Bildschirmdiagonale, Auflösung, Panel, Anschlüsse – GIGA sagt, auf was du beim Monitor-Kauf achten solltest und nennt 6 Testsieger und Bestseller-Bildschirme, die besonders empfehlenswert sind.

 

Kaufberatung

Facts 

Schon gewusst? Die ersten Computer(vorgänger) mussten noch ohne Monitor auskommen – stattdessen wurden Hollerith-Lochkarten und Glühbirnen genutzt. Später kamen dann Monochrom-Monitore zum Einsatz, die nur eine einzige Farbe darstellen konnten. Den letzten gewaltigen Sprung machte die Bildschirmtechnik, als die damals verbreiteten Röhrenmonitore durch flache Bildschirme mit LCD abgelöst wurden. Heute blicken wir auf hochauflösende Screens mit stattlich gewachsener Bildschirmfläche: Einst galten 17 Zoll Displaydiagonale als „sehr groß“, mittlerweile sind 24 Zoll (60,96 cm) und mehr üblich.

Inhaltsverzeichnis: Monitore im Test 2020

Vorgestellt werden hier aktuelle und beliebte Monitor-Modelle, die besonderes Lob von Presse und Kunden erhalten haben und sich daher für einen Kauf empfehlen.

Die Spezialisierung der Modelle auf einen bestimmten Einsatzzweck ist längst selbstverständlich. Bei Gaming-Monitoren für ambitionierte Spieler zählt eine hohe Bildwiederholrate, während bei einem Office-Monitor maximale Ergonomie wichtiger ist. Der Durchschnittspreis für Monitore liegt in Deutschland bei rund 220 Euro (2018) – dafür bekommt man durchaus ein gutes Allround-Modell. Wer höhere Ansprüche hat, kann aber auch die zehnfache Summe ausgeben, etwa für ein kalibriertes Profimodell zur Bildbearbeitung oder einen Riesenbildschirm mit 8K-Auflösung. Für die temporäre Nutzung bietet sich auch eine Monitor-Miete an, etwa bei Grover.

Apple II+ von 1979 (links) und der Dell UltraSharp 32 USB-C 4K-Monitor U3219Q (Bilder: Marcin Wichary , Dell)

PC-Monitore 2020: Alle Testsieger und Bestseller im Überblick

Platzierung Produkt Preis Angebot
Stiftung-Warentest-Sieger mit 24 Zoll Dell UltraSharp U2419HC ca. 240 Euro Dell U2419HC bei Amazon
Alternative zum Stiftung-Warentest-Sieger mit 27 Zoll iiyama ProLite XUB2792UHSU-B1 ca. 380 Euro iiyama ProLite XUB2792UHSU-B1 bei Cyberport
Amazon-Bestseller Samsung C24F396FHU ca. 111 Euro Samsung C24F396FHU bei Amazon
Preis-Leistungs-Tipp für Gamer HP Omen 25 Gaming Monitor ca. 200 Euro HP Omen 25 Gaming Monitor bei MediaMarkt
Preis-Leistungs-Tipp fürs Büro AOC 24B1H ca. 100 Euro AOC 24B1H bei Amazon

Der Büromonitor-Testsieger bei Stiftung Warentest: Dell UltraSharp U2419HC

DELL U2419HC (24 Zoll)

DELL U2419HC (24 Zoll)

Seit Jahren bewährt: Die „UltraSharp“-Reihe hat schon viele empfehlenswerte PC-Monitore hervorgebracht. Einer der jüngsten Erfolge ist der Sieg bei Stiftung Warentest (Ausgabe 08/2019) für den Dell UltraSharp U2419HC, der sich in der Größenklasse bis 24 Zoll das Urteil „gut“ (2,2) sichern konnte. Der U2419HC überzeugte die Tester in den wichtigsten Kategorien: Bildqualität, Vielseitigkeit und Handhabung sind gut, die Umwelteigenschaften (Stromverbrauch) sogar sehr gut. Das Büro-Modell von Dell teilt sich den Thron mit dem teureren Eizo EV2457 (ca. 480 Euro), der unter anderem mit 16:10-Format und größerer Helligkeit punktet.

Der Dell UltraSharp U2419HC kommt mit 4,5 Sternen auch bei den Amazon-Kundenrezensionen gut weg, wird gar als „fast die eierlegende Wollmilchsau“ bezeichnet. Anders gesagt: Dieser Monitor eignet sich für ein breites Spektrum an Einsatzarten. Anspruchsvollen Gamern sind die 8 ms Reaktionszeit des Full-HD-IPS-Panels allerdings zu langsam, es könnten Unschärfen bei schnellen Spielszenen entstehen.

Technische Daten: Dell UltraSharp U2419HC

  • Bildschirmdiagonale: 24 Zoll
  • Native Auflösung: 1.920 × 1.080 Pixel
  • Seitenverhältnis: 16:9
  • Panel: IPS

Vorteile:

  • Zahlreiche Anschlüsse, auch USB-C (lädt Laptops mit bis zu 65 Watt)
  • Geringer Stromverbrauch (13 Watt im Betrieb laut Stiftung Warentest)

Nachteile:

Alternative zum Stiftung-Warentest-Sieger mit 27 Zoll: iiyama ProLite XUB2792UHSU-B1

iiyama ProLite XUB2792UHSU (27 Zoll)

iiyama ProLite XUB2792UHSU (27 Zoll)

Den Modellnamen „iiyama ProLite XUB2792UHSU-B1“ kann man sich zwar kaum merken, man sollte es aber trotzdem versuchen, denn dieser 27-Zoller mit 3.840 × 2.160 Pixeln ist einen Blick wert. Bei der Stiftung Warentest (Ausgabe 08/2019) hat es für den Japaner nur für die Note „befriedigend“ (2,8) gereicht, bemängelt wurde vor allem die absurd lange Aufwachzeit vom Standby (9 Sekunden).

Deutlich besser bewertet wurde der Büromonitor hingegen beim Internetportal Prad, hier verdiente sich der „ausgezeichnete Allrounder“ das Testurteil „sehr gut“. Der Tester Damian Köb lobt die ergonomischen Funktionen, denn der XUB2792UHSU-B1 lässt sich in der Höhe verstellen, hochkant drehen (Pivot), seitlich drehen (Swivel) und neigen (Tilt). Die Bildqualität ist überzeugend und genügt nach Kalibrierung für Bildbearbeitungsaufgaben im sRGB-Farbraum. Die Reaktionszeiten (Latenz) des Monitors sind gut genug, dass es für Gelegenheitsspieler ausreicht. Interessantes Detail: Ein aus der Mode gekommener DVI-Eingang wurde noch verbaut, das ist heutzutage nicht mehr oft zu sehen.

Technische Daten: iiyama ProLite XUB2792UHSU-B1

  • Bildschirmdiagonale: 27 Zoll
  • Native Auflösung: 3.840 × 2.160 Pixel
  • Seitenverhältnis: 16:9
  • Panel: IPS

Vorteile:

  • Überzeugende Bildqualität, scharfe Darstellung
  • Schnell genug für Gelegenheitsspieler
  • Ergonomie: Vielseitig verstellbar und somit geeignet fürs Büro

Nachteile:

  • braucht lang, um vom Standby wieder aufzuwachen
  • Einschränkung bei UHD-Filmen: Monitor unterstützt kein HDCP 2.2 (Kopierschutz)

Bestseller bei Amazon: Samsung C24F396FHU

Samsung C24F396FHU  (Curved, 24 Zoll)

Samsung C24F396FHU (Curved, 24 Zoll)

In der Liste der Monitor-Bestseller bei Amazon ist der Samsung C24F396FHU ganz oben zu finden (Stand: 06.02.2020). Mit einer Durchschnittswertung von 4,5 von 5 Sternen und 6.347 abgegebenen Bewertungen auf jeden Fall einer der PC-Bildschirme, die man in Betracht ziehen sollte – insbesondere, wenn es um ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis geht. Der Curved Monitor ist bei zahlreichen Onlinehändlern für unter 120 Euro zu haben.

Die gekrümmte Bildschirmfläche kann Vorteile haben und wird von einigen Nutzern als angenehm empfunden, da hier eine Art Tiefeneindruck bei Spielen ensteht. Die Bildqualität kann sich unter Berücksichtigung der Preisklasse sehen lassen, der Samsung C24F396FHU geht als brauchbarer Allrounder durch. Gewöhnungsbedürftig ist die Systemsteuerung, das Buttonfeld dazu ist auf der Rückseite angebracht. Für schnelle Shooter ist das 60-Hz-VA-Panel nicht die optimale Wahl, da sollte man dann doch mehr in einen richtigen Gaming-Monitor mit höherer Bildwiederholrate investieren. Für Gelegenheitszocker spricht aber nichts gegen das Modell.

Technische Daten: Samsung C24F396FHU

  • Bildschirmdiagonale: 24 Zoll
  • Native Auflösung: 1.920 × 1.080 Pixel
  • Seitenverhältnis: 16:9
  • Panel: VA (Curved/1800R)

Vorteile:

  • Attraktiver Preis
  • Gute Bildqualität für die Preisklasse

Nachteile:

  • Wenige Anschlüsse: Nur HDMI und VGA vorhanden, kein DisplayPort oder USB
  • Ergonomie: Höhe nicht einstellbar

Preis-Leistungs-Tipp für Gamer: HP Omen 25 Gaming Monitor

HP Monitor HP Omen 25 (24.5 Zoll)

HP Monitor HP Omen 25 (24.5 Zoll)


Für GIGA-Redakteur Robert ist der HP Omen 25 Gaming Monitor ein „günstiger Einstieg in die Welt der Gaming-Monitore“.  Einige der wichtigsten Features sind vorhanden: Eine maximale Bildwiederholfrequenz von 144 Hz, „AMD Freesync“-Unterstützung (muss auch von der Grafikkarte unterstützt werden;  Reaktionszeit 1 ms, Overdrive aktiviert). Fazit: Eine gute Grundausstattung für einen Gaming-Monitor, der weniger als 200 Euro kostet (Straßenpreis). Weniger interessant ist das Modell im Hinblick auf Bildbearbeitungsaufgaben, denn das verbaute TN-Panel zeigt bei extremen Blickwinkeln Kontrast- und Farbabweichungen.

Technische Daten: HP Omen 25 Gaming Monitor

  • Bildschirmdiagonale: 24 Zoll
  • Native Auflösung: 1.920 × 1.080 Pixel
  • Seitenverhältnis: 16:9
  • Panel: TN

Vorteile:

  • Eignet sich aufgrund seines schnellen Panels und Freesync-Unterstützung auch für ambitionierte Spieler
  • Anschlüsse: 2 × HDMI, 1 × DisplayPort, 3× USB

Nachteile:

  • TN-Panel mit beschränktem Blickwinkel
  • Ergonomie: Höhe nicht einstellbar

Preis-Leistungs-Tipp fürs Büro: AOC 24B1H

AOC 24B1H 59,9 cm (23.6 Zoll)

AOC 24B1H 59,9 cm (23.6 Zoll)

Wer weniger als 100 Euro für einen neuen Monitor ausgeben will, sollte den AOC 24B1H in die engere Wahl ziehen. Das Budget-Modell ist mit 24 Zoll Bildschirmdiagonale groß genug für heutige Ansprüche, der taiwanische Hersteller setzt auf ein blickwinkelstabiles MVA-Panel mit recht schlanken Displayrändern. Bei Amazon schmückt sich der 24B1H mit einem Amazon's-Choice-Label und einer Durchschnittsbewertung von 4,4 von 5 Sternen.

Einer der Amazon-Kunden ergreift drastische Worte: „Wer nicht für 100 Euro zuschlägt, der gehört geschlagen!“ Dieser Aussage würden wir so nicht zustimmen, aber in Anbetracht des niedrigen Preises und der allgemein guten Bildeigenschaften kann man den AOC 24B1H als einfachen (Zweit-)Monitor für Homeoffice-Aufgaben empfehlen. Anspruchsvolle Spieler und Grafiker sollten lieber etwas mehr Geld in die Hand nehmen.

Technische Daten: Samsung C24F396FHU

  • Bildschirmdiagonale: 24 Zoll
  • Native Auflösung: 1.920 × 1.080 Pixel
  • Seitenverhältnis: 16:9
  • Panel: VA

Vorteile:

  • Blickwinkelstabil, ordentliche subjektive Bildqualität
  • Verhältnismäßig schlankes Gehäuse-Design – wobei die Herstellerbeschreibung „Rahmenloses Design“ nicht zutreffend ist

Nachteile:

  • Wenige Anschlüsse: Nur HDMI und VGA vorhanden
  • Ergonomie: Höhe nicht einstellbar

34-Zoll-Curved-Empfehlung: MSI Optix MPG341CQR

MSI Optix MPG341CQR (34 Zoll)

MSI Optix MPG341CQR (34 Zoll)

Egal ob bei DisplayNinja, Techradar oder Gameswelt: Der MSI Optix MPG341CQR schneidet in Tests ausgesprochen gut ab. Der hohe Preis (899 Euro UVP) schreckt Otto Normalverbraucher ab, es handelt sich ganz klar um einen Multimedia-Monitor für gehobene Ansprüche. Die RGB-Beleuchtung („MSI Mystic Light“) an der Front spricht die Spielerszene an, die sich damit Game-Benachrichtigungen anzeigen lassen kann. „Seine 34-Zoll-Größe in Verbindung mit dem 21:9-Seitenverhältnis und der 1.440p-Auflösung sorgen für ein ziemlich fantastisches Spielerlebnis,“ schreibt Whitson Gordon bei IGN.

Anders als viele günstigere Gaming-Monitore lässt sich der stabil gebaute MSI Optix MPG341CQR auch in der Höhe verstellen. Die Bildqualität des 144Hz-Ultrawide-Monitors ist insgesamt sehr gut – nur in Details gibt's Kritik, etwa bei der Helligkeitsverteilung oder besonders rasanten Spielszenen. In einem sind sich alle Tester einig: Der Preis ist in Anbetracht der Leistung, der Ergonomie und den Einstellmöglichkeiten absolut gerechtfertigt. Wer sich den Traummonitor holt, sollte aber auch einen entsprechend starken Gaming-PC besitzen, dessen GPU die hohe Auflösung flüssig berechnen kann. Hinweis: Offiziell unterstützt wird nur AMD FreeSync, aber G-Sync funktioniere trotzdem so Gordon.

Technische Daten: MSI Optix MPG341CQR

  • Bildschirmdiagonale: 34 Zoll
  • Native Auflösung: 3.440 × 1.440 Pixel
  • Seitenverhältnis: 21:9
  • Panel: VA (Curved/1800R)

Vorteile:

  • Blickwinkelstabil, ordentliche subjektive Bildqualität
  • Verhältnismäßig schlankes Gehäuse-Design – wobei die Herstellerbeschreibung „Rahmenloses Design“ nicht zutreffend ist

Nachteile:

  • Geisterbilder bei eher dunkleren Szenen in schnellen Spielen
  • Erfordert einen starken Gaming-PC, um das Potential auszunutzen

Monitor-Kauf 2020: Das sollte man wissen

Monitor-Eigenschaften: Auflösung, HDR, Reaktionszeit, HDCP und mehr

Monitor-Datenblätter sind wichtig, aber für Techniklaien kaum zu verstehen. Mit etwas Grundlagenwissen lassen sich aber die vielen Abkürzungen besser deuten und einordnen. Hier sind einige der wichtigsten Begriffe im Überblick:

Auflösung: Gesamtzahl der Bildpunkte (Pixel), die der Monitor besitzt. Angegeben wird diese als Breite × Höhe, beispielsweise 1.920 × 1.080 Pixel (auch: „Full HD“, „FHD“, „1.080p“) oder 3.840 x 2.160 Pixel (auch: „UHD“, „4K“). Nicht verwechselt werden sollte die Auflösung mit der Pixeldichte, welche in Pixel pro Zoll (ppi) angegeben wird und beschreibt, wie eng die Bildpunkte des Monitors aneinander gepackt liegen. Bei beiden Werten gilt: Je höher, desto besser – allerdings steigen gleichzeitig auch die Anforderungen an die Hardware (Grafikkarte), insbesondere bei Spielen. Für Microsoft Office oder vergleichbares genügt Full HD bei einer Bildschirmdiagonale von 24 oder 27 Zoll aus.

G-Sync und FreeSync:  Technologien, die das Signal der Grafikkarte mit der Bildwiederholrate des Monitors synchronisieren und für ruckelfreie und flüssige Darstellung bei Spielen sorgen sollen. Erfordert bei neueren Spielen eine leistungsfähige Grafikkarte. Büro-Monitore können meist nur 60 Bilder pro Sekunde (60 Hertz) darstellen, Gaming-Monitore zeigen deutlich mehr Frames-per-second (FPS).

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HDCP: Bei „High-bandwidth Digital Content Protection“ handelt es sich um ein Verschlüsselungssystem („Kopierschutz“), das bei Filmen und Serien zum Einsatz kommt und eine Aufzeichnung verhindern soll. Die meisten Monitore unterstützen HDCP 1.4, was für HD-Inhalte ausreicht. Wer verschlüsselte 4K-Inhalte (UHD) auf einem 4K-Monitor wiedergeben möchte, muss auf die Unterstützung von HDCP 2.2 achten (Beispiel: Amazon Fire TV Stick 4K oder Apple TV 4K an einem 4K-Monitor).

HDR: „High Dynamic Range“ bedeutet hoher Dynamikumfang, was zu einer lebensechteren Darstellungen von Licht und Schatten führt. HDR-Technologien wie HDR10 sind vor allem bei Spielen und Filmen interessant, da der subjektive Bildeindruck dadurch besser werden kann. Der Chiphersteller AMD hat zur Kennzeichnung die Güteklasse „FreeSync Premium Pro“ eingeführt, in der die HDR-Fähigkeit von Monitoren Bestandteil ist. Auch das „DisplayHDR“-Logo von VESA oder „G-Sync Ultimate“ von Nvidia sind nützliche Hinweise. Benötigt wird eine aktuelle Grafikkarte, die HDR unterstützt (z. B. AMD Radeon RX 560).

Was ist HDR? – TECHfacts

Panel: Beschreibt den Bildschirmtyp, also welche Technik hier zu Bilderzeugung verbaut wurde. Budget- und Gaming-Monitore setzen häufig auf TN-Panels (Twisted-Nematic-Panel), die günstig in der Herstellung sind und schnelle Reaktionszeiten aufweisen. PVA- und MVA-Panels (Patterned-Vertical-Alignment/Multi-Domain-Vertical-Alignment) haben bessere Kontrastwerte und eine höhere Blickwinkelstabilität als TN-Panels, weisen aber höhere Reaktionszeiten auf und sind meist etwas teurer. IPS-Panels (In-Plane-Switching-Panel) stellen Farben präzise dar und sind blickwinkelstabil  – auch sie sind etwas teurer und für gewöhnlich nicht so reaktionsschnell wie TN-Panels. Vereinfacht gesagt kann man für Spiele und Bürotätigkeiten zu einem Monitor mit TN-Panel greifen. Wer Grafikaufgaben erledigen möchte und hohen Wert auf die Farbdarstellung legt, wird eher mit PVA, MVA oder IPS glücklich. Je nach Monitor-Modell kann es aber auch Ausnahmen geben, so kann auch mal ein TN-Panel überraschend blickwinkelstabil sein.

Pivot:  Schwenkfunktion, bei der der Monitor in den Portraitmodus gedreht werden kann. Nützlich unter anderem bei Tabellenkalkulation oder Layout-Aufgaben (etwa Darstellung von Dokumenten im Hochformat).

Dell U2719DC mit Pivot-Funktion (Bild: Hersteller)

Reaktionszeit: Schaltzeit in Millisekunden, die ein Pixel braucht, um seinen Zustand zu ändern. Je niedriger, desto besser für Bewegtbild im Allgemeinen und schnelle Spielszenen im Speziellen. Gaming-Monitore haben Reaktionszeiten von 5 ms oder weniger, Büro-Monitoren sind hingegen langsamer und können zu Schlierenbildung in rasanten Games neigen.

Monitor anschließen: HDMI, DisplayPort oder DVI?

GIGA-Redakteur Robert zeigt die Unterschiede zwischen den am häufigsten anzutreffenden Anschlussarten:

VGA vs. DVI vs. HDMI vs. Displayport: Welches Interface sollte ich wann nutzen? – TECHfacts

Fernseher als Monitor nutzen: Geht das?

Ja, das geht. TV-Geräte und PC-Monitore sind technisch grundlegend nah verwandt und setzen meist auf LCD sowie einen HDMI-Anschluss. Dem PC-Monitor fehlt für gewöhnlich der TV-Tuner und er ist für einen kürzeren Betrachtungsabstand ausgelegt. Zudem lassen sich Monitore oft besser auf die Nutzungsituation am Schreibtisch anpassen (Ergonomie). Fernseher sind bei großen Bildschirmdiagonalen allerdings verlockend preiswert, was so manchen PC-Nutzer dazu bewegt, sich keinen Monitor anzuschaffen, sondern einfach einen Fernseher zu nutzen. Für Multimedia-Zwecke (Filme, Casual-Spiele) mag das eine denkbare Option sein, für Bürotätigkeiten (MS Office) und anspruchsvolles Gaming (hohe Bildwiederholraten) sollte man lieber einen geeigneten PC-Monitor verwenden.

Röhrenmonitor: Hardcore-Gamer schwören auf die Bildqualität

Die Ära der Röhrenmonitore ist längst vorbei. Trotzdem sollte man nicht denken, die dicken Kästen wären in jeder Hinsicht überholt. So haben die Hardware-Fans von Digital Foundry eine Lobeshymne auf den  Sony FW 900 (16:10 Flat CRT) gedreht, die sich Hardcore-Gamer unbedingt ansehen sollten. Fazit: Überraschend gute Bildqualität bei First-Person-Shootern, die sich in Sachen Schärfe nicht vor modernen 4K-LCDs verstecken muss.

Tragbarer Mini-Monitor: Der mobile Begleiter fürs Laptop

Wer auf kleinstem Raum lebt oder viel unterwegs ist, sollte sich die Gattung der tragbaren Mini-Monitore anschauen. Sie sind als Begleiter für Laptops gedacht und werden beispielsweise per USB-Typ-C-Kabel für die Stromversorgung und die Datenübertragung angeschlossen. Manche Modelle bieten auch einen HDMI-Eingang, sodass man etwa eine Nintendo Switch verbinden kann.

Asus ZenScreen MB16AC tragbarer USB-Monitor mit 15,6 Zoll Bildschirmdiagonale (Bild: Hersteller)
4K Tragbarer Monitor UPERFECT 15,6 Zoll UHD

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Monitor von der Steuer absetzen

Monitore, die beruflich genutzt werden, können von der Steuer abgesetzt werden. Das ist gut zu wissen für Lehrer, Studenten, Freiberufler, aber auch Angestellte. So lassen sich in vielen Fällen 50 Prozent der Kosten absetzen, wenn man beim Finanzamt eine teils private und teils berufliche Nutzung des Monitors angibt (Werbungskosten). Im Zweifel sollte man einen Steuerberater hinzuziehen, der die eigene Situation richtig einordnet.