Android-Versionen im Lauf der Zeit: Geschichte des Google-Betriebssystems

Martin Malischek
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Für Android-Liebhaber ist nicht nur relevant, dass das geliebte Smartphone oder Tablet mit dem mobilen Betriebssystem von Google läuft, sondern auch, welche Version auf dem Gerät zum Einsatz kommt. Wir wagen einen Blick in die bewegte Geschichte von Android: Wann kam welche Version und welche Neuerungen führte sie ein? Ein Überblick von Android 1.5 Cupcake bis hin zu Android 6.0 Marshmallow sowie der neusten Android-Version 7.0 Nougat.

Update vom 08. März 2017: Wir haben den Text aktualisiert und neue Informationen zu Android 7.0 Nougat hinzugefügt und einen Ausblick auf die Android-Zukunft gewagt.

Android-Versionen bringen zwar in der Regel sicherheitsrelevante Patches mit auf dem Weg, die werden jedoch mehr und mehr in die Google Play Services ausgelagert. In erster Linie schrauben neue Android-Versionen an Optik, Performance und Stabilität und führen natürlich auch neue Funktionen ein. Von der ersten Android-Version bis hin zu Android 7.0 Nougat hat sich natürlich einiges getan, immerhin sprechen wir von sieben Jahren Android-Geschichte – von der ältesten hin bis zur aktuellsten Android-Version.

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WhatsApp, Facebook & Co. – Android-Apps früher und heute im Vergleich GIGA Bilderstrecke WhatsApp, Facebook & Co. – Android-Apps früher und heute im Vergleich

Inhaltsverzeichnis: Android-Versionen im Vergleich

Android 1.0: Wie alles anfing

Am 23. September 2008 wurde Android 1.0 offiziell vorgestellt, damals allerdings noch auf Prototypen-Telefonen. Zu den Kernfunktionen zählten:

  • Einführung des Android Markets (heute Google Play)
  • Gmail-App mit Synchronisation der Gmail-Inhalte
  • Google Contacts
  • Google Calendar
  • Google Maps mit Integration von Latitude und Street View
  • Google Search
  • Google Sync
  • Google Talk (heute Google Hangouts)
  • Unterstützung von Instant Messaging, SMS und MMS
  • Einführung der Benachrichtigungsleiste
  • Mediaplayer mit umfangreichen Funktionen
  • Sprachwahl
  • Wallpaper können ausgewählt und eingestellt werden
  • YouTube-App
  • Weitere Apps: Alarm, Taschenrechner, Telefon, Home Screen (Launcher), Bildergalerie, Einstellungen
  • Unterstützung von WLAN und Bluetooth

Android 1.1: Maps und Telefonie

Ein halbes Jahr später, am 9. Februar 2009, folgte bereits die nächste Android-Version. Diese war nur für das HTC Dream (T-Mobile G1) – das erste Smartphone mit dem Android-Betriebssystem – gedacht. Neben der Beseitigung diverser Bugs gab es hier auch gleich ein paar neue Funktionen:

  • Google Maps: Details und Erfahrungsberichte anderer Nutzer wurden bei der Suche nach Unternehmen und Geschäften angezeigt
  • Anhänge aus MMS konnten nun gespeichert werden
  • Das Telefonmenü wurde leicht überarbeitet

Android 1.5 Cupcake: Videoaufnahme und besseres Schreiben

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Am 27. April 2009 wurde dann Android 1.5 Cupcake vorgestellt. Offensichtlichste Neuerung war hier das Dessert-Anhängsel im Namen, das bis heute fortgeführt wird. Die Namensgebung war natürlich nicht die einzige Neuerung:

  • Wechsel zwischen Hoch- und Querformat (Portrait und Landscape)
  • Unterstützung von Drittanbieter-Tastaturen, die mit Wortvorhersagen und individuellem Wörterbuch ausgestattet sind
  • Kamera kann nun auch Videos aufnehmen
  • Bluetooth: Auto-Pairing und Stereo-Unterstützung
  • Copy & Paste im Browser möglich
  • Profilbilder für die Favoriten aus der Kontaktliste
  • Animierte Bildschirm-Übergänge
  • Neue Boot-Animation
  • Videos können nun zu YouTube hochgeladen werden, Fotos zu Picasa
  • Unterstützung von Widgets

Android 1.6 Donut: VPNs und Sprachausgabe

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Nur 4 Monate später, am 15. September 2009, stellte Google dann Android 1.6 Donut vor.

  • VPN (Virtual Private Networks) sind nun nutz- und konfigurierbar
  • Entwickler können ihre Inhalte in Suchergebnisse integrieren
  • Verbesserte Suchfunktion: Diese funktioniert nun quellübergreifend und ist selbstoptimierend
  • Multilinguale Sprachsynthese-Engine, die es jeder Android-App ermöglicht, zusammenhängenden Text zu sprechen
  • Screenshots können nun im Android Market betrachtet werden
  • Schneller Zugriff auf die Kamera, die Galerie sowie die Bilder- und Video-Aufnahme sind nun besser integriert, mehrere Fotos können ausgewählt und gelöscht werden
  • Text-to-Speech-Engine (Sprachausgabe) und Unterstützung von Gesten wie Pinch-to-Zoom in Apps
  • Unterstützung von Displays mit WVGA-Auflösung (800 x 480 Pixel)
  • Ansicht für den detaillierten Akku-Verbrauch einzelner Anwendungen

Auf der nächsten Seite behandeln wir die Android-Versionen 2.0 bis 2.3.