Neue Informationen zu den nächsten Intel-Prozessoren kommen langsam ans Tageslicht. Allem Anschein nach macht Intel dieses Mal eine Rolle rückwärts und baut ab, statt auf. Kann sich AMD nun mit Ryzen 4000 entspannt zurücklehnen?

Intel Rocket Lake-S: Neue Top-Prozessoren sollen nur 8 Rechenkerne bieten

In letzter Zeit gab es bereits einige Leaks und Gerüchte zu Intels Alder-Lake-S-Prozessoren, nun gibt es endlich auch wieder Neuigkeiten zu den kommenden Rocket-Lake-S-Chips, die Ende 2020 oder Anfang 2021 erwartet werden. Wie PCGamesHardware berichtet, geht man in der Gerüchteküche aktuell davon aus, dass Intel in der kommenden Prozessor-Generation seinem Top-Modell nur noch 8 Rechenkerne spendiert. Zum Vergleich: Das aktuelle Flaggschiff, der Intel Core i9-10900K, setzt auf 10 Kerne und unterstützt zudem Hyper-Threading. Intel macht also quasi einen Rückschritt, was die Anzahl der Rechenkerne angeht.

Doch es gibt auch Positives zu berichten. Der bekannte Leaker _rogame soll herausgefunden haben, dass die IPC-Performance (instructions per clock) etwa 10 Prozent über der Skylake-Technik liegt. Sollten die Angaben stimmen, würde das den Wegfall der zwei Rechenkerne im Spitzenmodell beinahe wieder ausgleichen.

Bei der Taktrate der neuen Prozessoren gibt es noch keine genauen Werte. Aktuell geht _rogame nur davon aus, dass die finalen Taktraten bei über 5 GHz liegen. Das dürfte nur die wenigsten überraschen, schließlich bietet bereits der i9-10900K eine maximale Taktrate von 5,3 GHz. Auch der Stromverbrauch soll wieder recht hoch ausfallen, was unter anderem auch dem Beibehalten des 14-nm-Fertigungsverfahrens geschuldet sein dürfte.

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Intel in der Klemme: AMD ist dem Rivalen weit voraus

Bei Intel scheint gerade der Wurm drin zu sein. Echte Innovationen sind aktuell Mangelware, stattdessen machen Negativmeldungen die Runde. So kündigte man etwa erst kürzlich an, dass sich die Herstellung der ersten 7-nm-Prozessoren im Unternehmen um weitere 6 Monate verzögern wird. Nach dieser Meldung ging der Aktienkurs des Unternehmens in die Knie. Es bleibt abzuwarten, wie sich Intel aus diesem Sumpf wieder befreien will. Aktuell scheint man dem Erzrivalen AMD jedoch nichts entgegensetzen zu können.