Ein Begriff, der aus der Umgangssprache im Deutschen nicht mehr wegzudenken ist, ist „OK“. Nahezu jeder verwendet das kurze Wort, meist, um jemandem zuzustimmen oder zu signalisieren, dass etwas in Ordnung ist – nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt. Doch woher stammt eigentlich der Begriff und woher hat das „Okay“ seine Bedeutung?

 
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Um die Herkunft des Worts ranken sich viele Sagen und Geschichte. Eindeutig geklärt ist der Ursprung von „okay“ nicht. Der Duden führt das Wort seit 1954. Dort wird „okay“ als „abgemacht“ oder „einverstanden“ definiert. Weitere Bedeutungen sind „einwandfrei“, „gut“ und „in Ordnung“. Umgangssprachlich könnte man auch, „alles in Butter“ anstelle von „okay“ sagen.

„OK“, „okay“ oder „okey“: Woher kommt das?

Der Begriff gehört zu den wenigen Wörtern, die auf der ganzen Welt verstanden und verwendet werden. Um den Ursprung der Abkürzung „O.K.“ beziehungsweise des Begriffs „okay“ gibt es seit Jahren Diskussionen. In der Sprachwissenschaft hat sich die Hypothese von Allen Walker Read etabliert.

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  • Walker Read führt den Ursprung zurück in die 30er des 19. Jahrhunderts.
  • Die erste Erwähnung soll 1839 in einem Artikel der Boston Morning Post auftauchen.
  • In dieser Zeit wurden in der Alltagssprache Abkürzungen zu falsch geschriebenen Ausdrücken aufgenommen. Als Beispiele werden hier „KY“ für „know yuse“/“no use“, „NS“ für „nuff said“/“enough said“ und eben jenes „OK“ für „oll korrect“/“all correct“ genannt.
  • „OK“ wurde in der Zeitung immer wieder für „all correct“ verwendet.
  • Einzig „OK“ scheint langfristig seinen Platz in der Sprache gefunden zu haben.
  • In diese Zeit fiel zudem die Amtszeit des 8. US-Präsidenten Martin van Buren.
  • Dessen Spitzname war „Old Kinderhook“ (kurz „OK“). Dies war gleichzeitig sein Geburtsort.
  • 1840, während seiner Kandidatur für die zweite Amtszeit gründeten seine Anhänger den „OK Club“, einer seiner Wahlslogans war „Old Kinderhook is OK“. Das „OK“ fand hierdurch weiter Einzug in die Alltagssprache.
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Das Handzeichen mit der Bedeutung „OK“. (Bildquelle: Shutterstock / dolgachov)

Auch ein Handzeichen hat sich für „OK“ etabliert: Der Daumen und der Zeigefinger bilden einen Kreis. In vielen Ländern wird dies als gängiges Fingersymbol für „OK“ verstanden, einige Kulturen sehen hierin allerdings eine Beleidigung, ähnlich dem Stinkefinger. Das „OK“-Zeichen hat es auch in die Liste der Emojis bzw. Smileys auf dem Smartphone geschafft. Daneben kann auch der nach oben gerichtete Daumen als Symbol für „Okay“ verstanden werden.

„OK“: Was bedeutet das und wo kommt es her?

Über die Telegrafie und die dort verbreitete Verwendung von Abkürzungen fand das Kürzel „OK“ seinen Weg nach Deutschland und den Rest der Welt. Andere Theorien, wonach „okay“ etwa auf eine indianische Sprache oder Abkürzungen der US-Army zurückgehen soll, werden von einem der Großteil der Sprachwissenschaftler als wenig plausibel erklärt.

Wer tiefer in die Erklärung der Bedeutung und des Ursprungs von „okay“ eintauchen will, findet in dem Buch „Ok: The Improbable Sotry Of America’s Greatest Word“ von Allan Metcalf einersehr umfangreiche und detaillierte Ausführung auf über 200 Seiten.

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Okay oder okey?

Die Form „okey“ wird zwar manchmal auch verwendet, wird im Duden jedoch nicht erwähnt. „Okey“ ist also keine gängige Form. Es handelt sich lediglich um eine Abwandlung der kindlichen Variante „oki doki“. Der Duden sieht die ausgeschriebene Variante „Okay“ vor. Benutzt man die abgekürzte Form, sollte man im Deutschen nach den einzelnen Buchstaben Punkte setzen. Manchmal liest man auch Formen wie „kay“ oder „k„. Dabei handelt es sich um umgangssprachliche Abkürzungen des Begriffs.

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