Die Krise von Huawei steigt mittlerweile auch dem Gründer des Unternehmens zu Kopf. In einer Rede vor den eigenen Mitarbeitern findet er drastische Worte, die sich gegen das Embargo der USA richten. Manche Politiker würden Huawei „umbringen“ wollen.

 

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Huawei-Gründer: Drastische Worte gegen die USA

Der Gründer von Huawei, Ren Zhengfei, hat sich in einer emotional aufgeladenen Rede an die Beschäftigten der gerade verkauften Tochtermarke Honor gewandt. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge soll Zhengfei dabei amerikanische Politiker beschuldigt haben, Huawei aus der Welt schaffen zu wollen: „Eine Welle nach der anderen von schweren US-Sanktionen gegen Huawei hat uns endlich begreifen lassen, dass gewisse amerikanische Politiker uns töten und nicht nur korrigieren wollen.“

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Zhengfei zufolge könnte Huawei zwar mit Schwierigkeiten umgehen, dabei aber nicht die Arbeit von „Millionen“ Honor-Mitarbeitern gefährden. Es sollen keine unschuldigen Menschen ins Wasser gedrängt werden, nur weil Huawei leidet. Der Gründer des Unternehmens spricht beim Abschied von Honor auch nicht von einem Verkauf, sondern von einer Scheidung.

Gleichzeitig wird die ehemalige Tochtermarke aufgefordert, zu einem richtigen Rivalen von Huawei zu werden. Mitarbeiter sollen sich darum bemühen, Huawei nicht nur zu erreichen, sondern sogar zu überholen. Der Motivation seien „keine Grenzen gesetzt“, so Zhengfei.

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Huawei: Honor-Verkauf für Milliardensumme

Mitte November 2020 wurde bekannt, dass sich Huawei von Honor trennen wird. Offizielle Angaben über die Verkaufssumme gibt es zwar nicht, doch Experten spekulieren, dass die Trennung eine Summe zwischen 1,9 und 3,15 Milliarden Euro einbringen dürfte. Neuer Besitzer von Honor ist ein chinesisches Konsortium, das gerade unter dem Namen Shenzhen Zhixin New Information Technology gegründet wurde.

Das US-Embargo gegen Huawei, nachdem es amerikanischen Unternehmen untersagt ist, mit dem chinesischen Konzern Geschäfte zu machen, macht sich mittlerweile auch beim Marktanteil Huaweis in Europa deutlich. Hier sind die Smartphone-Verkäufe innerhalb nur eines Jahres von 6,2 auf 2,5 Millionen Einheiten gesunken. Huaweis Marktanteil befindet sich im freien Fall.