Für Filme und Serien dient das Szenario oftmals als interessante Handlungsvorlage: die Apokalypse. Im Alltag macht man sich jedoch kaum Gedanken über das Ende der Menschheit. Etwas anders sieht es da bei Microsoft aus. Der Riesenkonzern hat damit begonnen, einen besonderen Plan für den Untergang der Welt in die Tat umzusetzen – und legt deswegen unter anderem sein OS kurzerhand auf Eis.

Software-Archiv in Norwegen: Microsoft bereitet sich auf die Apokalypse vor

Während sich die Prepper-Szene in den USA auf die Apokalypse mit Bunkern vorbereitet, in denen man allerlei Lebensmittel hortet und Schutzbauten errichtet, verfolgt Microsoft ein ganz anderes Ziel. Der Technik-Gigant aus Redmond möchte sicherstellen, dass im Falle eines Falles unser Technik-Wissen für Nachfolgenerationen erhalten bleibt.

Um das zu erreichen, hat Microsoft angefangen, Stahlcontainer auf einer norwegischen Inselgruppe mit 186 Filmrollen zu füllen, auf denen die wichtigsten Open-Source-Projekte der Menschheit zu finden sind. Für die analoge Speicherung der Daten entschied man sich deswegen, da diese in der Regel deutlich länger durchhalten als optische Datenträger wie CDs oder Festplatten.

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Neben den Open-Source-Projekten finden sich in den Stahlcontainern auch Anleitungen in 5 Sprachen, die erklären, was genau sich im eisigen Wissens-Safe befindet. So werden auf den Filmrollen etwa auch diverse technische Grundlagen abgespeichert. Erklärungen für die Verwendung von Mikroprozessoren, Netzwerken, Elektronik, Halbleiter und sogar vorindustrieller Technologie finden sich in den Stahlcontainern wieder.

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Was natürlich nicht fehlen darf, ist eines von Microsofts Urgesteinen der Software: das Betriebssystem MS-DOS. Auch das wird sicher im kalten Norwegen aufbewahrt und damit wortwörtlich von Microsoft auf Eis gelegt.

Laut PCGamesHardware könnte dem Software-Riesen am Ende ein Problem jedoch zum Verhängnis werden: der Klimawandel. Sollte sich die Erde weiter erwärmen, könnte das resultierende Tauwasser der Arktis eine Gefahr für das Archiv darstellen. Sollte es dazu kommen, hat Microsoft jedoch bestimmt schon einen Plan B parat – zumindest hoffen wir das.