Es muss nicht immer ein Fernseher sein: Für riesige Bilddiagonalen und das typische Kinoflair empfiehlt sich stattdessen ein Videoprojektor (umgangssprachlich: „Beamer“). Wir stellen euch die 4 besten Modelle für zu Hause vor, die vom Preis her unter 1.000 Euro bleiben.

Hinweis vom 16.06.2022: Der „Aldi-Beamer“ Epson EH-TW710 scheint begehrt zu sein. Laut Aldi-Onlineshop sind „nur noch wenige verfügbar.“ Der Aktionszeitraum endet am 26.06.2022.

Beamer 2022: Alle Kaufempfehlungen im Überblick

GIGA-Tipp Tragbarer BeamerAldi-Beamer mit Full-HDPreis-Tipp 4K-ProjektorGaming-Beamer
ModellSamsung The FreestyleEpson EH-TW710ViewSonic PX701-4KOptoma HD146X
Preis (ca.)750 Euro530 Euro850 Euro650 Euro
VorteilTragbar und flexibel3LCD-TechnologiePreiswertHell und schnell
NachteilTräge BenutzeroberflächeKein 3DKein 3DLaut
AngebotMediaMarktAldi OnlineshopAmazonMediaMarkt

Höchste Flexibilität (tragbar): Samsung The Freestyle

Vorteile:

  • Kompaktes Gehäuse (102,4 × 172,8 × 95,2 mm)
  • Flexibler Standfuß (schwenkbar um 180 Grad) und Autofokus
  • Kann optional per Akku betrieben werden (USB-PD-Protokoll, mind. 60 W / 20 V)
  • Betriebssystem Tizen mit Netflix, Prime Video, Disney+ und weiteren Apps ...

Nachteile:

  • ... die Benutzeroberfläche ist aber unübersichtlich und zuweilen träge / ruckelnd
  • Autofokus nicht zuverlässig
  • Niedrige maximale Helligkeit

Es ist schon bemerkenswert, wenn – zwischen großen Tech-Themen wie OLED-Fernsehern, Falthandys und PS5 – ein Produkt aus der Nische „tragbare Videoprojektoren“ für weltweites Aufsehen sorgt. Der Mini-Beamer Samsung The Freestyle hatte es zum Jahresbeginn 2022 geschafft, dass praktisch jeder Technikblog darüber sprach.

Nach einigen Tagen der Nutzung kann ich beipflichten, dass der Hype zumindest teilweise seine Berechtigung hatte. Allen voran liegt das natürlich an der namensgebenden Vielseitigkeit, die sich aus dem verstellbaren Standfuß und der automatische Anpassung und Optimierung des Bildes ergibt: Den Freestyle kann man innerhalb von Sekunden an einen freien Platz stellen und zur nächsten Wand (oder Zimmerdecke) ausrichten. Das Bild (1.920 × 1.080, Full-HD) stellt sich dann (meistens) sofort selbst scharf und gerade. Der Sound aus dem integrierten Lautsprecher ist klar und laut genug für kleine Räume. Ausreichend für Sitcoms, Nachrichtensendungen und Fußballkommentare.

Samsung The Freestyle: Der smarte Projektor mit LED ist schön gestaltet und außerordentlich kompakt (Bildquelle: GIGA)
Samsung The Freestyle jetzt ab 749,99 € bei MediaMarkt
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Was mir am Design gefallen hat, ist nicht nur die Funktionalität, sondern auch die Ästhetik: Der Samsung The Freestyle sieht einfach schick aus und macht auch als futuristisches Deko-Objekt was her. Mein Epson EH-TW5400 wirkt hingegen wie aus dem Technikschrank einer Schule entnommen – den packe ich nach jedem Heimkinoeinsatz wieder weg in seine Kiste.

Bei aller Begeisterung darf man sich nicht irritieren lassen und muss den Samsung The Freestyle richtig einordnen: Das ist nicht der klassische Beamer für Filmliebhaber, die höchste Ansprüche an die Bildqualität haben. Das ist ein Produkt für Early-Adopter: Menschen, die Spaß an neuartigen Technik-Gadgets haben und von Beginn an dabei sein möchten. Abends Bock auf Bier und Fußball auf der Terrasse? Kein Problem, da muss jetzt keiner den 55-Zoll-Fernseher umziehen, wir haben ja den Freestyle.

Der Samsung Freestyle benötigt abgedunkelte Räume, da seine Lichtleistung nicht so hoch ist (Bildquelle: GIGA)

Dazu gehört dann auch, dass man ein Auge zudrücken kann, wenn noch nicht alles ausgereift ist. Der kleine Samsung-Beamer hat durchaus seine Makel, vor allem die langsam reagierende Benutzeroberfläche (Betriebssystem: Tizen OS) und der zuweilen versagende Autofokus passen für mein Empfinden nicht zum hohen Preis (UVP 999 Euro) – hoffentlich lässt sich das in Zukunft durch (Firmware)-Updates noch etwas ausbügeln. Die Helligkeit der Projektion ist relativ niedrig (550 LED-Lumen), das ist aber bei der Gehäusegröße normal. Wer unbedingt bei Tageslicht schauen will, sollte grundsätzlich einen Bogen um mobile LED-Projektoren machen.

Ist der Samsung The Freestyle das perfekte Gadget, dass alle Träume erfüllt? Nein, auf keinen Fall. Ist es ein charmantes Stück Technik, das völlig neue Nutzungsszenarien spielend leicht Wirklichkeit werden lässt? Ja, definitiv.

Alternative zum Samsung The Freestyle

Anker Nebula Capsule Max
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Der Anker Nebula Capsule Max ist auf Amazon beliebt, hat gute Kundenbewertungen (4,5 von 5 Sternen). Im Unterschied zum Samsung The Freestyle bietet der Anker Nebula Capsule Max nur 1.280× 720 Pixel Auflösung und ist weniger flexibel in der Aufstellung, hat dafür aber einen integrierten Akku für bis zu 4 Stunden mobilen Betrieb.

Aldi-Beamer mit Full-HD: Epson EH-TW710

Vorteile:

  • 3LCD-Technologie
  • Helles Bild

Nachteile:

  • Kein 3D

Wenn ein Discounter einen Marken-Beamer mit 41 Prozent Rabatt anbietet, dann ist das einen Blick wert. Aktuell bei Aldi im Onlineshop zu finden ist der Epson EH-TW710 für 529 Euro (statt 899 Euro UVP), das Angebot gilt nur bis zum 26.6.2022. Eine kurze Recherche zeigt: Bei Medion ist das Modell als B-Ware (Kann Gebrauchsspuren oder andere optische Mängel aufweisen, wurde jedoch überprüft und ist technisch einwandfrei) bei Ebay gelistet und kostet dort 449,99 Euro (Stand: 05.06.2022). Aldi Nord hatte den Epson bereits vor einem Jahr (Prospekt vom 27.05.21) im Angebot, damals noch für 699 Euro.

In Anbetracht der technischen Daten ist das Aldi-Angebot als gut einzustufen. Der japanische Hersteller Epson hat einen hervorragenden Ruf aufgebaut, was Videoprojektoren angeht – ich selbst nutze zu Hause einen Epson EH-TW5400 und bin damit sehr zufrieden. Mit 3.400 Lumen (Farbhelligkeit) kann man den Epson EH-TW710 auch bei Tageslicht nutzen, die Auflösung (1.080p) ist für Serien-Streaming und Games angemessen, ebenso die Lautstärke von 28 dB(A) im Eco-Modus. Der Epson EH-TW710 kann allerdings kein 3D und bietet mit 16.000 : 1 ein vergleichsweise niedriges Kontrastverhältnis. Zum Vergleich: Der deutlich teurere Epson EH-TW5700 kann 3D und hat ein Kontrastverhältnis von 35.000:1.

Schematische Darstellung: Videoprojektoren mit 3LCD-Technologie verhindern den Regenbogen-Effekt mit ausbrechenden Farben (oben), wie ihn manche Menschen bei der Nutzung von DLP-Beamern wahrnehmen (Bildquelle: Epson)

Eine Besonderheit des EH-TW710 ist die von Epson selbst entwickelte 3LCD-Technologie, bei der das Licht durch winzige LCD-Panels (rot, grün, blau) geleitet wird. Als wesentlicher Vorteil gegenüber Beamern mit DLP (Digital Light Processing von Texas Instruments) gilt, dass 3LCD-Videoprojektoren keinen „Regenbogen-Effekt“ verursachen. Bei diesem Phänomen handelt es sich um farbige Ränder um Objekte (vor allem bei kontrastreichen Szenen), die von manchen Menschen besonders stark wahrgenommen und als störend empfunden werden.

4K-Projektor: ViewSonic PX701-4K

Viewsonic PX701-4K DLP Beamer (4K)
Viewsonic PX701-4K DLP Beamer (4K)
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 02.07.2022 19:05 Uhr

Vorteile:

  • 4K-Auflösung (PixelShift) zum Einstiegspreis
  • Gute subjektive Bildqualität
  • Unterstützt HDR10

Nachteile:

  • Kein 3D

Bei Fernsehern ist 4K schon Standard, bei Videoprojektoren ist die hohe Auflösung nur in den höheren Preisklassen zu finden. Der ViewSonic PX701-4K ist in der Hinsicht ein günstiger Einstieg in die Welt der Ultra-HD-Beamer. Er kann dank XPR-Shift-Technologie 4K-Signale entgegennehmen und verarbeiten – besitzt allerdings kein natives 4K-Panel, was derzeit nur sehr teure Modelle (ca. 5.000 Euro und mehr) bieten. Anschlussseitig stehen 2 HDMI-Buchsen (HDMI 2.0b/ HDCP 1.4/2.2), ein Audio-Ausgang (3,5 mm), USB-A (Stromversorgung) und RS232 (Steuerung) zur Verfügung.

Anschlüsse und Bedienelemente des PX701-4K (Bildquelle: Viewsonic)
Viewsonic PX701-4K DLP Beamer (4K) jetzt ab 855,65 € bei Amazon
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 02.07.2022 19:05 Uhr

„Bildeindruck ist angenehm plastisch“ lobt Michael B. Rehders vom Lite Magazin (01/2021). Das Preis-Leistungs-Verhältnis des ViewSonic PX701-4K wird mit „hervorragend“ bewertet. Für das auf Video-Projektoren spezialisierte Magazin Projektor Central schreibt M. David Stone: „Der ViewSonic PX701-4K ist vielleicht nicht ganz die Lichtkanone, die man sich für HDR bei Umgebungslicht wünscht, aber er nähert sich diesem Niveau zumindest an, und das zu einem günstigen Preis für einen 4K-Projektor.“ Der Input-Lag ist sehr niedrig, sodass auch Computerspiele ohne spürbare Verzögerung dargestellt werden können. Das Lüftergeräusch ist zwar hörbar, neige aber dazu „im Hintergrund zu verschwinden, besonders in einem Familienzimmer mit Umgebungsgeräuschen.“

Gaming-Beamer mit Full-HD: Optoma HD146X

Optoma HD146X Full-HD-Projektor
Optoma HD146X Full-HD-Projektor
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 03.07.2022 07:26 Uhr

Vorteile:

  • Helles Bild
  • Schnelle Reaktionszeit (Input Lag bei Games)

Nachteile:

  • Lauter Lüfter
  • Nur 1 HDMI-Eingang

Was genau ist denn bitte ein „Gaming-Beamer“? Nun, wie bei Fernsehern und Monitoren geht es hier um Modelle mit einer möglichst geringen Latenzzeit. Das bedeutet, dass zwischen dem Eingangszeitpunkt des Bildsignals und der Ausgabe des sichtbaren Bilds keine spürbare Verzögerung auftritt. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn die meisten TVs und Projektoren besitzen eine interne Bildverarbeitung (Soft- und Hardware), die einige Millisekunden Versatz erzeugen kann. Je höher dieser Wert ausfällt, desto eher nimmt man als Gamer eine gewisse Trägheit zwischen Eingabe am Controller und der entsprechenden Reaktion im Spiel fest („Input Lag“).

Der HD146X ist für Gaming geeignet, bietet aber nur einen einzelnen HDMI-Eingang (Bildquelle: Optoma)
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Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 03.07.2022 04:23 Uhr

Der Optoma HD146X konnte in der Fachpresse genau dafür Lob einsammeln. Das Modell biete „eine ausreichend kurze Verzögerung, um die meisten Gamer zufriedenzustellen. Im Modus „Enhanced Gaming“ erreichte „er (...) bei 1080p 60Hz einen Wert von 16,4 Millisekunden“, schreibt M. David Stone von PC Mag. Die Bildqualität des HD146X ist – in Anbetracht der Preisklasse – durchweg ordentlich: „Ziemlich hell mit einigermaßen genauen Farben und einem anständigen Kontrastverhältnis“, kommentiert Geoffrey Morrison von CNET. Als wesentlichen Nachteil des Optoma-Beamer muss man die zuweilen nervige Lüfterlautstärke nennen. Auch dass nur ein einzelner HDMI-Eingang vorhanden ist, kann ambitionierte Heimkino-Fans stören.

Die besten Beamer unter 1.000 Euro: So wurden die Empfehlungen ausgewählt

Ich habe in diese Zusammenfassung eigene Erfahrungen mit Videoprojektoren sowie Recherche in Fachzeitschriften einfließen lassen. Vorgestellt werden aktuelle Modelle, die besonderes Lob von Presse und Kunden erhalten haben und sich daher für einen Kauf empfehlen. Näheres zu Kaufberatung bei GIGA erfahrt ihr hier:

Verwendete Quellen: Lite Magazin (01/2021), Projector Central (03/2021), PC Mag (02/2021), CNET (06/2020)

Heimkino-Beamer kaufen: Antworten auf die häufigsten Fragen

Technische Daten bei Beamern: Was bedeuten die Begriffe?

Hier eine kleine Übersicht der häufigsten Merkmale, wie sie in Datenblättern und Beschreibungen von Videoprojektoren zu finden sind.

  • Keystone-Korrektur (Trapez-Korrektur): Sobald ein Beamer nicht exakt rechtwinklig zur Projektionsfläche ausgerichtet ist, wird das Bild verzerrt. Eine Seite wird länger dargestellt, als die gegenüberliegende – man blickt auf ein Trapez, statt auf ein Rechteck. Per Keystone-Korrektur wird das vom Beamer ausgeglichen. Diese Funktion stellt zwar das Bild gerade, vermindert aber auch die Bildqualität: Helligkeit geht verloren, die effektive Auflösung sinkt. Heimkino-Profis verzichten komplett auf Keystone-Korrektur und versuchen eher, den Beamer perfekt mittig und rechtwinklig zur Leinwand zu installieren. Für den gelegentlichen und vor allem spontanen Beamer-Einsatz ist das Feature aber nützlich und vertretbar.
    Schematische Darstellung: Oben das verzerrte Bild durch schräge Projektion, unten das per Trapez-Korrektur optimierte (Bildquelle: Brematon, CC0, via Wikimedia Commons)
  • Lens Shift bedeutet übersetzt „Linsenverstellung“. Sie findet manuell oder motorisiert statt. Durch ein bewegliches Objektiv kann das projizierte Bild vertikal und/oder horizontal verschoben werden, was die Aufstellung des Beamers flexibler macht (Schrägprojektion).
  • Regenbogen-Effekt: Ein störendes Phänomen, das bei manchen Beamern auftritt und von Menschen unterschiedlich stark wahrgenommen wird. Zu sehen sind farbige Ränder um Objekte („ausbrechende Farben“). Der „Rainbow Effect“ (RBE) ist nur bei Videoprojektoren mit DLP-Technologie zu finden.
  • HDR bedeutet High Dynamic Range und bezieht sich auf einen besonders hohen Dynamikumfang (Kontrast, Farbtiefe).
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Was kostet ein guter Beamer für zu Hause?

Zunächst sollte ein Beamer, der für den Heimkino-Einsatz bestimmt ist, bestimmte technische Eckdaten aufweisen: Full-HD, HDMI-Eingänge, Trapez-Korrektur und ein leises Betriebsgeräusch sind unabdinglich. Allein diese Merkmale führen aktuell zu Preisen von 500 Euro oder mehr. Wenn es dann auch noch 4K sein soll oder besondere Features wie HDR dazukommen, dann ist man schnell bei über 1.000 Euro. Nach oben hin ist die Grenze offen, so kostet etwa der vorzügliche 4K-Laserprojektor Sony VPL-VW890ES weit über 20.000 Euro.

Leinwand für Beamer: Braucht man das wirklich?

Wer es mit dem Heimkino-Erlebnis ernst meint, kommt nicht um eine Leinwand herum. Beamer-Leinwände verfügen über eine besonders feine Oberfläche und gute Reflektionseigenschaften – das verbessert sichtbar die Bildqualität (Auflösung, Plastizität, Kontrast). Ein gutes Modell ist etwa die Celexon Basic, die zur Wand-/Deckenmontage geeignet ist und per Motor ausgefahren wird.

Celexon Basic elektrische Leinwand
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Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 03.07.2022 01:48 Uhr
Stefan Bubeck
Stefan Bubeck, GIGA-Redakteur, Experte für Consumer Electronics, insbesondere Audio.

Es geht auch ohne Leinwand

Ich persönlich sehe das nicht so eng: Wer nur gelegentlich einen Film oder ein Fußballspiel mit einem Beamer anschaut, kann durchaus auch eine glatte weiße Wand als Projektionsfläche nutzen. Eine sauber verputzte und gleichmäßig gestrichene Wand ist für die meisten Fälle ein guter Start und oft auch langfristig eine ausreichende Lösung. Bevor man Hunderte Euro in eine Leinwand investiert, sollte man lieber erstmal die Bedingungen im als Heimkino vorgesehenen Raum optimieren: Dazu gehört eine vorteilhafte Positionierung des Projektors und die Minimierung von Lichteinfall (z.B. durch Fenster oder Beleuchtung) auf die Projektionsfläche. Sichtbare Abstriche muss man allerdings bei Raufasertapeten machen, die durch ihre Struktur (eingearbeitete Holzfasern) unschönen Schattenwurf verursachen – dann doch lieber eine Leinwand.

Kino-Sound: Wo kommt beim Beamer der Ton und das Bild her?

Fast alle Beamer verfügen über einen integrierten Lautsprecher – und fast immer ist dieser kaum für Filme oder Games zu gebrauchen, denn er klingt leise und blechern wie der Speaker eines Mittelklasse-Handys. Noch mehr als bei Fernsehern gilt bei Beamern: Schon beim Kauf sollte man zusätzlich in eine passende Soundbar investieren. Ein riesiges Bild braucht ein solides Klangfundament.

Manche Beamer sind – ähnlich wie Smart-TVs – mit einem Betriebssystem (Android, Tizen etc.) ausgestattet und können selbstständig Apps (Netflix, WOW, Amazon Prime Video etc.) laufen lassen. Der häufigere Weg: Ein Zuspieler (Fire TV Stick, PS5 etc.) wird per HDMI angeschlossen. Meine Kombi zu Hause: Ein Apple TV 4K hängt per HDMI am Beamer, der Sound kommt per Airplay zur Sonos Ray. Wenn ich alleine schaue, dann bleibt der Lautsprecher aus und ich sende den Ton per Bluetooth auf Kopfhörer mit Noise Cancelling – dabei wird auch das Lüfterrauschen komplett ausgeblendet.

Sonos Ray
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Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 03.07.2022 07:22 Uhr
Fire TV Stick 4K Max mit Wi-Fi 6 und Alexa-Sprachfernbedienung
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Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 02.07.2022 19:54 Uhr

Beamer mieten statt kaufen?

Die meisten Haushalte sind bereits mit einem (oder mehreren) Fernsehern ausgestattet. Aktuelle Modelle sind im Vergleich zu früher auch ziemlich groß (Bilddiagonale 50 Zoll oder mehr) – da stellt sich natürlich die Frage, wie zwingend der Kauf eines Beamers ist. Es wäre schade, wenn ein 1.000-Euro-Gerät die meiste Zeit als Staubfänger verbringt. Ein manchen Fällen finanziell vorteilhafter und vor allem auch nachhaltiger ist die zeitweise Miete eines Beamers – etwa während der Fußball-WM oder in den Wintermonaten, wenn man gemütlich die Hollywood-Blockbuster der letzten Monate genießen möchte.

Screenshot bei Grover: Der Benq W2700 kann gemietet werden, der monatliche Preis ist dabei von der Mindestmietdauer abhängig.

Ein bekannter Verleiher für Technik ist Grover, hier ist man ab rund 20 Euro im Monat für einen Beamer dabei. Das 4K-Modell BenQ W2700 (ca. 1.500 Euro Kaufpreis) ist bei Grover etwa für 74,90 Euro pro Monat (Mindestmietdauer 6 Monate) erhältlich. Wenn man dann noch im Freundeskreis oder der WG die Kosten aufteilt und einen passenden gemeinsamen Anlass (Olympiade, Eurovision etc.) findet, ist „Mieten statt Kaufen“ auf jeden Fall eine Überlegung wert.