Xiaomi steht in Indien vor massiven Problemen. Die Anti-Geldwäsche-Behörde des Landes hat umgerechnet fast 700 Millionen Euro des chinesischen Herstellers konfisziert. Xiaomi India soll gegen Devisengesetze verstoßen haben, heißt es. Xiaomi hat bereits ein Statement abgegeben.

 
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Xiaomi: Indien konfisziert 700 Millionen Euro

Xiaomi ist mit einem Marktanteil von über 20 Prozent Marktführer in Indien. Die Geschäfte laufen eigentlich blendend, doch nun hat sich Indiens Anti-Geldwäsche-Behörde eingeschaltet. Von der lokalen Tochter des chinesischen Smartphone-Herstellers wurden fast 700 Millionen Euro einkassiert, weil Xiaomi India gegen Devisengesetze des Landes verstoßen haben soll.

Konkret wird Xiaomi India vorgeworfen, vermeintliche „Gebühren“ für die Verwertung von geistigem Eigentum an drei ausländische Unternehmen gezahlt zu haben. Allerdings sollen nach Ansicht der indischen Behörde dafür gar keine Dienste in Anspruch genommen worden sein. Stattdessen habe nur der chinesische Mutterkonzern von Xiaomi von den Zahlungen profitiert, während gegenüber Banken irreführende Angaben gemacht wurden.

Xiaomi hat sich bereits zu dem Thema geäußert und dabei versichert, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Die seit dem Jahr 2015 gezahlten „Gebühren“ seien für geistiges Eigentum und lizenzierte Technologien gezahlt worden, die bei Xiaomi India in Smartphones zum Einsatz kommen. Man möchte aber „jegliches Missverständnis“ aufklären und mit den Behörden zusammenarbeiten (Quelle: heise online).

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Indien: Xiaomi erneut im Visier der Behörden

Es ist nicht das erste Mal, dass Xiaomi in Indien auf Probleme mit Behörden stößt. Bereits im Dezember 2021 hatten Steuerbehörden des Landes Grundstücke von Xiaomi und Oppo durchsucht. Hierbei ging es um Vorwürfe der Steuerhinterziehung. Auch Fabriken von Auftragsfertigern für Xiaomi wurden unter die Lupe genommen.