Und täglich grüßt das Murmeltier beziehungsweise Apple-Chef Tim Cook von der Bühne, denn schon wieder gibt's ein Special-Event – wie nahezu jedes Jahr im Herbst. Als ausgemacht gilt ein neues MacBook Pro. Doch reicht dies schon? Meine persönliche Erwartungshaltung teile ich gerne in der aktuellen Ausgabe der Wochenendkolumne mit.

 
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Traditionell ist der Herbst für Apple und die geneigte Anhängerschaft immer sehr ertragreich – jede Menge Produktvorstellungen gibt's da zu bestaunen. Im September zeigte uns Apple schon das neue iPhone 13, das iPad mini 6 und das „normale“ iPad der 9. Generation. Doch damit geben sich weder Apple noch meine Wenigkeit zufrieden.

Meine persönliche Erwartungshaltung ist eindeutig, aber am Ende auch nicht in Stein gemeißelt. Mit was rechne ich also am Montag, dem 18. Oktober um 19 Uhr?

Zunächst mit Überstunden, wie immer in den letzten 20 Jahren. Seit 1999 verfolge ich nun die einzelnen Apple-Events im professionellen Kontext. Zuerst als interessierter Apple-Produktmanager eines heute bundesweit bekannten Händlers und später im redaktionellen Zusammenhang bei GIGA. Da gab und gibt es immer was tun. Doch sind wir mal ehrlich, meine Person ist im Bezug auf das bevorstehende Apple-Event doch vollkommen irrelevant. Was die Leser dieser Kolumne interessiert: Was wird Apple zeigen?

Apple-Event: MacBook Pro und AirPods 3 erwartet

Das neue MacBook Pro 2021 gilt auch für mich als kleinster Nenner bei den Produktvorstellungen. Eigentlich hätten die beiden Modelle (14 und 16 Zoll) schon im Sommer erscheinen sollen, doch daraus wurde nichts. Im Grunde passt diese „Verspätung“ aus dramaturgischer Sicht, denn vor circa einem Jahr präsentierte uns Apple die ersten Rechner mit dem M1. Jetzt, ein knappes Jahr später, gibt's folgerichtig den Nachfolger (M1X) zu bestaunen – mehr Kerne, schneller und mit der Fähigkeit, wesentlich mehr Arbeitsspeicher zu adressieren. Der Apple-Chip wird endlich erwachsen. Meine Einschätzung: Das Ding ist zu 99,9 Prozent sicher.

Ich würde allerdings nicht damit rechnen, dass das neue MacBook Pro in 14 Zoll das bisherige 13-Zoll-Modell voll und ganz ersetzt. Apple wird die ältere Version mit M1-Chip schon allein aus Kostengründen als Einstieg beibehalten. Alles andere würde mich stark wundern.

Der Livestream zum Apple-Event steht schon mal bei YouTube:

Rechnen würde ich auch mit einem weiteren Nachzügler. Die AirPods der 3. Generation wurden in diesem Jahr auch schon öfters vorhergesagt, zuletzt erst für den September. Die Kopfhörer sind also längst überfällig, eine weitere Verspätung wäre eine Enttäuschung. Anderseits aber auch zu verschmerzen, denn der Mega-Hype um die AirPods ist gefühlt schon lange vorbei. Ob die neuen Modelle nun jetzt oder erst 2022 kommen – egal!

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Man wird ja wohl träumen dürfen ...

Und damit verlassen wir auch den Bereich der sicheren Vorhersagen, mal abgesehen von der Bekanntgabe des Release-Termins von macOS Monterey. Was jetzt kommt, ist auch von meiner Seite aus betrachtet mehr Wunschdenken als denn eine verlässliche Prognose.

Ein aktualisiertes iPad Air mit Apples A15 und der Ultraweitwinkelkamera mit „Center Stage“ ist nach der Vorstellung des neuen iPad mini eigentlich so sicher wie das sprichwörtliche Amen in der Kirche. Gar nicht sicher ist jedoch der Vorstellungstermin. Die Gerüchteküche schweigt dazu, wünschen würde ich mir eine Renovierung des Luftikus dagegen so schnell wie möglich.

Wunschvorstellung – so „etwas“ wie im Video mit Apple-Chip:

Apples Informationsvideo zum Power Mac G4 Cube (Jahr 2000)

Auch bei den Macs gibt's noch jede Menge Überraschungspotenzial. Möglich wäre da beispielsweise der Ausblick auf den neuen Mac Pro mit Apple-Chipgerne in bekannter Kultform. Der muss ja auch noch gar nicht lieferbar sein. Eine „Preview“ genügt und könnte im Vorfeld auch besser geheim gehalten werden. Gleiches gilt für einen iMac Pro mit übergroßem 32-Zoll-Display – heute schon mal zeigen, im Frühjahr 2022 dann verkaufen.

Darüber hinaus mache ich mir keine sonderlichen Hoffnungen auf neue Geräte. Einerseits weil dies alles andere als realistisch ist und anderseits möchte ich mir die Freude an einem „One more thing“ auch nicht im Vorfeld „kaputt analysieren“. Auch wenn es für mich schon über zwei Jahrzehnte vorwiegend Arbeit ist, in mir steckt auch noch immer der kleine Apple-Fan, der sich auf die Bescherung am Abend freut. In diesem Sinne – viel Spaß bei der Keynote.