Bildschirmdiagonale, Auflösung, Panel, Anschlüsse – GIGA zeigt dir, auf was du beim Monitor-Kauf 2021 achten solltest und nennt Testsieger und Bestseller-Bildschirme, die besonders empfehlenswert sind.

Schon gewusst? Die ersten Computer(vorgänger) mussten noch ohne Monitor auskommen – stattdessen wurden Hollerith-Lochkarten und Glühbirnen genutzt. Später kamen dann Monochrom-Monitore zum Einsatz, die nur eine einzige Farbe darstellen konnten. Den letzten gewaltigen Sprung machte die Bildschirmtechnik, als die damals verbreiteten Röhrenmonitore durch flache Bildschirme mit LCD abgelöst wurden. Heute blicken wir auf hochauflösende Screens mit großer Bildschirmfläche: Mittlerweile sind Bildschirmdiagonalen von 24 Zoll (60,96 cm) und mehr üblich.

PC-Monitore 2021: Alle Testsieger und Bestseller im Überblick

Amazon-Bestseller Preis-Leistungs-Tipp fürs Home-Office Home-Office-Tipp mit integrierter Webcam Gaming-Monitor-Tipp 34-Zoll-Curved-Empfehlung Testsieger bei Stiftung Warentest mit 24 Zoll Testsieger bei Stiftung Warentest mit 27 Zoll
Modell Samsung U28E590D Asus VA24DQLB Viewsonic VG2440V LG 27GL850-B MSI Optix MPG341CQR Dell UltraSharp U2419HC iiyama ProLite XUB2792UHSU-B1
Preis (ca.) 250 Euro 320 Euro 200 Euro 400 Euro 900 Euro - 400 Euro
Vorteil groß und günstig ergonomisch integrierte Webcam hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis gute Bildqualität Zahlreiche Anschlüsse Hohe Bildqualität
Nachteil nur neigbar einfache Verarbeitungsqualität nur 24 Zoll Diagonale Betrieb im schnellsten Modus führt zu Ghosting Erfordert einen starken Gaming-PC im Handel kaum noch zu finden kein HDCP 2.2
Angebot Cyberport NBB Amazon Saturn MediaMarkt Amazon (Nachfolgemodell) NBB
Preisvergleich idealo idealo idealo idealo idealo idealo (Nachfolgemodell) idealo

Amazon-Bestseller: Samsung U28E590D

Samsung U28E590D (28 Zoll, UHD)

Samsung U28E590D (28 Zoll, UHD)

Technische Daten: Samsung U28E590D

  • Bildschirmdiagonale: 28 Zoll
  • Native Auflösung: 3.840 × 2.160 Pixel
  • Seitenverhältnis: 16:9
  • Panel: TN

Vorteile:

  • Attraktiver Preis für einen großen Bildschirm
  • Gute Bildqualität für die Preisklasse
  • Mattes Display

Nachteile:

  • schlechte Ergonomie: nur neigbar, Höhe nicht einstellbar, keine Pivot-Funktion

In der Liste der Monitor-Bestseller bei Amazon ist der Samsung U28E590D  in den Top 5 zu finden (Stand: 19.03.2021). Mit einer Durchschnittswertung von 4,5 von 5 Sternen und über 6.000 abgegebenen Bewertungen auf jeden Fall einer der PC-Bildschirme, die man in Betracht ziehen sollte – insbesondere, wenn es um ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis bei großer Bildschirmdiagonale geht. Ein „solider und gut ausbalancierter 4K Ultra HD Monitor, der mit seinen Eigenschaften im niedrigen Preisbereich für aufsehen sorgt“, so der Blog „4KMonitor.net“.

Zwar ist nur ein TN-Panel (Blickwinkelstabilität niedrig) mit 60 Hz verbaut , das aber nicht spiegelt (matte Oberfläche), eine schnelle Reaktionszeit von 1ms aufweist und vergleichsweise guten Kontrast bietet. Der Samsung U28E590D ist nur neigbar, hat keine integrierten Lautsprecher und unterstützt kein HDCP 2.2 – das sind kleinere Abstriche, die das Modell klar als Spartipp positionieren. Wer ein vollausgestattetes Technikwunder erwartet, muss sich eine oder zwei Preisklassen darüber umschauen.

Preis-Leistungs-Tipp fürs Home-Office: Asus VA24DQLB

ASUS VA24DQLB-W

ASUS VA24DQLB-W

Technische Daten: Asus VA24DQLB

  • Bildschirmdiagonale: 24 Zoll
  • Native Auflösung: 1.920 × 1.080 Pixel
  • Seitenverhältnis: 16:9
  • Panel: IPS

Vorteile:

  • Ergonomisch
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Nachteile:

  • einfache Verarbeitungsqualität
  • Hub nur mit USB 2.0

Wenn eine Bildschirmdiagonale von 60,45 cm (ca. 24 Zoll) ausreicht und das Budget knapp ist, dann könnte der Asus VA24DQLB  die richtige Wahl sein. Der Office-Monitor ist erstaunlich gut ausgestattet und bleibt trotzdem bezahlbar. Ein blickwinkelstabiles IPS-Panel, kombiniert mit Neigung, Schwenk- und Höhenverstellung – für die Ergonomie ist gesorgt. Anschlussseitig hat man die Wahl zwischen  D-Sub, DisplayPort (1.2) und HDMI (1.4). Zudem ist ein USB-Hub integriert (2 Ports) – allerdings nur mit USB 2.0, was aber für viele Zubehörgeräte (z.B. externes Mikrofon) locker ausreicht.

Die Bildschirmspezialisten von Prad.de bescheinigen eine gute Bildqualität: „Besonders beeindruckend sind in dieser Preisklasse die sehr guten Wertungen für die Ausleuchtung und die Farbreinheit.“ Das passt auch zu den Kundenrezensionen auf Amazon (Durchschnitt: 4,6 von 5 Sternen). Ein US-Kunde nutzt den Asus VA24DQLB als Zweitmonitor und ist zufrieden: „Bisher war der Monitor großartig für die Arbeit. Ich habe ein Macbook Pro und es funktioniert wunderbar damit.“

Vor dem Kauf sollte man sich aber darüber im Klaren sein, dass man keine Oberklasse-Features wie USB-C erwarten darf und das Modell auch nicht für Profi-Spieler gedacht ist. Der Asus VA24DQLB ist ein Full-HD-Monitor für Preisbewusste – und in dieser Kategorie muss er sich nicht vor der Konkurrenz verstecken.

Home-Office-Tipp mit integrierter Webcam: Viewsonic VG2440V

Viewsonic VG2440V 24-Zoll-Monitor mit Webcam

Viewsonic VG2440V 24-Zoll-Monitor mit Webcam

Technische Daten: Viewsonic VG2440V

  • Bildschirmdiagonale: 24 Zoll
  • Native Auflösung: 1.920 × 1.080 Pixel
  • Seitenverhältnis: 16:9
  • Panel: IPS

Vorteile:

  • integrierte Webcam (neigbar) + Mikro + Lautsprecher
  • Ergonomisch

Nachteile:

  • 24 Zoll Bildschirmdiagonale ist heutzutage schon „klein“

Der Viewsonic VG2440V wird vom Hersteller selbst als „Videokonferenz-Monitor“ bezeichnet. Ausschlaggebend ist die besondere Ausstattung: Eine Full-HD-Webcam, ein Mikrofon und zwei Lautsprecher sind im Bildschirm integriert – sehr praktisch im Home-Office und virtuellen Meetings in Zoom, Slack, Teams und Google Meet. Statt mehreren Zubehörgeräten inklusive Kabelsalat, hat man so alles in einem kompakten Format (Diagonale: 24 Zoll) vor sich stehen. Die Kamera lässt sich per Schiebeabdeckung verdecken – ein kleines Detail, das wir als Pluspunkt zählen.

Viewsonic VG2440V: Eine neigbare Webcam ist oben im Gehäuserahmen integriert (Bild: Hersteller)

Drehbar, neigbar, schwenkbar und in der Höhe verstellbar – der Viewsonic VG2440V ist aus ergonomischer Sicht vorbildlich ausgestattet. Ein Blaulichtfilter soll die Augen bei der Büroarbeit schonen. Die restlichen technischen Daten sind solide, aber unspektakulär: Die Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) ist in der Größenklasse Standard, die Reaktionszeit von 5 ms reicht für Gelegenheitsspieler aus. Altbacken, aber für einige Nutzer durchaus vorteilhaft: Die Bedienung erfolgt über physikalische Buttons und nicht per Touch-Leiste.

Wenn ihr lieber eine separate Webcam haben wollt, dann schaut vorher in unsere ausführliche Kaufberatung:

 

Gaming-Monitor-Tipp: LG 27GL850-B

LG 27GL850-B (27 Zoll)

LG 27GL850-B (27 Zoll)

Technische Daten: LG 27GL850-B

  • Bildschirmdiagonale: 27 Zoll
  • Native Auflösung: 2.560 ×1.440 Pixel
  • Seitenverhältnis: 16:9
  • Panel: IPS

Vorteile

  • Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Adaptive-Sync-Unterstützung (bis zu 144 Hz)
  • Niedrige Reaktionszeit
  • Integrierter USB-Hub

Nachteile

  • Betrieb im schnellsten Modus führt zu Ghosting
  • Schwacher HDR-Effekt trotz HDR10-Zertifizierung

Für GIGA-Redakteur Daniel ist der Gaming-Monitor LG 27GL850-B ein „wahrer Alleskönner „.  Einige der wichtigsten Features sind vorhanden: Eine maximale Bildwiederholfrequenz von 144 Hz, „AMD Freesync“-Unterstützung (muss auch von der Grafikkarte unterstützt werden;  Reaktionszeit 1 ms, Overdrive aktiviert). Fazit: Eine gute Grundausstattung für einen QHD-Gaming-Monitor, der weniger als 500 Euro kostet (Straßenpreis).

Die Produktgattung „Gaming-Monitore“ ist umfangreich. Weitere Bildschirmmodelle für Spieler stellen wir euch in unserer ausführlichen Kaufberatung vor:

34-Zoll-Curved-Empfehlung: MSI Optix MPG341CQR

MSI Optix MPG341CQR (34 Zoll)

MSI Optix MPG341CQR (34 Zoll)

Technische Daten: MSI Optix MPG341CQR

  • Bildschirmdiagonale: 34 Zoll
  • Native Auflösung: 3.440 × 1.440 Pixel
  • Seitenverhältnis: 21:9
  • Panel: VA (Curved/1800R)

Vorteile:

  • Blickwinkelstabil, ordentliche subjektive Bildqualität
  • Verhältnismäßig schlankes Gehäuse-Design – wobei die Herstellerbeschreibung „Rahmenloses Design“ nicht zutreffend ist

Nachteile:

  • Geisterbilder bei eher dunkleren Szenen in schnellen Spielen
  • Erfordert einen starken Gaming-PC, um das Potential auszunutzen

Egal ob bei DisplayNinja, Techradar oder Gameswelt: Der MSI Optix MPG341CQR schneidet in Tests ausgesprochen gut ab. Der hohe Preis (899 Euro UVP) schreckt Otto Normalverbraucher ab, es handelt sich ganz klar um einen UWQHD-Multimedia-Monitor für gehobene Ansprüche. Die RGB-Beleuchtung („MSI Mystic Light“) an der Front spricht die Spielerszene an, die sich damit Game-Benachrichtigungen anzeigen lassen kann. „Seine 34-Zoll-Größe in Verbindung mit dem 21:9-Seitenverhältnis und der 1.440p-Auflösung sorgen für ein ziemlich fantastisches Spielerlebnis,“ schreibt Whitson Gordon bei IGN.

Die hohe Auflösung des MSI Optix MPG341CQR erfordert eine leistungsfähige Grafikkarte (Bild: Hersteller)

Anders als viele günstigere Gaming-Monitore lässt sich der stabil gebaute MSI Optix MPG341CQR auch in der Höhe verstellen. Die Bildqualität des 144-Hz-Ultrawide-Monitors ist insgesamt sehr gut – nur in Details gibt's Kritik, etwa bei der Helligkeitsverteilung oder besonders rasanten Spielszenen. In einem sind sich alle Tester einig: Der Preis ist in Anbetracht der Leistung, der Ergonomie und den Einstellmöglichkeiten absolut gerechtfertigt. Wer sich den Traummonitor holt, sollte aber auch einen entsprechend starken Gaming-PC besitzen, dessen GPU die hohe Auflösung flüssig berechnen kann. Hinweis: Offiziell unterstützt wird nur AMD FreeSync, aber G-Sync funktioniere trotzdem so Gordon.

Die besten Grafikkarten in unserer Kaufberatung:

Der Büromonitor-Testsieger bei Stiftung Warentest (2019): Dell UltraSharp U2419HC

Technische Daten: Dell UltraSharp U2419HC

  • Bildschirmdiagonale: 24 Zoll
  • Native Auflösung: 1.920 × 1.080 Pixel
  • Seitenverhältnis: 16:9
  • Panel: IPS

Vorteile:

  • Zahlreiche Anschlüsse, auch USB-C (lädt Laptops mit bis zu 65 Watt)
  • Geringer Stromverbrauch (13 Watt im Betrieb laut Stiftung Warentest)

Nachteile:

Seit Jahren bewährt: Die „UltraSharp“-Reihe hat schon viele empfehlenswerte PC-Monitore hervorgebracht. Einer der vielen Erfolge ist der Sieg bei Stiftung Warentest (Ausgabe 08/2019) für den Dell UltraSharp U2419HC, der sich in der Größenklasse bis 24 Zoll das Urteil „gut“ (2,2) sichern konnte. Der U2419HC überzeugte die Tester in den wichtigsten Kategorien: Bildqualität, Vielseitigkeit und Handhabung sind gut, die Umwelteigenschaften (Stromverbrauch) sogar sehr gut.Dieser Monitor eignet sich für ein breites Spektrum an Einsatzarten. Anspruchsvollen Gamern sind die 8 ms Reaktionszeit des Full-HD-IPS-Panels allerdings zu langsam, es könnten Unschärfen bei schnellen Spielszenen entstehen. Das Büro-Modell von Dell teilt sich den Thron mit dem Eizo EV2457, der unter anderem mit 16:10-Format und größerer Helligkeit punktet.

Hinweis: Beim Dell UltraSharp U2419HC handelt es sich mittlerweile um ein Auslaufmodell, das nur noch selten im Handel zu finden ist. Wir haben bei Dell nach dem offiziellen Nachfolger gefragt und eine Antwort erhalten: Es ist der Dell UltraSharp U2421HE, der im Handel für unter 300 Euro zu finden ist.

Dell UltraSharp U2421HE (24 Zoll, Full HD)

Dell UltraSharp U2421HE (24 Zoll, Full HD)

Alternative zum Stiftung-Warentest-Sieger mit 27 Zoll: iiyama ProLite XUB2792UHSU-B1

iiyama ProLite XUB2792UHSU (27 Zoll)

iiyama ProLite XUB2792UHSU (27 Zoll)

Technische Daten: iiyama ProLite XUB2792UHSU-B1

  • Bildschirmdiagonale: 27 Zoll
  • Native Auflösung: 3.840 × 2.160 Pixel
  • Seitenverhältnis: 16:9
  • Panel: IPS

Vorteile:

  • Überzeugende Bildqualität, scharfe Darstellung
  • Schnell genug für Gelegenheitsspieler
  • Ergonomie: Vielseitig verstellbar und somit geeignet fürs Büro

Nachteile:

  • braucht lang, um vom Standby wieder aufzuwachen
  • Einschränkung bei UHD-Filmen: Monitor unterstützt kein HDCP 2.2 (Kopierschutz)

Den Modellnamen „iiyama ProLite XUB2792UHSU-B1“ kann man sich zwar kaum merken, man sollte es aber trotzdem versuchen, denn dieser 27-Zoller mit 3.840 × 2.160 Pixeln ist einen Blick wert. Bei der Stiftung Warentest (Ausgabe 08/2019) hat es für den Japaner nur für die Note „befriedigend“ (2,8) gereicht, bemängelt wurde vor allem die absurd lange Aufwachzeit vom Standby (9 Sekunden).

Anschlüsse des iiyama ProLite XUB2792UHSU-B1 (Bild: Hersteller)

Deutlich besser bewertet wurde der Büromonitor hingegen beim Internetportal Prad, hier verdiente sich der „ausgezeichnete Allrounder“ das Testurteil „sehr gut“. Der Tester Damian Köb lobt die ergonomischen Funktionen, denn der XUB2792UHSU-B1 lässt sich in der Höhe verstellen, hochkant drehen (Pivot), seitlich drehen (Swivel) und neigen (Tilt). Die Bildqualität ist überzeugend und genügt nach Kalibrierung für Bildbearbeitungsaufgaben im sRGB-Farbraum. Die Reaktionszeiten (Latenz) des Monitors sind gut genug, dass es für Gelegenheitsspieler ausreicht. Interessantes Detail: Ein aus der Mode gekommener DVI-Eingang wurde noch verbaut, das ist heutzutage nicht mehr oft zu sehen.

Die besten Monitore 2021: So haben wir ausgewählt

GIGA-Redakteur Stefan hat in diese Zusammenfassung eigene Erfahrungen und Recherche in Fachzeitschriften einfließen lassen. Vorgestellt werden Monitore, die besonderes Lob von Presse und Kunden erhalten haben und sich daher für einen Kauf empfehlen. Das von der Stiftung Warentest angewendete Testverfahren für Monitore wird zudem auf der entsprechenden Webseite erläutert. Verwendete Quellen: 4KMonitor.net, Stiftung Warentest (Ausgabe 08/2019), Prad.de (05/2019; 11/2020), DisplayNinjaTechradar, Gameswelt, IGN

Monitor-Kauf 2021: Das sollte man wissen

Die Spezialisierung der Modelle auf einen bestimmten Einsatzzweck ist längst selbstverständlich. Bei Gaming-Monitoren für ambitionierte Spieler zählt eine hohe Bildwiederholrate, während bei einem Office-Monitor maximale Ergonomie wichtiger ist. Der Durchschnittspreis für PC-Monitore liegt in Deutschland bei rund 226 Euro (2020) – dafür bekommt man durchaus ein gutes Allround-Modell. Wer höhere Ansprüche hat, kann aber auch die zigfache Summe ausgeben, etwa für ein kalibriertes Profimodell zur Bildbearbeitung oder einen Riesenbildschirm mit 8K-Auflösung. Für die temporäre Nutzung teurer Modelle bietet sich auch eine zeitweise Monitor-Miete an, etwa bei Grover.

Monitor-Eigenschaften: Auflösung, HDR, Reaktionszeit, HDCP und mehr

Monitor-Datenblätter sind wichtig, aber für Techniklaien kaum zu verstehen. Mit etwas Grundlagenwissen lassen sich aber die vielen Abkürzungen besser deuten und einordnen. Hier sind einige der wichtigsten Begriffe im Überblick:

Auflösung: Gesamtzahl der Bildpunkte (Pixel), die der Monitor besitzt. Angegeben wird diese als Breite × Höhe, beispielsweise 1.920 × 1.080 Pixel (auch: „Full HD“, „FHD“, „1.080p“) oder 3.840 x 2.160 Pixel (auch: „UHD“, „4K“). Nicht verwechselt werden sollte die Auflösung mit der Pixeldichte, welche in Pixel pro Zoll (ppi) angegeben wird und beschreibt, wie eng die Bildpunkte des Monitors aneinander gepackt liegen. Bei beiden Werten gilt: Je höher, desto besser – allerdings steigen gleichzeitig auch die Anforderungen an die Hardware (Grafikkarte), insbesondere bei Spielen. Für Microsoft Office oder vergleichbares genügt Full HD bei einer Bildschirmdiagonale von 24 oder 27 Zoll.

Energielabels: Vor allem große Monitore verbrauchen viel Strom, sodass man diesen Punkt beim Kauf beachten sollte. Die Leistungsaufnahme (in Watt) wird im jeweiligen Produktdatenblatt des Herstellers angegeben. Eine schnelle Übersicht sollen die Energielabels bieten – hier gelten allerdings ab 1. März 2021 neue Regeln. Die dortige Angabe ist in „kWh/1000h“ und mit einem Buchstaben (Klasse) formuliert.

G-Sync und FreeSync:  Technologien, die das Signal der Grafikkarte mit der Bildwiederholrate des Monitors synchronisieren und für ruckelfreie und flüssige Darstellung bei Spielen sorgen sollen. Erfordert bei neueren Spielen eine leistungsfähige Grafikkarte. Büro-Monitore können meist nur 60 Bilder pro Sekunde (60 Hertz) darstellen, Gaming-Monitore zeigen deutlich mehr Frames-per-second (FPS).

Mehr zum Thema:

HDCP: Bei „High-bandwidth Digital Content Protection“ handelt es sich um ein Verschlüsselungssystem („Kopierschutz“), das bei Filmen und Serien zum Einsatz kommt und eine Aufzeichnung verhindern soll. Die meisten Monitore unterstützen HDCP 1.4, was für HD-Inhalte ausreicht. Wer verschlüsselte 4K-Inhalte (UHD) auf einem 4K-Monitor wiedergeben möchte, muss auf die Unterstützung von HDCP 2.2 achten (Beispiel: Amazon Fire TV Stick 4K oder Apple TV 4K an einem 4K-Monitor).

HDR: „High Dynamic Range“ bedeutet hoher Dynamikumfang, was zu einer lebensechteren Darstellungen von Licht und Schatten führt. HDR-Technologien wie HDR10 sind vor allem bei Spielen und Filmen interessant, da der subjektive Bildeindruck dadurch besser werden kann. Der Chiphersteller AMD hat zur Kennzeichnung die Güteklasse „FreeSync Premium Pro“ eingeführt, in der die HDR-Fähigkeit von Monitoren Bestandteil ist. Auch das „DisplayHDR“-Logo von VESA oder „G-Sync Ultimate“ von Nvidia sind nützliche Hinweise. Benötigt wird eine aktuelle Grafikkarte, die HDR unterstützt (z. B. AMD Radeon RX 560).

Was ist HDR? – TECHfacts

Panel: Beschreibt den Bildschirmtyp, also welche Technik hier zu Bilderzeugung verbaut wurde. Budget- und Gaming-Monitore setzen häufig auf TN-Panels (Twisted-Nematic-Panel), die günstig in der Herstellung sind und schnelle Reaktionszeiten aufweisen. PVA- und MVA-Panels (Patterned-Vertical-Alignment/Multi-Domain-Vertical-Alignment) haben bessere Kontrastwerte und eine höhere Blickwinkelstabilität als TN-Panels, weisen aber höhere Reaktionszeiten auf und sind meist etwas teurer. IPS-Panels (In-Plane-Switching-Panel) stellen Farben präzise dar und sind blickwinkelstabil  – auch sie sind etwas teurer und für gewöhnlich nicht so reaktionsschnell wie TN-Panels. Vereinfacht gesagt kann man für Spiele und Bürotätigkeiten zu einem Monitor mit TN-Panel greifen. Wer Grafikaufgaben erledigen möchte und hohen Wert auf die Farbdarstellung legt, wird eher mit PVA, MVA oder IPS glücklich. Je nach Monitor-Modell kann es aber auch Ausnahmen geben, so kann auch mal ein TN-Panel überraschend blickwinkelstabil sein.

Pivot: Schwenkfunktion, bei der der Monitor in den Portraitmodus gedreht werden kann. Nützlich unter anderem bei Tabellenkalkulation oder Layout-Aufgaben (etwa Darstellung von Dokumenten im Hochformat).

Reaktionszeit: Schaltzeit in Millisekunden, die ein Pixel braucht, um seinen Zustand zu ändern. Je niedriger, desto besser für Bewegtbild im Allgemeinen und schnelle Spielszenen im Speziellen. Gaming-Monitore haben Reaktionszeiten von 5 ms oder weniger, Büro-Monitoren sind hingegen langsamer und können zu Schlierenbildung in rasanten Games neigen.

Monitor anschließen: HDMI, DisplayPort oder DVI?

GIGA-Redakteur Robert zeigt die Unterschiede zwischen den am häufigsten anzutreffenden Anschlussarten:

VGA vs. DVI vs. HDMI vs. Displayport: Welches Interface sollte ich wann nutzen? – TECHfacts

Auch interessant:

Oder doch USB-C?

Immer häufiger anzutreffen sind Monitore mit USB-C-Anschluss. Das USB-C-Kabel zwischen PC und Monitor erfüllt im Idealfall gleich drei Funktionen: Bild- und Tonübertragung, Datenübertragung und Stromversorgung. Das räumt den Schreibtisch auf, da alles mit nur einem Kabel stattfindet. Und: Der Monitor wird zum zentralen Hub, an den dann weitere Peripheriegeräte für den Computer angeschlossen werden können. Hier am Beispiel des Eizo EV2795-BK:

Eizo EV2795-BK FlexScan: Video- und Audiowiedergabe, schnelle Datenübertragung inklusive Netzwerksignal sowie Stromversorgung angeschlossener Geräte – alles mit nur einem USB_C-Kabel (Bild: Hersteller)

In der Apple-Welt setzt man darüberhinaus auf Thunderbolt 3, das direkt kompatibel mit USB C (USB 3.1) ist. Ein Beispiel dafür ist der LG 24MD4KL-B, der vom Hersteller als „der perfekte Begleiter für den Mac“ angepriesen wird. Ist USB-C oder Thunderbolt 3 vorhanden, ist auch sogenanntes Daisy-Chaining möglich: Mehrere Monitore werden per USB-C-Kabel miteinander verkettet (Reihenschaltung mehrerer Monitore).

Röhrenmonitor: Hardcore-Gamer schwören auf die Bildqualität

Die Ära der Röhrenmonitore ist längst vorbei. Trotzdem sollte man nicht denken, die dicken Kästen wären in jeder Hinsicht überholt. So haben die Hardware-Fans von Digital Foundry eine Lobeshymne auf den  Sony FW 900 (16:10 Flat CRT) gedreht, die sich Hardcore-Gamer unbedingt ansehen sollten. Fazit: Überraschend gute Bildqualität bei First-Person-Shootern, die sich in Sachen Schärfe nicht vor modernen 4K-LCDs verstecken muss.

Tragbarer Mini-Monitor: Der mobile Begleiter fürs Laptop

Wer auf kleinstem Raum lebt oder viel unterwegs ist, sollte sich die Gattung der tragbaren Mini-Monitore anschauen (z. B. Viewsonic VG1655 mit 16 Zoll). Sie sind als Begleiter für Laptops gedacht und werden beispielsweise per USB-Typ-C-Kabel für die Stromversorgung und die Datenübertragung angeschlossen. Manche Modelle bieten auch einen HDMI-Eingang, sodass man etwa eine Nintendo Switch verbinden kann.

Viewsonic VG1655 (47 cm / 16 Zoll) Portabler Monitor (Full-HD)

Viewsonic VG1655 (47 cm / 16 Zoll) Portabler Monitor (Full-HD)

Fernseher als Monitor nutzen: Geht das?

Ja, das geht. TV-Geräte und PC-Monitore sind technisch grundlegend nah verwandt und setzen meist auf LCD sowie einen HDMI-Anschluss. Dem PC-Monitor fehlt für gewöhnlich der TV-Tuner und er ist für einen kürzeren Betrachtungsabstand ausgelegt. Zudem lassen sich Monitore oft besser auf die Nutzungsituation am Schreibtisch anpassen (Ergonomie). Fernseher sind bei sehr großen Bildschirmdiagonalen allerdings verlockend preiswert, was so manchen PC-Nutzer dazu bewegt, sich keinen Monitor anzuschaffen, sondern einfach einen Fernseher zu nutzen.

Für Multimedia-Zwecke (Filme, Casual-Spiele) kann das eine durchaus Option sein, für anspruchsvolles Gaming (hohe Bildwiederholraten) sollte man lieber einen geeigneten PC-Monitor oder wenigstens einen Gaming-Fernseher verwenden. Für stundenlange Bürotätigkeiten (MS Office) bleibt aber ein ergonomischer Office-Monitor die erste Wahl.