Anker Soundcore Flare Plus im Test: Bluetooth-Lautsprecher für Disko- und Hörbucheinsätze

Stefan Bubeck

360-Rundum-Sound und blinkenden Leuchteffekte: Auf den ersten Blick könnte man meinen, es handle sich beim nur um ein knalliges Disko-Gadget für Jugendliche. Der mobile Lautsprecher hat aber noch ganz andere Qualitäten, wie wir im Test herausgefunden haben.

Der erste Eindruck beim Auspacken des Soundcore Flare Plus ist überzeugend: Die Verarbeitung ist robust, die gummierte Bedienoberfläche (oben) fühlt sich samtartig an und bietet einen guten Druckpunkt. Mit dem Stoffüberzug wirkt der Soundcore Flare Plus nicht ganz so edel wie der von der Bauform her ähnliche Bose Soundlink Revolve aus Metall, der Lautsprecher muss sich aber auf keinen Fall vor der Konkurrenz verstecken. Da muss man schon zugeben, dass das Mutterunternehmen Anker weitreichende Erfahrung in der Fertigungsqualität hat und das beim Soundcore Flare Plus auch zu sehen ist.

Der zweite Eindruck beim Anhören war dann für einen Moment ernüchternd, da der Flare Plus kraftlos und blechern klang. Das änderte sich deutlich nach der Aktivierung der Basstaste und einer besseren Positionierung des Lautsprechers. Diese Eigenschaft teilt er sich mit dem Gegenspieler von Bose sowie den meisten anderen 360-Grad-Lautsprechern: Der Klang strahlt zwar in alle Richtungen ab, aber tendenziell ist diese Bauweise auch etwas aufstellungskritischer. Ob der Lautsprecher auf dem Tisch, im Regal oder auf dem Boden in der Ecke steht, das macht klanglich sehr viel aus.

Die LED-Beleuchtung (Ring unten) empfanden wir im Blink-Modus als hyperaktiv und unnütz. Statt schön im Takt flackerten alle Farben wild durcheinander – keine Ahnung, wer das wirklich braucht. Aber: Wenn man auf den normalen Beleuchtungsmodus umstellt, verwandelt sich der Soundcore Flare Plus im Dunkeln in eine stimmungsvolle Abendbeleuchtung mit Lautsprecherfunktion. Wir haben zwei kleine Kinder so ein Hörspiel lauschen lassen, der Erfolg war sofort festzustellen: Das ist ein hervorragender Hörbuch-Vorleser, der eine lauschige Atmosphäre erzeugt.

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Insiderwissen: Diese Marken gehören in Wirklichkeit zusammen.

Soundcore Flare Plus: Unser Testurteil

Alles in allem ein solider Bluetooth-Lautsprecher ohne echte Schwächen. Mit der Marke Soundcore zeigt Anker, dass man locker mit großen Namen wie JBL, Bose und Sony mithalten kann – allerdings spielt der Flare Plus auch preislich in der entsprechenden Liga mit, er ist definitiv kein China-Billig-Gadget zum Schleuderpreis. Gut für Anker, denn den Namen Soundcore darf man sich als anspruchsvoller Käufer auf jeden Fall merken.

Bewertung: Soundcore Flare+

  • Klang: 75 Prozent
  • Ausstattung: 85 Prozent
  • Praxis: 80 Prozent

Gesamt: 79 Prozent (der Klang bildet 50 Prozent der Gesamtnote)

Das hat uns gefallen

  • Gefälliger 360-Grad-Klang mit ausreichend Bass, etwas flachen Mitten und sanften Höhen. Klingt nie unangenehm und beschallt problemlos kleinere Räume.
  • Robuste Verarbeitung, wasserdicht (IPX7). Ausdauernder Akku (ca. 20 Stunden, je nach Lautstärke).
  • LED-Beleuchtung mit zahlreichen Modi. Der Soundcore Flare Plus macht sich (mit permanenter Beleuchtung) gut als Abendbeleuchtung für Hörspiele.

Das fanden wir nicht so gut

  • „Party“-Modus der Beleuchtung blinkt nicht im Takt und wirkt nervös.
  • Ohne aktiviertem Bass-Boost kann der Sound nicht überzeugen und klingt zwar klar, aber zu dünn.
  • Wie viele 360-Grad-Sound-Lautsprecher etwas kritisch in der Aufstellung. Man sollte hier verschiedene Positionen ausprobieren, zum Beispiel auch mal auf den Boden stellen.

Gut zu wissen

  • In der passenden App „Soundcore“ für iOS und Android lässt sich die LED-Beleuchtung und der Klang (Equalizer) einstellen.

Soundcore
Preis: Kostenlos
Soundcore
Entwickler:
Preis: Kostenlos

  • Geladen wird per Micro-USB.
  • Noch ein Hinweis zur Namensgebung: Hinter der Marke „Soundcore“ steckt der chinesische Hersteller Anker, der seit Jahren für Zubehör (z.B. Powerbanks) mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt ist. Tatsächlich gab es schon eine Lautsprecher-Produktreihe mit gleichem Namen (), im April 2018 wurde dann aber aus „Soundcore“ ein richtiges Label.
  • Unterschiede zwischen den Modellen: Der ist etwas größer und besser ausgestattet als der . So ist der Akku ausdauernd und der Lautsprecher kann zudem als Powerbank verwendet werden, etwa um ein Smartphone aufzuladen. Zudem besitzt das Plus-Modell den kräftigeren Sound und eine Halteschlaufe am Gehäuse.

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