Diablo 2: Resurrected lässt das klassische Action-Rollenspiel zwar in neuem Glanz erstrahlen, trotzdem merkt man dem Spiel an, dass es mittlerweile über 20 Jahre auf dem Buckel hat. Falls ihr also noch nie Diablo 2 gespielt oder eine lange Pause eingelegt habt, seid ihr mit diesen Tipps bestens vorbereitet.

 
Diablo 2: Resurrected
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Diablo 2: Resurrected

(Fast) Keine Respecs

Überlegt euch zum Spielbeginn gut, welche Art von Charakter ihr spielen wollt. Anders als in Diablo 3 könnt ihr im Spielverlauf eure Fähigkeiten und Skillpunkte nicht einfach neu belegen. Stattdessen erhaltet ihr einen Respec pro Schwierigkeitsgrad. Sprecht dafür im Lager der Jägerinnen mit Akara, sobald ihr die erste Quest Die Höhle des Bösen erledigt habt.

Um euch bei der Auswahl zu helfen, haben wir Anfänger-Builds für alle sieben Klassen für euch vorbereitet:

Falls ihr hingegen euren ganz eigenen Charakter kreieren wollt, empfehlen wir, euch auf einen oder zwei Skills zu konzentrieren und diese zu verbessern, statt so viele Skills wie möglich freizuschalten.

Vitalität ist euer wichtigster Wert

Bei den Attributen gibt es vor allem eine Regel: Steckt so viele Punkte wie möglich in Vitalität. Stärke und Geschicklichkeit haben fast gar keinen Einfluss auf euren Schaden, investiert hier also nur so viele Punkte wie nötig, um eure Ausrüstung tragen zu können.

Diablo 2 Resurrected Attribute Vitalität
Erhöht in Diablo 2: Resurrected bei jeder Gelegenheit eure Vitalität.

Ein hoher Wert in Vitalität verbessert nicht nur eure Lebenspunkte, sondern auch eure Ausdauer. Gerade in den ersten Spielstunden ist diese knapp bemessen, sodass eure Charaktere ständig durchatmen müssen und sich nur langsam bewegen können.

Füllt euer Inventar mit Tränken

Damit euch nicht dauernd die Puste ausgeht, solltet ihr euer Inventar stets mit Tränken füllen. Allerdings wirken diese nicht sofort, sondern füllen euer Leben und euren Manavorrat über einige Sekunden hinweg auf.

Nutzt eure Tränke also nicht erst im letzten Moment, sondern am besten dann, wenn euer Leben ungefähr halbvoll ist. Ausdauertränke wirken hingegen sofort und erlauben es auch, 30 Sekunden lang uneingeschränkt zu rennen. Bis euer Vitalitätswert hoch genug ist, lohnt sich die Investition in ein paar der Tränke also allemal.

Gestorben, was nun?

In Diablo 2 seid ihr die meisten Zeit mit dem Töten von Monstern beschäftigt. Wenn ihr dann aber selbst mal einen Schlag zu viel abbekommt, wird es ungemütlich. Sobald ihr sterbt, spawnt ihr wieder im Lager, euer Gold und eure gesamte Ausrüstung liegt aber noch immer bei eurer Leiche.

Jetzt habt ihr zwei Möglichkeiten: Entweder lauft ihr nackt zu euer Leiche zurück, um eure Items und euer Gold wieder einzusammeln. Das Risiko, dass ihr auf dem Weg dorthin abermals sterbt, ist dabei natürlich entsprechend groß. Oder aber ihr startet das Spiel neu. Dann liegt eure Leiche mitsamt Ausrüstung wieder im Lager, das verlorene Gold seht ihr aber nie wieder.

So funktionieren die Schwierigkeitsgrade

Damit ihr nicht all zu oft sterbt, ist der Einstieg in Diablo 2: Resurrected glücklicherweise sehr gemächlich. Es gibt zwar drei Schwierigkeitsgrade - Normal, Alptraum und Hölle - allerdings müsst ihr zuerst die gesamte Kampagne durchspielen, um den jeweils höheren Schwierigkeitsgrad freizuschalten.

Diablo 2 Resurrected Schwierigkeitsgrad
Den höchsten Schwierigkeitsgrad „Hölle" schaltet ihr in Diablo 2: Resurrected erst frei, wenn ihr Baal auf „Alptraum" besiegt habt.

Bis ihr im echten Endgame von Diablo 2 seid, habt ihr das Spiel also bereits dreimal durchgespielt. Springt dabei aber nicht direkt in den nächsten Schwierigkeitsgrad, sobald ihr den letzten Endgegner besiegt habt. Wiederholt stattdessen den Kampf gegen Baal so oft ihr könnt, um wertvolle Items und Levelaufstiege zu farmen.

Ab Level 40 solltet ihr ausreichend für den Schwierigkeitsgrad Alptraum gewappnet sein, in den höchsten Schwierigkeitsgrad Hölle solltet ihr euch frühestens mit Level 60 wagen.

Achtet auf eure Widerstände

Je weiter ihr im Spiel vorankommt, desto mehr Widerstände werdet ihr benötigen. Einige Elementarangriffe können euch sonst mit nur einem Treffer töten. Besonders wichtig sind dabei Feuer- und Blitzwiderstand, da ihr euch gegen Gift und Frost im Notfall auch mit Tränken schützen könnt.

Dazu kommt, dass im Schwierigkeitsgrad Alptraum all eure Widerstände um 40 Punkte gesenkt werden. Auf der höchsten Stufe Hölle sind es sogar ganze 100 Punkte. Achtet bei der Suche nach Items also nicht nur auf hohe Schadenswerte, sondern priorisiert die Widerstände mindestens genauso stark.

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Immunitäten der Gegner

Eine weitere Besonderheit der höheren Schwierigkeitsgrade sind die Immunitäten der Gegner. Trifft eure Feuerzauberin etwa auf eine Gruppe Gegner, die gegen jeglichen Feuerschaden immun ist, bleibt euch für gewöhnlich nur die Flucht.

Gerade in den höheren Schwierigkeitsgraden lohnt es sich daher, in der Gruppe zu spielen, um auf die unterschiedlichen Immunitäten vorbereitet zu sein. Alternativ könnt ihr auch einen Söldner anheuern, dieser ist jedoch auf hochwertige Ausrüstung angewiesen, um im Kampf wirklich helfen zu können.

Nutzt Runenwörter

Die Suche nach dem perfekten Item kann in Diablo 2 durchaus hunderte Stunden dauern. Die beste Option, um so schnell wie möglich brauchbare Ausrüstung zu erhalten, sind deshalb Runenwörter.

Diese entstehen, wenn ihr bestimmte Runen in der richtigen Reihenfolge in graue oder weiße Gegenstände einsetzt. Ganz wichtig: Aus magischen, also blauen Gegenständen, lassen sich keine Runenwörter herstellen!

Diablo 2 Resurrected Runenwort Verstohlenheit
Das Runenwort Verstohlenheit ist zum Beginn von Diablo 2: Resurrected die beste Wahl für jeden Charakter.

Jeder eurer Charaktere sollte zum Spielbeginn ein bisschen Zeit damit verbringen, die Gräfin zu farmen, da diese besonders viele Runen fallen lässt. Reist dafür in den Schwarzmarsch, betretet den Vergessenen Turm und besiegt die Gräfin in der untersten Ebene so lange, bis ihr die Runen Tal und Eth gefunden habt.

Daraus lässt sich das mächtige Runenwort Verstohlenheit herstellen, die mit Abstand beste Option für jeden Charakter. Selbst in den Schwierigkeitsgraden Alptraum und Hölle kann euch dieses Runenwort noch gute Dienste leisten.

Spielt mehrere Charaktere

Anders als in Diablo 3 findet ihr in Diablo 2 keinen personalisierten Loot. Das bedeutet, dass selbst Paladinen und Barbaren allerhand Zauberstäbe und Bögen vor die Füße fallen werden, bis endlich etwas Brauchbares dabei ist.

Deshalb lohnt es sich, mehrere Charaktere zu erstellen und zwischen ihnen zu wechseln. Findet etwa eure Assassine einen besonders starken, einzigartigen Schild, könnt ihr diesen einfach in eurer Truhe lagern und das Item später an euren Paladin anlegen.