MontanaBlack: Nach Hausdurchsuchung – Staatsanwaltschaft pfändet Konto des Streamers

Kamila Zych 10

Nach der Hausdurchsuchung bei MontanaBlack vor gut einer Woche, hat die Staatsanwaltschaft mehrere Zehntausend Euro des Streamers gepfändet.

Das geht aus einem aktuellen Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung hervor. Auf deren Anfrage bestätigte ein Sprecher, dass eine Kontopfändung in Höhe von knapp 90.000 Euro vorgenommen wurde. Es soll sich um zu unrecht erworbenes Geld aus MontanaBlacks öffentlichen Glückspiel-Aktivitäten handeln.

Erst im November 2018 sorgte der deutsche Streamer für negative Schlagzeilen. Es wurde im vorgeworfen, während seiner Streams Werbung für Online-Casinos zu machen. Das gilt in Deutschland, neben Schleichwerbung, als illegal. Einsicht zeigte MontanaBlack damals nicht. Dafür hat er nun offenbar eine entsprechende Strafe erhalten.

Hausdurchsuchung bei MontanaBlack – Was ist passiert?

Alles fing an mit einem Tweet, den MontanaBlack am 16. Januar 2019 auf seinem Account gepostet hat: „Eine Hausdurchsuchung am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen Kappa“, schrieb der Streamer. Ein paar Stunden später folgte dann ein Foto vom Beschluss des Amtsgerichts Stade:

© Twitter / MontanaBlack – Foto vom Beschluss des Amtsgerichts Stade auf dem Twitteraccount von MontanaBlack.

Zu dem Zeitpunkt waren die genauen Umstände laut der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) noch nicht bekannt. Es wurde davon ausgegangen, dass es sich möglicherweise um einen Verstoß gegen das Waffengesetz handeln würde. Aber nicht nur das: „Es laufen mehrere Verfahren, eine Veröffentlichung der genauen Vorwürfe würde das Ermittlungsergebnis gefährden“, so ein Polizeisprecher gegenüber NOZ. MontanaBlack – oder Marcel Eris, wie er mit bürgerlichem Namen heißt – habe sich aber kooperativ gezeigt.

Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft laut NOZ bestätigt, dass gegen Eris wegen des Verdachts des unerlaubten Glückspiels, der Geldwäsche sowie eines möglichen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt wird. In dem Zusammenhang wird von einem „dringenden Tatverdacht“ gesprochen.

MontanaBlack ist nicht der einzige Streamer, der regelmäßig für Skandale sorgt.

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Was sagt MontanaBlack zu dem Vorfall?

Nähere Infos zum Geschehen wollte MontanaBlack laut eigener Aussage erst machen, wenn er mit seinem Anwalt gesprochen hat. In einem Twitch-Livestream am 18. Januar 2019 äußerte sich erstmals zu dem Vorfall:

Er war nie weg! von MontanaBlack88 auf www.twitch.tv ansehen

So bekam der Streamer gegen 8:30 Uhr morgens Besuch von vier Beamten und einer Vertreterin der Stadt Buxtehude, die im Anschluss seine Wohnung durchsucht haben. Bis auf eine kleine Auseinandersetzung mit einem Polizisten, soll alles friedlich verlaufen sein. Auf die Gründe weshalb die Hausdurchsuchung stattfand und ob etwas beschlagnahmt wurde, darauf wollte der 30-Jährige nicht näher eingehen – mit der Begründung, er wolle das laufende Verfahren nicht gefährden.

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