Eine Fahrradtour am Wochenende oder der alltägliche Arbeitsweg, vom Pendler bis zum Hobby-Radler steigen immer mehr Menschen aufs E-Bike um. Apps und Gadgets bieten oftmals praktische Zusatzfunktionen, dabei sollten Radfahrer aber immer im Auge behalten, was auf dem Drahtesel erlaubt ist.

Mit dem Smartphone auf dem E-Bike: Das kann teuer werden

Ob man als Radfahrer auf dem E-Bike unterwegs ist oder ganz ohne Unterstützung in die Pedale tritt, mit etwas Musik im Ohr fährt es sich meist viel entspannter. Mit Google Maps oder speziell auf Radfahrer zugeschnittenen Apps für die Navigation braucht man sich um den Weg keine Gedanken mehr zu machen, einfach entspannt fahren. Aber wer Kopfhörer beim Radfahren nutzt oder nebenbei am Smartphone hantiert, sollte die Vorschriften kennen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Wer per Smartphone-App navigieren will, sollte sich dafür eine Lenker- oder Rahmenhalterung zulegen. Denn wie beim Autofahren gilt auch auf dem Fahrradsattel: Hände weg vom Handy. Wer mit dem Smartphone in der Hand beim Radeln erwischt wird, muss mit einem Verwarnungsgeld von 55 Euro rechnen. Vernünftige Halterungen gibt es für deutlich weniger, etwa die Impact Pro Mount bei Amazon. Wer sich noch 5 Euro mehr Bußgeld anderweitig einhandelt, muss außerdem ab 60 Euro mit einem Eintrag in der Flensburger Verkehrssünderkartei rechnen. Also ohne Halterung besser absteigen und sich den Weg einprägen. Gleiches gilt fürs Telefonieren.

Speziell beim Fahren mit dem E-Bike sollte man nicht nur auf das Smartphone achten. Wie der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) erklärt, ist es verboten, „sich durch elektronische Geräte ablenken zu lassen, die am Fahrrad montiert sind“. Bedienelementen von Pedelecs und Co. sollte man sich also besser auch nur im Stehen ausführlich widmen.

Egal, wo es mit Fahrrad oder E-Bike hingeht, ein gutes Schloss ist Pflicht. Im Video seht ihr, wie ihr vor dem Kauf das richtige auswählt:

Sicher ist sicher: Fahrradschlösser von Abus im Detail

Kopfhörer beim Radfahren: Ja, aber ...

Für Musikfans sind die Vorschriften nicht ganz so eindeutig. Weder ist es grundsätzlich verboten, Kopfhörer zu benutzen, noch ist es in jedem Fall erlaubt. Hier entscheidet wie so oft der Einzelfall. Entscheidend ist, dass Rad- und E-Bike-Fahrer Warnsignale und den allgemeinen Verkehr hören können, trotz Kopfhörern und abgespielter Musik oder Podcasts. Das Gehör darf nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Gerade E-Bike-Fahrer müssen wegen der höheren Geschwindigkeit schnell reagieren können.

Damit scheiden für Musikfans auf dem Rad ANC-Kopfhörer faktisch aus. Gerade die Geräuschunterdrückung macht sie im Straßenverkehr gefährlich. Auch Over-Ears dürften im Falle einer Überprüfung nicht standhalten. Wer sicher gehen, aber nicht auf die Lieblingssongs verzichten will, greift am besten zu Earbuds, also Kopfhörern ohne Silikon-Aufsatz im Gehörgang. Aktuelle Modelle liefern ordentlichen Sound, ohne das Ohr völlig nach außen zu verschließen.