Copyright-freie Bilder - die drei besten Seiten

Marco Kratzenberg

Wir stellen euch die 3 besten Quellen Copyright-freie Bilder vor! Manchmal reichen die eigenen Fotos einfach nicht aus und wir brauchen Bilder von talentierten Fotografen mit dem Blick fürs gewisse Etwas. Am besten kostenlos und lizenzfrei.  

Copyright-freie Bilder - die drei besten Seiten

Wenn man seine Webseite plant, sein Blog aufpeppen oder eine kleine Einladung drucken will, dann benötigt man gute Fotos. Kann man die nicht selbst machen, findet man sie im Internet. Aber die gehören alle jemandem und um sich Ärger zu ersparen, sollte man nach Copyright-freien Bildern suchen.

Selbst das Teilen von Bildern bei Facebook und Co führt immer wieder zu Schlagzeilen, weil man eben doch irgendwelche komplizierten Rechte hätte beachten müssen. Und selbst wenn man darf, wenn alles kostenlos ist und es eigentlich keine Probleme gibt, findet sich fast immer noch irgendwo ein Haken. Da niemand von uns eine Abmahnung will oder nachträglich Lizenzgebühren zahlen möchte, haben wir mal die drei besten Quellen für Copyright-freie Bilder rausgesucht, die man kostenlos nutzen darf. Natürlich gibt es viel, viel mehr solcher Seiten. Beispielsweise hat die “British Library” rund 1 Million Bilder Copyright-frei online gestellt. Und auch thematische Sammlungen sind immer wieder zu finden, die etwa Oster-Motive und passende Bilder zum Download anbieten.

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Vielleicht sollte man aber mal zur Logik vorausschicken: Es gibt keine lizenzfreien Bilder! Es gibt bestenfalls Bilder, die man kostenlos nutzen darf und bei denen die Lizenz vorsieht, dass man bei der Verwendung weder fragen noch sonst irgendwelche Bedingungen erfüllen muss. Selbst wenn man einen Screenshot von einer Seite macht, befreit das in der Regel nicht von einer Lizensierungspflicht. Eine weit verbreitte Annahme ist z.b., dass die Bilder von Google Earth Copyright-frei sind.

1. Copyright-freie Bilder bei Pixelio – wirklich?

Meldet man sich bei Pixelio an, so hat man automatisch auch die Lizenz, die dort gefundenen Bilder unter bestimmten Bedingungen kostenlos zu benutzen. Dass man diese Bilder nicht weiterverkaufen darf, ist wohl jedem klar. Doch Pixelio verlangt auch die Einhaltung  ganz bestimmter Vorschriften, wenn man die Fotos verwendet. So muss man auf der entsprechenden Webseite einen Link zu Pixelio anbringen, außerdem muss am Bild Pixelio als Quelle genannt werden. Zudem muss auch der Benutzername des Fotografen zu sehen sein.

Sieht man all das vor dem Hintergrund der Wirkung, dann sind diese kostenlosen Copyright-freien Bilder auf einmal doch ganz schön “teuer”. So ein Werbelink würde auf den meisten Seiten deutlich mehr kosten, als die üblichen Lizenzgebühren einer Fotoseite. Und man will ja auch nicht auf seiner Geburtstagseinladung noch solche Copyright-Vermerke unter den Bilder haben. Das wirkt doch wie diese kostenlosen Visitenkarten, die auf der Rückseite einen Hinweis auf die Druckerei haben!

Wenn man sich damit aber anfreunden kann, dann ist Pixelio wirklich eine Quelle toller Bilder. Derzeit finden wir dort über 450.000 solcher Fotos, die eigentlich weitgehend benutzt werden dürfen. Allerdings auch nur für die üblichen Zwecke, wie Webseiten oder eigene Druckwerke. Was genau man darf oder nicht, ist in der Regel neben den jeweiligen Bildern verzeichnet. Es wird zwischen der rein redaktionellen sowie der redaktionellen und kommerziellen Nutzung unterschieden.

2. morgueFile – Copyright-freie Bilder von Kreativen für Kreative

Der Bilderdienst morgueFile wurde 1996 von einem Studenten gegründet und hält sich tapfer bis heute. Unter den Diensten für Copyright-freie Bilder ist das kostenlose morgueFile nicht so bekannt wie seine Konkurrenz. Das liegt sicher auch an den eigentlich kundenfreundlichen Regeln. Denn hier ist niemand verpflichtet, irgendwelche Links zu setzen und so wieder und wieder Werbung zu machen.

Aber es gibt eben auch eine Einschränkung, weil sich der Service eben in erster Linke an Designer und Illustratoren richtet, die eben diese Fotos nur als Grundlage einer weiteren Bearbeitung nutzen. Oder um es im Klartext auszudrücken: Man soll die dort zu findenden rund 300.000 Fotos nicht einfach auf seiner Webseite nutzen, sondern soll sie bearbeiten. Aber das ist ja eigentlich einfach zu erfüllen. Im Grunde reicht es ja, sie zu beschneiden und einen anderen Bildausschnitt zu wählen. Und im schlimmsten Fall kann man immer noch den Fotografen um Erlaubnis bitten, die in der Regel unkompliziert und gern gegeben wird. Und wer zur Nachbearbeitung dieser Fotos noch die passende Software braucht, dem habe ich die 5 besten Freeware-Tools zur Bildbearbeitung rausgesucht.

3. Wirklich kostenlose Copyright-freie Bilder bei Freeimages

Der Name dieser Seite hat sich schon mal geändert, doch der Service und die Lizenzbedingungen sind dieselben geblieben. Und wie bei allen anderen Diensten dieser Art, braucht man natürlich auch hier eine Lizenz. Und sei es nur, damit man die Erlaubnis bekommt, so ziemlich alles mit den Bildern zu tun.

Momentan heißt der Bilderdienst Freeimages und ist sogar Teil des Konzerns Getty Images. Die rund 400.000 Bilder sind alle kontrolliert worden und weisen in der Regel eine hohe Qualität auf. Sie unterliegen verschiedenen Regeln, die aber unter jedem einzelnen Bild deutlich zu sehen sind. Während die meisten Bilder unter die einfache Lizenz fallen, gelten für andere kleine Einschränkungen. Die einfache Lizenz sieht vor, dass man die Bilder für jeden (auch kommerziellen!) Zweck nutzen darf, der nicht gerade illegal oder pornografisch ist, bzw. dem Verkauf dienen soll. Dafür ist es aber auch erlaubt, die Bilder an jeder Stelle – auch unverändert – zu nutzen, ohne die Quelle nennen zu müssen.

Andere Bilder haben gewisse Einschränkungen. Bei ihnen will der Autor benachrichtigt werden und besteht auf einen Urheberhinweis, wenn man die Bilder für irgendeinen öffentlichen Zweck nutzt. Ein Link ist in der Regel auch hier nicht nötig. Und erfahrungsgemäß sind die Fotografen bei solchen Nachfragen auch sehr entgegenkommend. Sie wollen in der Regel einfach nur wissen, wofür man ihr Foto benutzt hat. Es handelt sich also – dem allgemeinen Sprachgebrauch folgend – auch hier um kostenlose, Copyright-freie Bilder. Das Geschäft machen die Betreiber damit, dass bei jeder Suche auch eine Reihe kostenpflichtiger Bilder angezeigt wird, für die man sich entscheiden kann, wenn man nichts Passendes unter den Gratis-Fotos findet.

Es gibt viele solcher Dienste und es empfiehlt sich auf jeden Fall, die Lizenzbedingungen dieser “Copyright-freien” Bilder genau durchzulesen. Sonst kann es zu bösen Überraschungen und sogar zu Abmahnungen kommen.  Pixelio selbst hatte mehr als genug Ärger mit einem dort registrierten Fotografen, der dann Abmahnungen an Downloader verschickt hat, weil er die Lizenzbedingungen ganz anders sah. Doch unterm Strich sind diese drei Bilderdienste für die meisten von uns hervorragend geeignet, um uns auf lange Zeit mit tollen Bildern zu versorgen. Und auch für die Hobby- oder Profifotografen unter uns sind sie eine Möglichkeit, mit den eignen Werken ins Netz zu kommen und sich der Konkurrenz zu stellen.

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