Disney ist der Untergang für das Star-Wars-Franchise! Disney schlachtet das Star-Wars-Franchise aus! Das oder ähnliche Unterstellungen hört man gerne von Fans des Universums. Aber so skeptisch ich selbst gegenüber Disney auch gewesen bin – ich muss mich doch eines fragen: Rettet Disney gerade Star Wars?

 

Disney+

Facts 

Ich bin sicher, dass einige von euch den Kopf schütteln: Disney und Star Wars retten? Aber Disney ist doch böse! Und Disney ist ohne Frage ein Konzern, der Geld mit einem der berühmtesten Franchises auf dem Markt scheffeln will. Ähnlich aller Konzerne.

Geld wird sicherlich auch mit dem Remake von Star Wars: Knights of the Old Republic eingenommen. Etwas, das wahrscheinlich Disney wie auch die Fans freuen wird, die schon lange auf ein Star-Wars-Rollenspiel warten – oder eben auf ein Remake des berühmtesten Star-Wars-RPGs.

Ein erster Teaser zum Remake von Star Wars: Kotor.

Star Wars: Knights of the Old Republic Remake

Disney entreißt EA die Star-Wars-Lizenz – und das ist super

Womit garantiert kein Geld eingenommen sondern eher verloren wird, das sind abgebrochene Projekte von Spielen. Wusstet ihr, dass EA mindestens drei aufeinanderfolgende Star-Wars-Projekte storniert hat? Wir erinnern uns an das Projekt mit dem Codenamen Ragtag bei Visceral Games – ein Star-Wars-Singleplayer-Spiel. Eingestellt.

Danach sollte Visceral Games ein neues Spiel im Star-Wars-Universum entwickeln: Project Orca. Dieses Mal wurde direkt das ganze Studio geschlossen; bye bye Visceral Games. Project Orca überlebte noch kurzzeitig bei EA Vancouver. Dann – eingestellt.

Schließlich gab es noch Project Star Wars Viking, das 2020 erscheinen sollte. Ihr erratet es: Eingestellt. (Quelle: t3n)

Womöglich kennt die Öffentlichkeit gar nicht alle Star-Wars-Projekte, die von EA aufgefressen wurden. Aber hey, wenigstens kam Battlefront 2 auf den Markt! Das wäre ohne die Lootboxen gar nicht so schlecht gewesen wäre. Ich betone: wäre. Das tatsächlich einzig gute Star-Wars-Spiel der letzten Jahre von EA ist Star Wars Jedi: Fallen Order. Und vielleicht Star Wars: Squadrons.

Das Remake von Star Wars: Kotor wird nicht mehr von EA entwickelt, wie es aussieht. Grund ist sicherlich der Lizenz-Vertrag zwischen Disney und EA, welcher langsam ausläuft, oder anders gesagt: Er wird nicht erneuert, denn – so können wir annehmen – Disney ist nicht gerade glücklich über EAs Handhabung der Star-Wars-Marke. Und das ist fantastisch! Denn indem Disney sich wohl neue Partner für kommende Star-Wars-Spiele sucht, dürfen wir vielleicht öfter als alle 10 Jahre ein Jedi-Abenteuer für PC und Konsole erwarten. Vielleicht sogar ein nagelneues Singleplayer-RPG?

Eine Menge Filme und Serien in einer weit, weit entfernten Galaxie

Ja. ich möchte eine Lando-Serie mit Donald Glover. (Quelle: Disney)
Ja. ich möchte eine Lando-Serie mit Donald Glover. (Quelle: Disney)

Es gibt VIEL, das Disney gerade bezüglich Star Wars plant oder realisiert (Quelle: Syfy):

  • The Mandalorian: Staffel 3
  • The Book of Boba Fett (Serie?)
  • Obi-Wan Kenobi (Serie)
  • Star Wars: Ahsoka (Serie)
  • Andor (Serie)
  • Lando (Serie)
  • The Acolyte (Mystery-Thriller-Serie)
  • A Droid Story (Animationsserie 2022)
  • Star Wars: The Bad Batch (Serie auf Disney+)
  • Star Wars: Visions (ab 22. September auf Disney+)
  • Ein neuer Kinofilm
  • Ein Star-Wars-Film von Taika Waititi

Über Disney kann gesagt werden, was man will, aber sie wollen Star Wars und sie wollen viel Star Wars. Dabei scheint das Studio keine Angst vor Experimenten zu haben (Rogue One: A Star Wars Story), wenngleich manche ein bisschen schiefgehen (Solo: A Star Wars Story). Falls ihr also wie ich mehr von Star Wars sehen und spielen wollt, so scheint Disney tatsächlich auf der guten Seite der Macht zu stehen.

In der Zeit nach Star Wars: Episode 3 – Die Rache der Sith schien es eine Weile, als sei es das nun gewesen. Und wenngleich die neuen Star-Wars-Kinofilme von Disney mich nicht immer begeistert haben, so bin ich doch mittlerweile froh, dass sich der Konzern der Marke angenommen hat – und sie scheinbar nicht verschrotten will, wie etwaige andere Konzerne.