Raspberry Pi 4 offiziell vorgestellt: Das macht den neuen Mini-PC so besonders

Robert Kohlick

Alles neu macht der Juni. Raspberry Pi stellte soeben die neue Hardware-Revision ihres bekannten und begehrten Mini-PCs vor. Im direkten Vergleich zum Vorgänger hat sich beim Raspberry Pi 4 einiges getan. Technische Daten, Preise, Verfügbarkeit und Neuerungen – GIGA hat die wichtigsten Informationen zum Raspberry Pi 4 für euch zusammengetragen.

Raspberry Pi 4: Mehr RAM, USB-3.0-Ports und Gigabit Ethernet

NAS, Konsolen-Emulator, Multimedia-Center, stromsparender Mini-PC – wer sich etwas einliest, für den sind die Möglichkeiten mit einem Raspberry Pi beinahe grenzenlos. Das Spektrum an möglichen Einsatzszenarien dürfte sich mit dem neuen Raspberry Pi 4 noch einmal erweitern. Der Kreditkarten große Rechner hat nämlich ein nettes Hardware-Upgrade verpasst bekommen. Im Einplatinen-Computer arbeitet nun als SoC ein Broadcom BCM2711 – ein Vierkern-Prozessor mit einer Taktrate von 1,5 GHz. Im Vergleich zum Vorgänger-Modell soll sich die Leistung des Chips glatt verdreifacht haben.

Auch beim RAM hat es einen Leistungssprung gegeben. Im Gegensatz zum , der noch auf LPDDR2 SDRAM setzt, ist im Raspberry Pi 4 deutlich schnellerer LPDDR4 SDRAM verbaut. Und auch bei der verfügbaren Menge an Arbeitsspeicher hat sich der neue Pi ein Upgrade genehmigt. Das Top-Modell des Raspberry Pi 4 kann nun immerhin auf 4 GB RAM zurückgreifen.

Hier findet ihr die 4-GB-Variante des Raspberry Pi 4 bei Reichelt *

Bei den verfügbaren Ports gibt es ebenfalls Grund zur Freude. Der Raspberry Pi 4 hat zwei USB-3.0-Ports mit an Bord und kann Datentransfers innerhalb eines Netzwerks dank Gigabit-Ethernet-Schnittstelle noch schneller durchführen. Auch Bluetooth 5.0 wird nun unterstützt. Wie im oben eingebundenen Bild bereits zu sehen, hat der neue Pi gleich zwei micro-HDMI-Ports auf der Platine. Diese können dazu genutzt werden, um zwei Monitore mit einer maximalen Auflösung von 4K bei einer Bildfrequenz von 30 Hz zu betreiben. Wird nur einer Ports an einem Monitor genutzt, erhöht sich die maximale Bildrate auf 60 Hz.

Die technischen Daten des Raspberry Pi 4 im Überblick

Prozessor / SoC Broadcom BCM2711, Quad core Cortex-A72 64-bit SoC @ 1.5 GHz.
Arbeitsspeicher 1 GB, 2 GB oder 4 GB LPDDR4 SDRAM
Konnektivität
  • dual-band IEEE 802.11ac wireless
  • Bluetooth 5.0
  • Gigabit Ethernet
  • 2x USB 3.0
  • 2x USB 2.0
  • 1x MicroSD-Slot
  • 2x micro-HDMI
GPIO Standardisierter Raspberry Pi 40 pin GPIO Header
Video
  • bis zu 4K-Auflösung @ 60 Hertz
    (ein Monitor)
  • bis zu 4K-Auflösung @ 30 Hertz
    (zwei Monitore)
Multimedia
  • HEVC/H.265
    (4K @ 60 Hz decode)
  • AVC/H.264
    (1080p @ 60 Hz decode, 1080p @ 30 Hz encode)
  • OpenGL ES 3.0 graphics
Stromversorgung
  • 5 V DC via USB-C connector (mindestens 3 A)
  • 5 V DC via GPIO-Header
    (mindestens 3 A)
  • Power over Ethernet (PoE) aktiviert (benötigt seperates PoE-HAT-Modul)

Raspberry Pi 4: Preise und Verfügbarkeit

Der Raspberry Pi 4 ist ab sofort im verfügbar, weitere Händler werden vermutlich bald folgen. Insgesamt drei unterschiedliche Modelle werden zum Verkauf angeboten:

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Auch das entsprechende Desktop-Set könnt ihr bereits bestellen – Kostenpunkt: 125 Euro. Dieses besteht aus folgenden Komponenten:

  • Raspberry Pi 4 (4-GB-Modell)
  • Gehäuse
  • USB-Maus
  • USB-Tastatur
  • Netzteil
  • zwei HDMI-Kabel
  • 32 GB MicroSD-Karte
  • Ratgeber für Anfänger

Was sagt ihr zum neuen Raspberry Pi 4? Über welche Neuerung freut ihr euch am meisten? Werdet ihr euch die neue Version des Einplatinen-Computer zulegen? Und wenn ja, welches Projekt werdet ihr damit zuerst umsetzen? Schreibt uns eure Ideen in die Kommentare.

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