WhatsApp ist bisher werbefrei, aber das wird sich ändern. Werbung ist jedoch nur ein Schritt, mit dem der Messenger künftig mehr Geld verdienen will. Zunächst sind weitere Shopping-Funktionen geplant, die das Nutzererlebnis verbessern sollen.

 

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Eigentlich und bisher ist WhatsApp für alle Nutzerinnen und Nutzer werbefrei – sieht man vom nervigen Pop-up-Fenster ab, das sich allen zeigt, die den aktualisierten Nutzungsbedingungen noch nicht zugestimmt haben. Doch das soll nicht so bleiben.

WhatsApp: Werbung wird kommen

„Es gibt definitiv einen Weg zu Werbung, die der Kern von Facebooks Geschäftsmodell ist. Ich denke, sie wird auf lange Sicht in der ein oder anderen Form auch Teil des Geschäftsmodells von WhatsApp werden“, erklärt Matt Idema, Vizepräsident für Business Messaging von Facebook (Quelle: Reuters).

Das ist eine klare Ansage. Die Frage, ob WhatsApp Werbung schalten wird, stellt sich demnach nicht mehr, es geht nur noch um das Wie und Wann. Denkbar wäre, dass Werbung in Chats eingebunden wird, dann müsste sie sich aber sehr deutlich vom eigentlichen Nachrichteninhalt absetzen.

Möglich wären auch Werbebanner und Pop-ups, wenn der Messenger gestartet wird. Bisher ist es allenfalls möglich, für Werbung die Status-Funktion zu nutzen. Für die nächsten Schritte hat man noch keinen Zeitplan verraten.

WhatsApp testet Shop-Suche

Schon jetzt arbeite man aber daran, WhatsApp zum Startpunkt fürs Onlineshopping zu machen. In Brasilien werde eine Suchfunktion für Geschäfte getestet, so Idema. Dafür gibt es ein Verzeichnis, das reine Onlineshops ebenso enthält wie lokale Geschäfte.

Viele Unternehmen würden bisher über Facebook, die eigene Webseite oder anderweitig ihre WhatsApp-Kontaktdaten mit potentiellen Kunden teilen, sodass diese sie dann über den Messenger erreichen können. Jetzt will man den Spieß umdrehen.

Im Video seht ihr, wie das Einkaufen per WhatsApp bisher funktioniert:

Einkaufen über WhatsApp: So funktioniert der neue Shopping-Button

Kunden sollen direkt in WhatsApp die gewünschten Läden finden können. Auch eine Suchfunktion anhand von Kategorien ist vorgesehen. So soll man beispielsweise nach Lebensmittelläden oder verschiedenen Dienstleistern filtern können. Idema hofft, dass daraus der primäre Weg wird, wie über WhatsApp Online-Einkäufe angestoßen werden.

Dabei versichert man schon jetzt, dass keine Informationen zu Suchverhalten oder Aufenthaltsorten der Nutzerinnen und Nutzer von WhatsApp gespeichert oder ausgewertet werden. Aus den Schwierigkeiten rund um die neuen Nutzungsbedingungen hat man offenbar gelernt.