Virtuelle Maschine - 3 der bekanntesten Hypervisoren vorgestellt

Thomas Kolkmann

Hypervisoren sind äußerst nützliche Programme, die es euch erlauben, eine Virtuelle Maschine auf eurem laufenden Betriebssystem zu bedienen. Somit könnt ihr auf eurer Windows-Maschine zeitgleich weitere Betriebssysteme von Linux über Android-x86  oder gar OS X nutzen. Ebenso könnt ihr ein zweites Windows laufen lassen und so beispielsweise euren Rechner zu einer Arbeitsmaschine für zwei Personen gleichzeitig machen.

Virtuelle Maschinen laufen dabei auf einer von euch angelegeten „Virtuellen Festplatte“ und sind somit von eurem eigentlichen Betriebssystem getrennt. So könnt ihr euch in der virtuellen Umgebung gut an unausgereifte Software herantrauen oder gar eurer Zerstörungswut frönen und nach Herzenslust versuchen, eure Virtuelle Maschine zu zerschießen.

Video | VirtualBox - So einfach kann man Windows 10 installieren

VirtualBox - So einfach kann man Windows 10 installieren.

Hypervisoren lassen euch aber vorrangig verschiedene Betriebssysteme ausprobieren und Programme nutzen, die es für euer eigentliches Betriebssystem nicht gibt. Die Virtualisierungssoftware ist somit ideal für Leute, die gerade von einem Betriebssystem zu einem anderen gewechselt sind, aber weiterhin die gewohnte Software nutzen wollen. Genauso kann man sich mit einer Virtuellen Maschine an ein noch unbekanntes System herantasten und erst einmal alle Funktionen des neuen Betriebssystems austesten, bevor man es wirklich auf dem eigenen Rechner installiert.

Der Markt von Virtualisierungssoftware ist groß, wir wollen euch heute drei der bekanntesten Hypervisoren vorstellen.

Der Klassiker - Oracle VM VirtualBox

Wer sich schon einmal über Virtuelle Maschinen informiert hat, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von VirtualBox gehört haben. Die freie Virtualisierungssoftware von Oracle ist schon über 10 Jahre auf dem Markt und lässt sich auf Windows, Linux, OS X, FreeBSD, OS/2 und Solaris installieren.

Auf VirtualBox lassen sich eine Vielzahl an x86-Betriebssystemen installieren. Unter Apple-Hardware ist es sogar möglich OS X als Gastsystem auszuführen. Eine vollständige Liste aller unterstützten Betriebssysteme findet ihr im VirtualBox-Wiki.

Das Grafiktalent - VMware Workstation Player

VMware-Player
Der VMware Workstation Player unterstützt DirectX 10 und OpenGL 3.3, wodurch simple 3D-Anwendungen auch ohne GPU-Passthrough flüssiger in der Virtuellen Maschine laufen.

Der VMware Workstation Player kann auf den 64-Bit-Versionen von Windows und Linux installiert werden. Als Gastsysteme lassen sich nahezu alle Windows-Versionen ab Windows 3.1 und eine lange Liste an Linuxdistributionen sowie OS X und weitere Exoten installieren. Die vollständige Liste findet ihr auf der offiziellen VMware-Seite.

Microsofts Eigenprodukt - Hyper-V

Hyper-V mag sich für Windows-Nutzer anbieten. Microsofts eigener Hypervisor hat jedoch auch einige Beschränkungen gegenüber den Alternativen von Oracle und VMware. So ist Hyper-V im Heimbereich nur auf den Pro- und Enterprise-Versionen von Windows 8 sowie der Pro-Version von Windows 10 nutzbar.

Weiterhin unterstützt Hyper-V neben Windows XP, Vista, 7 und 8 offiziell nur eine im Vergleich kleine Anzahl an Linuxdistributionen. Eine vollständige Liste der unterstützten System findet ihr auf Microsofts TechNet-Seite.

Bildquellen: Oracle, VMware

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