Elon Musk hat bestätigt: Noch dieses Jahr werden auch andere E-Autos an Teslas Superchargern laden können. Zunächst gab es noch Unklarheiten, wie das ablaufen soll. Teile davon hat der Tesla-Chef inzwischen aus dem Weg geräumt.

 

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Update vom 27.07.2021: Elon Musk hat es wieder getan: Mit einem Tweet versetzt der Tesla-Chef die E-Auto-Szene in Aufregung. Darin bestätigt er, dass Teslas Supercharger noch in diesem Jahr für andere Elektroautos geöffnet werden sollen – und inzwischen ist auch klar, wie er sich das vorstellt: Fahrer anderer E-Autos sollen die Tesla-App nutzen (Quelle: Electrek).

Wer an einem Supercharger laden wolle, müsse die App auf dem Smartphone installieren und dort eine Zahlmethode hinterlegen. An der Ladestation heißt es dann, die richtige Ladesäule auswählen und angeben, wie viel geladen werden soll, Kabel anstecken und los geht's. Damit das so einfach funktioniert wie geplant, werde man Adapter für andere Kabelsysteme zum Kauf anbieten und an den Superchargern vorhalten, so der CEO im Rahmen der Verkündung der jüngsten Quartalszahlen von Tesla.

Dass die Spuercharger freigegeben werden, hatte Musk bereits Ende vorigen Jahres bestätigt (mehr dazu unten im Artikel). Der Tesla-CEO spricht in seinem Tweet bisher nur davon, dass auch andere E-Fahrzeuge Zugang zum Ladenetzwerk von Tesla erhalten werden. Durch die Adapter für Ladekabel dürfte auch klar sein, dass tatsächlich praktisch jedes E-Auto am Supercharger wird laden können. Zuvor war etwa in Deutschland die Forderung laut geworden, Tesla gesetzlich zur Freigabe des Supercharger-Netzwerks für andere Marken zu zwingen. Wie es jetzt den Anschein hat, wird das aber gar nicht nötig sein.

Originalartikel:

Elon Musk bestätigt Laden am Supercharger für E-Autos außer Tesla

Wie bei Elon Musk üblich kommen die größten Neuigkeiten praktisch aus dem Nichts. So auch dieses Mal, denn jetzt bestätigt der Tesla-Chef ein Gerücht, über das seit einiger Zeit spekuliert wurde. Demnach gibt es Übereinkommen mit anderen Autoherstellern zum Aufladen von deren E-Autos an Teslas Supercharger-Stationen. Das bestätigte Musk auf die Frage von Marques Brownlee, einem bekannten YouTuber, hin.

Der hatte sich darüber gewundert, dass anscheinend niemand auf das Angebot einer Kooperation mit Tesla zur Nutzung der Ladestellen des E-Auto-Herstellers eingehen wolle. Musk bestätigte daraufhin, dass einige eben das tun. Das Interesse sei bisher aber eher zurückhaltend, so der Tesla-Chef. Die Supercharger würden auch anderen Elektroautos zugänglich gemacht. Musk ging nicht weiter darauf ein, um welche Hersteller oder Modelle es sich dabei handele und wann die Freischaltung tatsächlich passiert.

Kostenlos Strom tanken dank Software-Fehler

In Deutschland und Europa ist das Tanken am Tesla-Supercharger zumindest technisch relativ einfach. Dank des CCS-Standards sind ohnehin viele E-Autos bereits mit kompatiblen Anschlüssen ausgerüstet. Hier hatte Tesla sich bereits an den europäischen Markt angepasst. Im Sommer konnten viele Fahrer eines Elektroautos für kurze Zeit an Teslas Superchargern umsonst Strom tanken – anscheinend wegen eines Software-Fehlers. Ein Videoteam von Nextmove stellte dabei fest, dass verschieden E-Auto-Modelle mehrerer Marken problemlos mit der Ladeinfrastruktur von Tesla zusammenarbeiteten. Zuvor waren entsprechende Gerüchte von Tesla-Sprechern zurückgewiesen worden.

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Seitdem hat der E-Auto-Pionier sich allerdings offener für Zusammenarbeit gezeigt. Konkrete Plane nannte Musk in einem Interview nicht, doch man werde Gespräche führen, sollte jemand Interesse an einer Kooperation haben. Im Rahmen eines Besuchs in Deutschland beim Bau von Teslas Gigafactory in Grünheide hatte Musk vor einigen Wochen auch einen Abstecher bei VW in Wolfsburg gemacht und dort eine Testfahrt im neuen ID.4 absolviert.