Steckdosen in England: Normen und Adapter

Marco Kratzenberg

Die Steckdosen in England unterscheiden sich gründlich von deutschen Steckdosen. Zwar gibt es auch hier 3 Leiter, aber die sind völlig anders angeordnet. Wie ihr in England trotzdem an Strom kommt und wie ihr notfalls(!) auch einen deutschen Stecker in britischen Steckdosen nutzen könnt, lest ihr hier.

Einige Länder benutzen andere Steckdosen, als wir das gewohnt sind. Häufig sind das Länder, die auch ansonsten eigensinnige Normen verfechten – wie etwa das „Zoll-statt-Zentimeter-Land“ USA oder die „Linksfahrer-Insel“ England. Man mag davon halten, was man will: Wenn man das Land bereist, muss man sich vorbereiten. Die Steckdosen in England – und damit auch die Stecker – sind dramatisch anders als unsere Normen. Hier hat der Stecker drei Stifte, die aber nicht rund, sondern rechteckig und flach sind. In die Steckdose passen also nur flache Steckerstifte und die müssen noch besonders angeordnet sein. Falls ihr also nach England fahrt, besorgt euch vorher Reiseadapter für englische Steckdosen.

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Adapter für englische Steckdosen

In England sind Steckdosen flache Platten mit drei Öffnungen. Oben befindet sich eine vertikale, größere Öffnung für den Schutzleiter (die Erdung) und darunter zwei horizontale Öffnungen für die Stromleiter. Dieser ganz eigene Typ wird tatsächlich auch als „Commonwealth-Stecker“ bezeichnet.

Die Norm der englischen Steckdosen setzt voraus, dass jeder Stecker drei Kontakte hat. Anders als beispielsweise unsere Flachstecker, muss dort jedes Gerät auch einen Erdungsanschluss haben. Das wird auch dadurch erzwungen, dass zuerst der etwas längere Erdungs-Steckkontakt einen Sicherungshebel herunterdrücken muss, bevor man die beiden anderen Kontakte einführen kann. Dieser Punkt ist wichtig im nächsten Kapitel, wo wir beschreiben, wie man eine englische Steckdose im äußersten Notfall auch mit einem deutschen Stecker nutzen kann.

Sicherer sind aber auf jeden Fall Adapter, mit denen ihr deutsche Stecker an englischen Steckdosen nutzen könnt. Die gibt es zu unterschiedlichen Preisen zum Beispiel bei Amazon. Da sie im Grunde alle gleich aufgebaut sind, könnt ihr hier auf die Günstigsten zurückgreifen. Es gibt da ein Angebot, bei dem ihr als Amazon-Prime-Kunden bekommt und kein Porto zahlen müsst. Drei Reiseadapter solltet ihr schon mindestens mitnehmen. Wenn eine Steckdose das Handy lädt, wollt ihr sicher noch andere Geräte nutzen können. Alternativ könnt ihr natürlich einen Adapter kaufen und einfach eine deutsche Mehrfachsteckdose daran anschließen.

Für echte Weltreisende empfiehlt sich die Anschaffung eines Universaladapters. Bei Amazon bekommt ihr einen , der unter anderem auch noch zwei Ladebuchsen für USB-Geräte enthält. Für knapp 16 Euro seid ihr damit fast weltweit abgesichert.

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Englische Steckdosen mit deutschem Stecker nutzen

Zuallererst ein wichtiger Hinweis: Der nun folgende Tipp sollte nur in absoluten Notfällen angewendet werden.

Die englische Steckdose hat – wie oben schon erwähnt – eine Sicherung, die verhindern soll, dass in die stromführenden Löcher etwas eingesteckt werden kann, solange kein Erdungsleiter verwendet wird. Allerdings entsprechend die Abstände dieser Löcher den Steckkontakten deutscher Stecker. Diese sind zwar rund, können aber mit etwas Druck in diese Öffnungen eingedrückt werden.

Das wird allerdings durch die Sicherung verhindert. Die besteht aus einem kleinen Hebel im oberen Loch, das beim Einführen eines englischen Steckers niedergedrückt wird.

Wenn ihr also nun einen Plastikkugelschreiber nehmt und den oberen Hebel niederdrückt (oben fließt kein Strom und das Plastik isoliert sowieso), dann könnt ihr den deutschen Stecker mit festem Druck in die englische Steckdose pressen – und habt Strom. Viele englischen Steckdosen haben Schalter, mit denen sie ein- und ausgeschaltet werden können. Schaltet sie aus, bevor ihr die Stecker einführt und abzieht.

Versucht das am besten nur mit einem Eurostecker, der ja bei uns ebenfalls nicht geerdet wird.

Vorsicht beim Entfernen des Steckers! Da der Stecker ziemlich stark eingepresst wird, müsst ihr beim Abziehen des Steckers besonders vorsichtig sein, wenn es sich um Steckkontakte handelt, bei denen ein Teil aus Plastik und nur die Spitzen aus Metall bestehen. Passt auf, diese Spitzen nicht versehentlich abzureißen und im Stecker zu lassen. Und falls das passieren sollte: Fummelt nicht an der Steckdose herum, um die Reste zu entfernen.

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