Dass die Deutschen bei Geldgeschäften eher konservativ verlangt sind, ist landläufig bekannt. Vielerorts kann man zum Beispiel noch immer nur mit Bargeld zahlen. Trotzdem überraschen die Zahlen der Sparkasse zum Onlinebanking. Bremsen will sich das Geldhaus davon aber nicht: Bis zum Jahr 2026 hat sich die Sparkasse große Ziele gesetzt.

 
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Das Sparkassen-Logo prägt das Stadtbild hierzulande. Gefühlt findet sich an jeder Ecke eine Sparkassen-Filiale, 12.000 Geschäftsstellen gibt es laut eigenen Angaben insgesamt in Deutschland. Ob es das stark ausgebaute Filialnetz ist, weshalb Sparkassen-Kunden nur zögerlich aufs Online-Banking umsteigen?

Lediglich Hälfte der Sparkassen-Kunden nutzt Online-Banking

Von den rund 50 Millionen Kunden der Sparkasse nutzt gerade einmal rund die Hälfte das Online-Banking, wie das Geldinstitut in seinem Jahresbericht 2021 verrät (Quelle: Finanz Informatik).

Zwar gab es hier ein Wachstum zu verzeichnen und die Zahl ist im vergangenen Jahr von 24,2 auf 25,6 Millionen gestiegen, dennoch überrascht die geringe Nutzung des Online-Bankings – immerhin investiert die Sparkasse massiv in den Ausbau des Geschäftsbereichs und die Sparkassen-Apps rangieren regelmäßig ganz vorne in den App Stores von Apple und Google.

Mittelfristig möchte die Sparkasse die Zahl der Online-Banking-Kunden deutlich erhöhen. Die Zielsetzung ist ambitioniert: Bis 2026 sollen 35 Millionen Sparkassen-Kunden das Online-Banking nutzen.

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Deutschland beim Online-Banking weit abgeschlagen

Wie abgeschlagen Deutschland beim Thema Online-Banking ist, zeigt auch der europäische Vergleich. Die Hälfte der hiesigen Bankkunden nutzt hier das Online-Banking. Damit rangiert die Bundesrepublik auf einem der hinteren Plätze, lediglich in Bulgarien, Rumänien und Griechenland nutzen noch weniger Menschen Online-Banking (Quelle: Statista).

Ganz anders sieht das Bild in Skandinavien aus: In Norwegen verrichten 96 Prozent der Kunden ihre Bankgeschäfte online, Dänemark liegt mit 95 Prozent nur knapp dahinter, genauso wie Finnland mit 93 Prozent. Deutschland hat also noch großen Aufholbedarf.