Ubuntu: Terminal öffnen und Befehle – so geht's

Robert Schanze

In Ubuntu lässt sich vieles schneller und einfacher per Terminal installieren und erledigen. Wir zeigen euch in diesem Linux-Tipp, wie ihr das Terminal in Ubuntu öffnen könnt und zeigen eine Liste der gängigsten Terminal-Befehle.

Video: Klassisches Startmenü und Unity-Einstellungen – Mehr Tipps für Ubuntu

Klassisches Startmenü und Unity-Einstellungen – Tipps für Ubuntu.

Das Terminal in Ubuntu ist vielseitig einsetzbar und wird vermutlich öfter genutzt als die Windows-Eingabeaufforderung. Wir zeigen, wie ihr es öffnen könnt und die dazugehörigen Befehle ausführt.

Ubuntu: Terminal öffnen – so geht’s

Um das Terminal in Ubuntu zu öffnen, geht ihr so vor:

  1. Am schnellsten öffnet ihr das Terminal, indem ihr die folgende Tastenkombination drückt: Strg + Alt + T.
  2. Alternativ könnt ihr auch die Dash mit der Windows-Taste öffnen, nach Terminal suchen und es per Klick aufrufen.
  3. Als dritte Option könnt ihr auch eine Terminal-Verknüpung im Unity-Startmenü anlegen: Dazu öffnet ihr ein Terminal, klickt mit der rechten Maustaste auf den Terminal-Eintrag in der Taskleiste (Unity-Launcher) und wählt den Eintrag aus Im Starter behalten.
  4. Mit der Tastenkombination Strg + D könnt ihr das Terminal-Fenster wieder schließen.

Hinweis: In Ubuntu könnt ihr auch andere Terminals installieren wie Guake, Tilda, Yakuake, Terminology etc.

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Ubuntu: Terminal öffnen mit Root-Rechten (als Administrator)

Das Besondere an dem Linux-Terminal: Ihr könnt aus ihm heraus auch Befehle mit Administratorrechten ausführen. Dazu nutzt ihr den sudo-Befehl, den ihr vor den eigentlichen Befehl stellt. Diesen müsst ihr dann mit eurem Ubuntu-Passwort bestätigen. In Windows müsstet ihr dafür die Eingabeaufforderung erst mit Administrator-Rechten öffnen. In Ubuntu gibt es kein extra Admin-Terminal beziehungsweise Root-Terminal: Windows 10: Eingabeaufforderung öffnen und nutzen – So geht’s.

Wir ihr beispielsweise mit dem Terminal durch Befehle und Kommandos wie apt-get, update und upgrade die eigene Ubuntu-Version anzeigen lasst oder Skype installiert, erfahrt ihr hier:

Ubuntu: Terminal-Befehle – Übersicht

Die gängigsten Grundbefehle beziehungsweise Commands oder Kommandos für das Terminal lauten:

Befehl Info
cat Verknüpfung von Dateien („concatenate“)
cd Wechsel des Arbeitsverzeichnisses („change directory“)
cp Kopie von Dateien oder Verzeichnissen („copy“)
date Anzeige von Datum und Zeit
echo Anzeige eines Textes
exit Ende der Sitzung
info Anzeige einer Hilfe-Datei
ln Link zu einer Datei oder einem Verzeichnis („link“)
ls Auflistung von Dateien („list“)
man Ausgabe der Handbuchseite zu einem Befehl oder einer Anwendung („manual“)
mkdir Erzeugung von Verzeichnissen („make directory“)
mmv Multiple move (Datei-Mehrfachoperationen mit Hilfe von Wildcard-Mustern)
mv Kopieren einer Datei und Löschen der Ursprungsdatei („move“); mv im aktuellen Verzeichnis ausgeführt: Umbenennung einer Datei
pwd Anzeige des aktuellen Verzeichnisses („print working directory“)
rm Löschen von Dateien und Verzeichnisse („remove“)
rmdir Löschen eines leeren Verzeichnisses („remove directory“)
sudo Root-Rechte für den Benutzer („substitute user do“)
touch Änderung der Zugriffs- und Änderungszeitstempel einer Datei oder eines Verzeichnisses (auch: Erstellen von Dateien)
unlink Löschen einer Datei
Umleitungen Umleitung von Ausgaben

Quelle: wiki.ubuntuusers.de

Tipp: Wenn ihr einen Befehl wiederholen wollt, könnt ihr im Terminal mit der Pfeil-nach-oben- und Pfeil-nach-unten-Taste durch bereits eingetippte Befehle wechseln.

Weitere nützliche Befehle lauten folgendermaßen:

Befehl Info
alias Vergabe von Kurznamen an Kommandos
apropos Anzeige von Hilfe-Themen zu einem Stichwort
chroot Ausführung eines Kommandos/einer interaktiven Shell in einem angegebenen Wurzelverzeichnis
clear Löschen des momentanen Bildschirminhalts
dircolors Anpassung der Farben von ls
dmesg Anzeige der Meldungen des Kernels im Pufferspeicher; hilfreich bei Hardware- oder Treiberfehlern („display message“/“driver message“)
logger Einträge in /var/log/syslog erstellen
lscpu Anzeige von Prozessor-Informationen („list cpu“)
lshw Anzeige von Hardware-Informationen („list hardware“)
lspci Anzeige von Informationen zur PCI-Hardware („list pci“)
lsusb Anzeige von Informationen zur USB-Hardware („list usb“)
pinfo Anzeige einer Hilfe-Datei an (ähnlich wie info)
pv Ein Programm zum Betrachten des Fortschritt von Operationen durch Pipes
reboot Rechner neu starten
rtcwake Rechner automatisch Starten bzw. Herunterfahren
sed Nicht-interaktiver Editor
seq Sequenzen von Zahlen im Terminal erzeugen
shutdown Herunterfahren des Systems
sleep Pausieren von Prozessen
tasksel Installationshilfe für die Kommandozeile
tee Eingaben auf mehrere Ausgaben verteilen
time Messung der Laufzeit von (Shell-)Befehlen
tr Lesen, Umwandeln und Neuausgabe von Zeichenkombinationen („translate“/“transliterate“)
uname Ausgabe von Systeminformationen („unix name“)
wall Mitteilung an alle auf dem System eingeloggten Nutzer senden
watch Periodischer Aufruf anderer Kommandos
wc Zählung von Wörten, Zeilen und Zeichen in Textdateien („word count“)
whatis Anzeige der Kurzbeschreibung eines Programms
whereis Sucht das Binary (ausführbare Datei), den Quellcode und die man-Page eines Programms
which Anzeige der Datei, die bei Eingabe eines Befehls ausgeführt wird
who Anzeige von Informationen über angemeldete Benutzer
whoami Anzeige des Benutzer, unter dem gerade gearbeitet wird
xargs Anwendung eines Kommandos auf eine Liste von Dateien/Parametern, die von der Standardeingabe oder einer Datei kommen

Quelle: wiki.ubuntuusers.de

Die Netzwerk-Befehle sehen wie folgt aus:

Befehl Info
dig Namensauflösung (DNS)
ifconfig Anzeigen und Konfiguration von Netzwerkgeräten („interface configuration“)
iwconfig Werkzeug für WLAN-Schnittstellen
ip der Nachfolger von ifconfig
iw der Nachfolger von iwconfig
netstat Auflistung offener Ports und bestehender Netzwerkverbindungen („network statistics“)
ping Prüfen der Erreichbarkeit anderer Rechner über ein Netzwerk
route Anzeige und Änderung der Route (Routingtabelle)
traceroute Routenverfolgung und Verbindungsanalyse

Quelle: wiki.ubuntuusers.de

Die komplette Befehlsübersicht findet ihr hier.

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