Falt-Handy: Motorola warnt davor, wovor sich alle Kunden fürchten

Simon Stich

Motorola ist als Hersteller des faltbaren Razr-Handys anscheinend selbst nicht ganz von dem Smartphone überzeugt. In neuen Videos werden Kunden jetzt schon auf mögliche Probleme mit dem Display vorbereitet – diese seien allerdings „ganz normal“. Wovor hat der Hersteller Angst?

Motorola Razr: Display könnte Probleme bereiten

In den USA kann das faltbare Motorola Razr jetzt schon im Vorverkauf erstanden werden. Um den Kunden das Konzept des besonderen Handys nochmal deutlich zu machen, hat der Hersteller ein paar Infovideos veröffentlicht. Kunden sollten das Handy mit äußerster Vorsicht behandeln – und beim Display gäbe es ein paar Besonderheiten, auf die geachtet werden muss. Motorola empfiehlt zudem, das Handy nur im eingeklappten Zustand in die Hosentasche zu stecken.

Ein Video sticht dabei besonders heraus, wie unter anderem bei golem.de richtig angemerkt wird. Motorola verweist darauf, dass „Beulen und Klumpen“ auf dem Display „normal“ seien. Was genau der Hersteller damit meint, wird aber nicht genauer erklärt – das Video widmet sich direkt danach einem anderen Thema. Anscheinend möchte Motorola jetzt schon darauf hinweisen, dass es in der Tat zu Problemen mit dem faltbaren Display kommen könnte und Kunden sich entsprechend darauf gefasst machen müssen.

Hier das Video, in dem Motorola von „normalen Beulen und Klumpen“ spricht:

Motorola Razr: Hersteller gibt Kunden Tipps.

Motorola Razr mit empfindlichem Display

Dass ein faltbares Display – welches auf neue Technologien setzt – empfindlicher sein wird als ein klassisches, starres Panel, sollte allen Interessierten klar sein. Motorola setzt beim Razr auf einen Bildschirm aus Kunststoff statt auf Glas, der sich in der Praxis als deutlich kratzempfindlicher herausstellen dürfte. Zur Reduzierung der Kratzanfälligkeit wurde das Display mit einer besonderen Schutzschicht überzogen. Schutzfolien sollen nicht benutzt werden, warnt Motorola, da der dort verwendete Klebstoff das Display beschädigen könnte.

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Es bleibt zu hoffen, dass Motorola von den Fehlern des Galaxy Fold von Samsung gelernt hat. Auch hier gab es einige Probleme mit dem Display und dem Scharnier. Kleinste Schmutzpartikel konnten sich über das Scharnier unter das Display schleichen. Die von Samsung angebrachte „Schutzfolie“ stellte sich als wichtiger Bestandteil des Displays heraus – was manche Kunden allerdings erst realisierten, als sie die Folie abknibbeln zu versuchten.

Motorola Razr: Späterer Release in Deutschland

Während das neue Razr in den USA bereits vorbestellt werden kann, müssen sich Fans in Deutschland weiter gedulden. Der Hersteller gibt die Veröffentlichung des Falthandys hierzulande weiter mit dem ersten Halbjahr 2020 an.

Konkurrent Samsung arbeitet schon an einem zweiten Falthandy, wie die Bilderstrecke zeigt:

Bilderstrecke starten(11 Bilder)
Samsung Galaxy Bloom: So ungewöhnlich könnte das nächste Falt-Handy aussehen

In den USA wurde der Liefertermin für Vorbesteller gerade vom 14. auf den 18. Februar 2020 verschoben. Ursprünglich wollte Motorola das Handy noch Ende 2019 in den Vorverkauf geben, gab sich dann aus Befürchtung vor Engpässen noch ein paar Wochen mehr Zeit.

Simon Stich
Simon Stich, GIGA-Experte für Smartphones, Mobilfunk und die Gerüchteküche.

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