Wenn es nach Microsoft geht, dann können wir bald schon mit verstorbenen Personen sprechen. Der Konzern hat sich jetzt ein Patent gesichert, in dem das Prozedere genau beschrieben wird. Die Idee erinnert an eine Episode von Black Mirror.

Microsoft: Verstorbene kehren als Chatbot zurück

Microsoft hat sich in den USA ein Patent gesichert, in dem es um eine neue Art von Chatbot geht. Dieser soll auf Basis von Bildern, Nachrichten und Einträgen in sozialen Medien eine Person zum Leben erwecken. Der Beschreibung des Patents zufolge werden öffentlich zugängliche Informationen gesammelt und daraus eine virtuelle Nachbildung kreiert. Diese Nachbildung soll Nutzern dann als Chatbot zur Verfügung stehen.

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Der Konzern hat auch schon genaue Vorstellungen davon, um welche Art von Person es sich dabei handeln könnte: „Die spezifische Person (die der Chatbot repräsentiert) kann einer vergangenen oder gegenwärtigen Entität (oder einer Version davon) entsprechen, zum Beispiel einem Freund, einem Verwandten, einem Bekannten, einer Berühmtheit, einem fiktiven Charakter, einer historischen Figur, einer beliebigen Entität usw.“

Der Verstorbene soll dabei nicht nur einfach auf Nachrichten in Textform reagieren, sondern als 2D- oder 3D-Modell zur Verfügung stehen. Zur Modellierung reichen demnach verfügbare Bilder und Videos, die dann um Tiefeninformationen erweitert werden. Bislang handelt es sich bei Microsofts Vorstellung nur um eine Beschreibung in einem eingereichten Patent. Wann und in welcher Form die beschriebene Technologie tatsächlich zum Einsatz kommt, kann derzeit noch nicht gesagt werden.

Chatbots können viel, wie das Video zeigt:

Schluss mit Spam: So legt der Chatbot Re:scam Betrüger herein

Tote als Chatbot: Inspiration bei Black Mirror?

Die Toten in virtueller Form wieder auferstehen zu lassen ist keine neue Idee. In der Episode „Be Right Back“ der Serie Black Mirror nutzt eine Person einen kommerziellen Dienst, um ihren verstorbenen Partner zunächst als Chatbot und später als Roboter wieder ins Leben zurückzuholen. Möglicherweise hat sich Microsoft hier inspirieren lassen.

Verstorbene Musiker wieder auf die Bühne zu bringen, ist ebenfalls lange schon keine Science-Fiction mehr. Bereits im Jahr 2012 war der Rapper Tupac Shakur beim Coachella-Festival als Hologramm zu sehen.