietet. Echte Überraschungen gab es jedoch nicht. Aber wer weiß, das Jahr ist ja noch nicht zu Ende.