Ein Nachfolger für das 9-Euro-Ticket soll kommen, das hat die Bundesregierung klargemacht. Unklar ist hingegen, wie hoch der Preis für das neue Sparticket ausfallen soll. Angepeilt ist eine Preisspanne zwischen 49 Euro und 69 Euro, so Verkehrsminister Wissing. Davon halten die Deutschen aber wenig.

Zwischen Juni und August hat das 9-Euro-Ticket nicht nur den Tarif-Dschungel im deutschen Nah- und Regionalverkehr gelichtet, es hat vor allem eins: die Bürger entlastet. In Zeiten der Rekord-Inflationen und explodierender Energiepreise war das 9-Euro-Ticket eine willkommene Gelegenheit, die monatlichen Kosten zu senken. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an einen Nachfolger – vor allem beim Preis.

9-Euro-Ticket: Nachfolger darf nicht mehr als 29 Euro im Monat kosten

Für 30,1 Prozent ist bereits bei 29 Euro im Monat das Ende der Fahnenstange erreicht, wie eine repräsentative Umfrage von Civey ergeben hat (Quelle: Welt). Mehr dürfe der 9-Euro-Ticket-Nachfolger nicht kosten. Etwas tiefer in die Tasche würden weitere 19,8 Prozent der Befragten greifen, die bereit wären, monatlich 49 Euro für ein bundesweit gültiges Ticket für den Nah- und Regionalverkehr zu zahlen. Nochmal mehr würden sogar 7 Prozent zahlen: Bei ihnen liegt die Preisgrenze bei 69 Euro.

Unter den Befürwortern eines 9-Euro-Ticket-Nachfolgers liegen also die Sparfüchse vorn, die nicht bereit sind, mehr als 29 Euro im Monat zu zahlen. Eine zumindest relative Mehrheit von 43,1 Prozent erklärt allerdings, einen Nachfolger für das 9-Euro-Ticket gar nicht nutzen zu wollen.

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69-Euro-Ticket ist ein „Rohrkrepierer“

Die Umfrageergebnisse sind ein deutliches Signal an die Politik. Der Preisbereich von 49 Euro bis 69 Euro, den die Bundesregierung derzeit anschwebt, geht klar an den Wünschen der Bevölkerung vorbei. Ähnlich sieht das auch Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz, der die Umfrage in Auftrag gab: „Nur ein 29-Euro-Ticket bringt für die Menschen relevante Entlastung und lässt sie fürs Klima vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen.“ Ein 69-Euro-Ticket bezeichnete Bautz hingegen als „Rohrkrepierer.“ Zuletzt machte Berlin einen Alleingang und kündigte ein 29-Euro-Ticket an.