Schon seit Jahren erfreut sich Pokémon Go bei seinen Fans großer Beliebtheit – das gleiche gilt für gehackte Versionen, die ihren Nutzern einen dicken Vorteil verschaffen. Doch damit ist jetzt Schluss! Entwickler Niantic legt den dreisten Hackern das Handwerk. 

 

Pokémon GO

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Pokémon-Go-Entwickler und Hacker einigen sich

Im Sommer 2016 mauserte sich Pokémon Go binnen kürzester Zeit zu einem echten Trendspiel. Unzählige Spieler verbrachten ihre Zeit damit, durch die Parks und Straßen zu wandern, um Pokémon zu fangen und Items zu sammeln. Das Mobile-Spiel sorgte beinahe für eine kleine „Fitness-Welle“. Schließlich muss man sich zu Fuß von A nach B bewegen, um das Spiel vernünftig spielen zu können.

Kurze Zeit später erschienen die ersten gehackten Versionen von Pokémon Go, die Spielern den Fortschritt stark erleichterten. Das Unternehmen Global++ stellte seiner zahlenden Kundschaft die wohl bekannteste Version zur Verfügung: PokeGo++. Für Niantic, die Entwickler des Originals, waren diese Hacks seit Langem ein Dorn im Auge. Sie verklagten die Anbieter der gehackten Version.

Pokémon GO

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Entwickler: Niantic, Inc.
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Entwickler: Niantic, Inc.

Wie TorrentFreak berichtet, konnten beide Parteien eine Einigung erzielen. Die Hacker-Gruppe zahlt den Entwicklern 5 Millionen US-Dollar und unterschrieb zudem eine Unterlassungserklärung.  Global++ versichert Niantic auf diese Weise, dass sie in Zukunft keine Betrugsprogramme oder ähnliche Produkte entwickeln, vermarkten oder Zahlungen dafür erhalten. Zudem dürfen sie keine Produkte mehr verkaufen, die Niantic-Code beinhalten.

Und was ist sonst so passiert? Wir fassen die wichtigsten Meldungen der Woche für euch in den GIGA Headlines zusammen:

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Hacker wird das Handwerk gelegt: Andere Apps auch betroffen

Global++ bot nicht nur eine gehackte Version für Pokémon Go an, sondern hatte auch modifizierte Versionen von Harry Potter: Wizards Unite und Ingress im Angebot – zwei weitere Mobile-Spiele von Niantic. Auch diese Apps wurden durch die Einigung der beiden Unternehmen aus dem Verkehr gezogen.

In den gehackten Versionen konnten die Spieler etwa über einen sogenannten „Location Spoofer“ sich digital an andere Orte teleportieren, um Belohnungen einzusammeln. Zudem gab es ein „Auto Walk“-Feature, welches dem Spiel vorgaukelte, dass sich der Spieler stets in Bewegung befindet.

Magische Karpfen, ein ausbrechendes Stück Butter, ein Otter-Samurai und viele weitere absurde Taschenmonster:

Für Niantic dürfte nach der Einigung ein großer Stein vom Herzen fallen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass bald ein anderer Entwickler ähnliche Dienste anbieten wird und der Kampf für die Pokémon-Go-Entwickler von Neuem beginnt.