iOS 10.3: Das solltest du über das neue System wissen

Sebastian Trepesch

iOS 10.3 ist nun verfügbar.  Auch wenn es wie eine Marketingfloskel klingt: Eine Änderung könnte das iPhone spürbar beschleunigen. Was bringt das System an Neuerungen? Wir haben alle wichtigen Informationen zusammengefasst:

iOS 10.3 mit neuen Funktionen für iPhone und iPad

Bei diesem Update von iOS 10 handelt es sich um eine mittelgroße Aktualisierung, heißt: Es geht nicht nur um Fehlerbeseitigungen und marginale Änderungen, sondern es gibt ein paar neue Funktionen. Eine äußerst wichtige Weichenstellung ist der Umstieg auf ein neues Dateisystem, APFS.

Kommen wir aber zunächst zu den Neuerungen, die der Nutzer noch direkter nutzen kann.

iOS 10.3 findet die AirPods

Mein iPhone suchen“ präsentiert sich zwar als eigene App, die Funktionen sind aber vom System abhängig. Mit iOS 10.3 integriert Apple eine Suche für die AirPods. Sind die neuen Kopfhörer in Bluetooth-Reichweite eines eigenen iPhones oder iPads, kann man über iCloud den Standort einsehen und einen Ton ausgeben; siehe AirPods finden, so gehts.

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Siri bezahlt Rechnungen und hupt

Apple erweitert die Schnittstelle zu Siri – besonders Entwickler von Banking-Apps profitieren davon. Sie können in ihre Apps die Möglichkeit integrieren, Rechnungen per Sprachassistent bezahlen und den Status von Zahlungen abfragen zu lassen.

Außerdem können mit Siri Fahrten gebucht werden. In Auto-Apps unterstützt der Sprachassistent Tankanzeige, Verriegelungsstatus und sogar Ein- und Ausschalten der Beleuchtung und der Fernhupe.

Anfragen für App-Bewertungen nerven nicht mehr

Ein Popup taucht auf und fragt, ob wir die aktuelle Version der gerade geöffneten App bewerten möchten – diese Mitteilungen schränkt Apple mit iOS 10.3 zumindest laut Berichten ein (in der offiziellen Update-Beschreibung wird die Funktion nicht aufgeführt). Maximal dreimal pro Jahr darf angeblich eine Anwendung um eine Bewertung bitten. Nach drei Ablehnungen in Folge wird die Funktion automatisch deaktiviert. In den Einstellungen soll der Nutzer dies sogar manuell festlegen können.

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Doch auch Entwickler profitieren von einer Umstellung der Bewertungen: Ihnen ist es möglich, im App Store auf Kundenanfragen direkt zu antworten.

Kleinere neue Funktionen in iOS 10.3

Die Einstellungen von iOS starten nun prominent mit dem Apple-Konto. Hier werden die Informationen zum iPhone-Besitzer mitsamt Einstellmöglichkeiten für Apple ID und iCloud gebündelt. Unter anderem können die verknüpften Geräte aus dem Konto entfernt werden.

Wer sein iPhone mit dem Auto verbindet, bekommt in der Karten-App von CarPlay nun Aufladestationen für Elektrofahrzeuge angezeigt. Zudem können neben anderen kleinen Verbesserungen die zwei meistgenutzten Apps hier nun schneller aufgerufen werden.

Weitere Funktionen:

  • Nutzer von HomeKit-kompatiblen Leuchtmitteln werden ab iOS 10.3 programmierbare Schalter verwenden können.
  • Der Ladestand von Batteriebetriebenen HomeKit-Geräten (Elgato Eve!) wird in der Home-App angezeigt.
  • Die Podcast-App bietet nun ein Widget in der Mitteilungszentrale.
  • Ausgeliehene iTunes-Filme können auf allen Geräten angesehen werden.
  • Die Karten-App bekommt eine Temperaturanzeige.
  • Stabilitäts- und Sicherheitsoptimierungen, zum Beispiel ein Schutz gegen schädliche JavaScript-Einblendungen.

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iOS 10: Das muss man für die Bedienung von iPhone und iPad wissen.

Mehr Daten für Apple

Bei der Einrichtung von iOS 10.3 fragt das System den Nutzer, ob iCloud-Daten des Nutzers von Apple ausgewertet werden dürfen. Die Datenanalyse ist gerade mit Blick auf zukünftige Funktionen im KI-Bereich für den Entwickler wichtig. Apple will sich aber treu bleiben und setzt Differential Privacy als Schutzmechanismus ein, bei der die Daten wirksam anonymisiert werden sollen. Siehe auch Ein Spagat: Mit iOS 10.3 wird Apple zum Datensammler.

Schnelleres iPhone mit Dateisystem APFS

Eine sehr bedeutende Umstellung liefert iOS 10.3 unter der Haube aus: Erstmals kommt das neue Dateisystem APFS („Apple File System“) auf ein Gerät. Apple hat es mit Blick auf Verschlüsselung und Flash-Speicher-Eignung entwickelt, zudem für verschiedenste Geräte optimiert – vom Mac Pro bis hin zur Apple Watch. Laut Entwicklerberichten soll sich das System positiv auf die Geschwindigkeit von iPhone und iPad auswirken.

Fünf interessante Features von iOS 10.

iOS 10.3 downloaden und installieren

Die finale Version hat Apple am Abend des 27. März 2017 veröffentlicht. iOS 10.3 kann über iTunes oder die iOS-Einstellungen -> Allgemein -> Softwareupdate installiert werden. Vor der Installation sollte unbedingt ein Backup in iCloud oder iTunes durchgeführt werden. Die Größe des Downloads ist geräteabhängig, mit 1,5 bis 2 Gigabyte ist zu rechnen.

Nach der Installation muss man unter anderem die Sim-Pin eingeben. Übrigens: Bei der Einrichtung drängt Apple zur Zwei-Faktor-Authentifizierung, damit das persönliche Apple-Konto besser geschützt ist.

Das nächste große Update, vermutlich iOS 11, wird Apple im Juni auf der WWDC vorstellen und im Herbst 2017 veröffentlichen. Wer sich zukünftige Testversionen laden möchte, beachte unseren Artikel Beta-Version von iOS laden.

Quellen: Apple, eigene, Ars TechnicaMacRumorsThe Loop

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