Schon wieder schlechte Nachrichten zum faltbaren Handy Motorola Razr. Rund eine Woche nach dem Start löst sich bei Besitzern das Display vom Smartphone – und das ohne ersichtlichen Grund. Motorola hat sich zu dem Problem noch nicht geäußert.

 

Motorola Razr 2019

Facts 

Motorola Razr: Display löst sich vom Gehäuse

Die knickbare Neuauflage des Klassikers Motorola Razr sorgt wieder für negative Nachrichten. Wie das Input Mag berichtet, hat sich nach nur einer Woche der normalen Nutzung das Plastik-Display des Handys vom Gehäuse gelöst, und zwar genau an der Faltstelle. Dem Redakteur zufolge ist der Fehler „aus dem Nichts“ entstanden, das Smartphone sei also weder auf den Boden gefallen noch wurde sonst wie mit übertriebener Härte angegangen. Es soll sich lediglich im zusammengeklappten Zustand in der Hosentasche befunden haben.

So sieht das Motorola Razr mit abgelöstem Display aus:

Das Plastik-Display des Motorola Razr löst sich vom Gehäuse des Handys. Bild: Input Mag.

Motorola wurde direkt um eine Stellungnahme gebeten, um das Fehlverhalten des 1.600-Euro-Handys zu erklären. Bislang hat sich der Hersteller aber noch nicht geäußert. Das Display soll sich Input Mag zufolge nun bei jedem Öffnungsvorgang weiter vom Gehäuse lösen, heißt es. Das Handy selbst soll sich aber noch weiter bedienen lassen, sofern möglich. Derzeit ist noch unklar, ob es sich um einen einmaligen Defekt handelt oder ob noch weitere Einheiten des neuen Smartphones betroffen sind.

Der Hersteller selbst hatte vor wenigen Wochen in einem hauseigenen Werbevideo erklärt, dass „Beulen und Klumpen“ auf dem Display „normal“ seien. Kunden wurden also bereits auf mögliche Probleme mit dem Bildschirm eingestellt.

Hier das Video, in dem Motorola von „normalen Beulen und Klumpen“ spricht:

Motorola Razr: Hersteller gibt Kunden Tipps

Motorola Razr fällt im Test durch

Es ist nicht die erste schlechte Nachricht zum Motorola Razr in letzter Zeit. Bei Twitter hatten sich Kunden darüber beschwert, dass das Handy unangenehme Geräusche macht, wenn es zusammengeklappt wird. Einer Untersuchung von CNET zufolge hält das Smartphone auch nicht so lange durch wie die der Konkurrenz von Samsung. Bei einem Test hat das Handy schon nach 27.000 Faltvorgängen schlapp gemacht. In der Praxis würde das Smartphone also nach etwa zweieinhalb Jahren nicht mehr zu benutzen sein.

Andere Hersteller arbeiten auch an Falt-Smartphones. Sonys Version könnte vielleicht so aussehen:

Das Razr entwickelt sich immer mehr zu einer Blamage für den Hersteller, der das Handy in den USA für 1.500 US-Dollar verkauft. Sicher handelt es sich bei faltbaren Displays um eine neue Technik, doch alleine wegen des Preises müssen Kunden einfach eine bessere Qualität erwarten können.

In Deutschland ist das Razr noch nicht erhältlich. Es soll im ersten Halbjahr 2020 verfügbar gemacht werden, wobei ein konkreter Termin weiterhin nicht genannt wurde. Preislich ist hierzulande von einer Summe von 1.600 Euro auszugehen.