Flash-Player in iPhone & iPad – so geht’s doch

Marco Kratzenberg

Apple hat den Flash-Player für ihre iPhones und iPads kategorisch gesperrt. Das ändert das aber nichts daran, dass Flash im Internet immer noch häufig eingesetzt wird. Zum Beispiel, um Filme anzuzeigen. Aber leider sitzt Apple da nun einmal am längeren Hebel. Wir stellen euch Möglichkeiten vor, Flash-Inhalte unter iOS anzuzeigen.

Alle Apps, alle Versuche, Flash auf das iPad zu bringen, sind in Wirklichkeit Umwege. Die sind dementsprechend nicht perfekt. Einige Browser-Apps liefern uns Flash-Inhalte, indem sie die Flashseiten zu ihren eigenen Servern umleiten, dort umcodieren und uns schließlich im Browser die Inhalte zeigen – das stellt ein Datenschutz-Risiko dar. Davon abgesehen verlangsamt diese Methode das Web-Surfen.

Hier ein paar wichtige Infos zum Flash-Player:

Alles, was man über den Adobe Flash Player wissen sollte.

Flash-Player-Browser für iPad und iPhone

Der Apple-Browser Safari blockiert Flash-Inhalte, woraufhin entsprechende Webseiten nur anzeigen, dass man seinen Flash-Player updaten soll. Spezielle Browser haben einen Flash-Player fürs iPhone oder iPad eingebaut – mit einem Trick und nur gegen Bezahlung. Da alle Flash-Inhalte über die Server der Hersteller geleitet und umcodiert werden müssen, nehmen die Firmen Geld für ihre Browser.

Photon Flash Player – iPhone & iPad

Der „Photon Flash Player“ ist ein Browser, der neben der Möglichkeit der Flash-Anzeige auch noch einen „privaten Modus“ enthält, bei dem Browserdaten automatisch nach dem Beenden gelöscht werden.

Zur Anzeige von Flash-Inhalten muss erst ein „Blitz-Icon“ angetippt werden. Dann erst werden die Webseiten über die Hersteller-eigenen Server umgeleitet, damit ihr den Flash-Player auf dem iPhone oder iPad wirklich nutzen könnt. Das macht alles etwas langsamer, aber dafür könnt ihr Flash-Seiten richtig sehen.

Der Browser kostet 4,49 Euro für die iPhone-Version und 5,49 Euro für die iPad-Ausgabe. Photon kann durchaus auch als normaler Browser eingesetzt werden. Er unterstützt nicht nur Flash auf dem iPad und iPhone, sondern bietet euch auch Browser-Tabs, Bild-in-Bild, die Möglichkeiten der Anpassung sowie Fullscreen-Ansicht und eben privates Surfen. Gut ist hier, dass die Umleitung der Inhalte nur erfolgt, wenn man das ausdrücklich über das Antippen des Blitz-Icons aktiviert.

Puffin Web Browser – Schnell und mit Flash

Einen etwas anderen Weg, um euch Flash auf dem iPhone oder iPad zu bieten, geht der Puffin Web Browser. Es gibt ihn in einer kostenlosen Version als „Puffin Web Browser Free“ und als kostenpflichtige Pro-Version, die dann 5,49 Euro kostet.

Flash-Inhalte anzeigen können beide und sie nutzen dabei auch dieselbe Technik wie der Photon Browser: Webseiten werden auf die Firmen-Server umgeleitet, dort in iOS-taugliches Format „übersetzt“ und euch angezeigt. Allerdings hat das Ganze einen Nachteil. Was euch als „Datenersparnis“ und Beschleunigung eures Websurfens verkauft wird, bedeutet in Wirklichkeit, dass immer alles über die Firmen-Server läuft – das kann man nicht deaktivieren.

Die Hauptunterschiede zwischen der Free- und Pro-Version liegen zum einen darin, dass die Free-Version Werbung einblendet, während man im Puffin Web Browser Pro sogar einen AdBlocker hat. Außerdem bietet die kostenpflichtige Variante mehr Einstellungsoptionen.

Puffin Web Browser
Entwickler:
Preis: Kostenlos
Puffin Browser Pro
Entwickler:
Preis: 5,49 €

Fazit

Ja, es gibt Browser, die eine Art Flash-Player fürs iPhone oder iPad enthalten. Sie umgehen die iOS-Sperre, indem sie Webseiten über firmeneigene Server umleiten und dort die Flash-Inhalte umcodieren. Und genau da liegt auch das Problem: Von Datenschutz kann hier nicht die Rede sein. Vor allem beim Puffin-Browser, der ausnahmslos alles über seine Server umleitet. Diese Firma weiß genau, was ihr euch angeguckt habt, was ihr getan habt und im Zweifelsfall sogar, wie eure Login-Passwörter lauten.

Wenn überhaupt, solltet ihr also eine abstellbare Möglichkeit wie den Photon Browser wählen. Gebt keinesfalls irgendwelche Passwörter ein, während ihr diese Browser verwendet. Und vielleicht ist es wirklich am besten, wenn ihr Apple folgt und euch vom Flash-Player fürs iPhone verabschiedet.

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