Arena-Modus: Routine für Hardcore-Gamer

Der Multiplayer von Halo 5 umfasst im Wesentlichen zwei Modi: „Arena“ und „Warzone“. Arena ist der konservativere der beiden Modi: Er umfasst wiederum eine ganze Reihe verschiedener, klassischer Spielarten wie (Team-)Deathmatch und Capture the Flag sowie den Breakout-Modus, bei dem jeder Spieler nur ein Leben hat. All diese Spielarten finden auf relativ kompakten Maps ohne Fahrzeuge statt.

 

Halo 5

Facts 
Halo 5
Für diese Aktionen wirst du im Arena-Modus gebannt

Dieser Modus bietet genau das, was man erwartet: Solide, aber nicht sonderlich bemerkenswerte Multiplayer-Action, die sich besonders an diejenigen richtet, die sehr skill-basierte und perfekt balancierte Partien suchen. Hardcore-Spieler kommen hier auf ihre Kosten und auch für den eSport dürfte dies der interessantere Modus sein. Ein bisschen weniger Routine, wenigstens beim Design der Maps, hätte es für mich aber schon sein dürfen.

Warzone-Modus: Spaßiges Chaos

Weitaus mehr Spaß hatte ich mit dem Warzone- bzw. Kriegsgebiet-Modus. Hier müssen die Teams auf riesigen Maps unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Das kann ein Angriff auf die gegnerische Basis sein, aber auch der Kampf gegen auf der Karte erscheinende NPCs. Dabei kann jeder Spieler Energie für sogenannte REQs (Requisitions) ausgeben, die er aus (mit echtem Geld oder in Multiplayer-Partien gewonnenen Punkten) bezahlten Booster-Packs gewonnen hat. Man hat zweifelsohne einen Vorteil, wenn man Geld in das Spiel investiert, aber Halo 5 ist großzügig genug mit REQ-Punkten, dass man auch ohne echte Investition zumindest den vollen Unterhaltungswert des Systems bekommt. Diese REQs geben euch dann Fahrzeuge, auf der Map ansonsten nicht verfügbare Alien-Waffen oder Upgrades wie einen zweiten Schild oder höheren Schaden.

Warzone ist entsprechend chaotisch und nicht wirklich ausbalanciert - über Sieg und Niederlage entscheidet hier nicht nur aufgrund der REQs oft der Zufall: Der Kampf gegen starke NPCs (wie einen Boss der Single-Player-Kampagne) gibt zum Beispiel eine Menge Punkte, allerdings zählt hier nur der letzte Schuss, sodass ein Team schamlos von der Arbeit des anderen Teams profitieren kann.

Warzone ist daher nichts für Skill-Puristen und man sollte den Modus nicht zu ernst nehmen – dann allerdings macht er gewaltigen Spaß. An allen Ecken und Enden der Map gibt es irgendwas zu tun, sodass man sich sogar, wenn man wie ich eher selten ein Duell gegen einen gegnerischen Spieler gewinnt, doch immer irgendwie nützlich fühlt. Denn auch zum Beispiel das Töten kleiner NPCs bringt ein paar Punkte aufs Teamkonto. Und wenn man dennoch nicht mithalten kann, spart man eben ein wenig REQ-Energie und fährt nach dem nächsten Spawn mit einem Panzer aufs Feld.

Für beide Modi hat 343 bereits weitere kostenfreie Maps angekündigt, zusätzlich zu den bisher 6 Warzone- und 15 Arena-Maps. Außerdem gibt es einen Online-Koop (leider, wie schon im Vorfeld bekannt wurde, keinen lokalen). Den konnte ich, da es dafür kein Matchmaking gibt, leider nicht testen.

Die Kampagne wurde offensichtlich mit diesem Koop-Modus im Hinterkopf entwickelt: Beide Spielfiguren werden immer von ihrem Team begleitet, Mitspieler können jederzeit einsteigen und nahtlos eines der Teammitglieder übernehmen (und ebenso einfach wieder aussteigen). Halo 5 bedient also die gesamte Bandbreite der Multiplayer-Fans - vom Hardcore-Gamer bis zum Spaß-fixierten Gelegenheitsspieler - und ist so für wirklich jeden Shooter-Fan, der gern mit anderen Spielern zockt, empfehlenswert.

Wie gut kennst du Halo? (Quiz)

Du nennst dich selbst Master Chief? Dann beweis uns mal, wie sehr du dich wirklich im Halo-Universum auskennst!

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