Temporäre Dateien löschen und Windows aufräumen

Marco Kratzenberg

Man sollte regelmäßig in Windows die temporären Dateien löschen! Das Betriebssystem hält viele Daten auf der Festplatte zwischengespeichert, um den Hauptspeicher für schnelleres Arbeiten frei zu halten. Leider bleiben diese Daten auch nach dem Schließen der Programme liegen und müllen langsam die Verzeichnisse voll.

Eine großes Problem, wenn ihr die temporären Dateien löschen wollt, ist die Eigenmächtigkeit vieler Windowsprogramme. Sie verteilen ihren Müll über alle Laufwerke und sehr viele Ordner, ohne dass man das vernünftig kontrollieren könnte. Zwar gibt es generell ein Verzeichnis für temporäre Daten, aber nicht einmal Windows hält sich selbst daran. So werden alle möglichen Daten im sogenannten „Temp-Ordner“ abgelegt, aber seine zwischengespeicherten Daten legt zum Beispiel der Internet Explorer ganz woanders ab.

Das kostenlose Tool CCleaner löscht nicht nur die üblichen temporären Dateien, sondern kann den freien Platz auch überschreiben, sodass man sie nicht mehr wiederherstellen kann. Unser Video stellt die Features vor:

Winload CCleaner Video.

Windows Temp-Ordner finden und temporäre Dateien löschen

Um überhaupt die temporären Dateien löschen zu können, muss man wissen, wo Windows sie standardmäßig ablegt. Jeder Benutzer des Computers bekommt seinen eigenen Ordner und wo der liegt, könnt ihr in den Umgebungsvariablen sehen. Ihr könnt ihn aber auch einfach direkt ansteuern. Und zwar so:

  1. Zuerst drückt ihr die Kombination aus Windowstaste + R.
  2. Nun öffnet sich ein kleines Fenster mit einer Eingabezeile. Dort tippt ihr %temp% ein und klickt auf OK.
  3. Jetzt öffnet sich ein Explorer-Fenster mit dem gesamten Inhalt des temporären Windows-Ordners und zeigt euch auch an, wo er liegt.
  4. Markiert hier alle Dateien und Verzeichnisse mit der Tastenkombination Strg + A.
  5. Löscht sie mit der Entf-Taste.

 

Solange Daten von irgendeinem Windows-Task noch geöffnet sind, sperrt das Betriebssystem sie und wir können sie gar nicht löschen. Wie gesagt: Dafür gibt es keine Garantie, aber meist klappt das. Im Grunde stellt so etwas sogar ein Problem dar, weil sich dadurch manche Dateien gar nicht löschen lassen.

Hinweis:
Beendet vor dem Löschen temporärer Dateien in Windows möglichst alle Programme, auch solche, die im Hintergrund laufen und nur in der Taskleiste zu sehen sind. Was dann noch übrigt ist, kann weg!

Wenn sich die temporären Dateien nicht alle wie oben beschrieben löschen lassen, müsst ihr zu härteren Mitteln greifen. Problematisch sind temporäre Dateien, auf die der Zugriff von Windows aus irgendwelchen Gründen gesperrt wurde. Dann muss man zu effektiveren Mitteln greifen. Ein solches Mittel ist das Freeware-Tool FileASSASSIN.

Es gibt euch die Möglichkeit, fast jede gesperrte Datei zu löschen. Sogar noch laufende Programme oder Dateien, die gerade bearbeitet werden, kann das Programm entsperren und anschließend beseitigen. Im problematischsten Fall werden sie beim nächsten Booten gelöscht. So lassen sich also selbst jene temporären Dateien löschen, an die man normalerweise gar nicht rankommt. FileASSASSIN integriert sich ins Kontextmenü von Windows und ist jederzeit schnell erreichbar.

So löscht ihr „unlöschbare Dateien“:

  1. Installiert FileASSASSIN.
  2. Markiert die zu löschenden Dateien und Ordner.
  3. Klickt mit der rechten Maus darauf und öffnet das Kontextmenü.
  4. Wählt aus dem Menü „Delete file using FileASSASSIN“.

Nun gibt es noch eine kurze Warnung, dass Daten gelöscht werden sollen, dann entsperrt das Tool die Dateien und entfernt sie schließlich.

Hier zeigen wir euch, wie ihr schnell euren Browser-Verlauf löschen könnt:

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8 Bilder
Browser: Surf-Verlauf und besuchte Seiten löschen – Bild für Bild.

Temporäre Dateien überall löschen und Abfall beseitigen

Anstatt nun von Hand alle temporären Dateien zu suchen und sie nacheinander zu löschen, kann man sich viel besser eines speziellen Aufräumtools bedienen. CCleaner nennt sich der wohl bekannteste Vertreter dieser Art. Natürlich beherrscht er die Löschung der Daten in den üblichen temporären Ordnern. Aber das sind ja nicht alle, die im Laufe der Zeit anfallen. Wie schon erwähnt, legen viele Programme temporäre Dateien auf der Festplatte ab.

Das Programm ist nicht nur nahezu idiotensicher, sondern auch sehr vorsichtig. Der Anwender kann sich auswählen, welche Art von temporären Dateien er löschen will und das Programm erst einmal eine Analyse fahren lassen. Daraufhin bekommt er zu sehen, was zu Löschung ansteht. Sind dabei Programme, wie etwa Browser, geöffnet, die ein Löschen verhindern würden, dann weist euch CCleaner darauf hin. Was hier besonders interessant ist: Das Tool kann Daten auch „sicher löschen“. Damit ist gemeint, dass der Platz der gelöschten Dateien nachher noch einmal mit zufälligen Daten überschrieben wird, um eine Wiederherstellung unmöglich zu machen. Also räumt CCleaner nicht nur auf, sondern beseitigt auch verräterische Spuren.

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