Bilder komprimieren: Einzeln oder Ordnerweise - Der Tipp!

Marco Kratzenberg 2

Mit verschiedenen Methoden lassen sich Bilder komprimieren und die Dateigröße verkleinern. Allerdings geht das oft zu Lasten der Qualität. Hier erfahrt ihr, wie es mit kostenloser Software ohne große Verluste klappt!

Es ist schon verrückt: Die Digitalkameras werden immer besser und die Zahl der aufgenommen Pixel immer höher. Damit werden auch die Bilddateien immer größer. Aber gleichzeitig gibt es beispielsweise immer noch Mailanbieter, bei denen eine E-Mail nur 5 oder 10 MB groß sein darf. In so einem Fall müsst ihr eure Bilder komprimieren oder nach einem anderen Weg suchen, sie zu versenden.

Wie ihr mit IrfanView Bilder bearbeitet, zeigt euch unser Video. Unter anderem wird darin die unten vorgestellte Batch-Bearbeitung vieler Bilder auf einmal beschrieben.

Winload IrfanView Bilder bearbeiten Video.

Bilder komprimieren: Welche Software – welches System?

Jede Grafiksoftware unterstützt eine Menge Grafikformate, von denen viele auch automatisch Daten komprimieren. Und natürlich kann man auch mit jedem dieser Programme seine Bilder in den Abmessungen verkleinern und sogar vergrößern. Letzteres bringt aber keinen Qualitätszuwachs, sondern einfach eine Vergröberung. Wenn man seine Bilder also komprimieren will, um die Dateigröße zu verringern, dann sollte man eben seine Zielgruppe im Auge behalten. Für den Druck sind nach wie vor unkomprimierte Bilder am besten. Beim E-Mail-Versand geht es oft um die Dateigröße. Wenn das Bild anschließend nur am Bildschirm dargestellt wird, spricht nichts gegen eine Komprimierung oder eine Herabsetzung der Punktdichte.

Soll es schnell gehen und vielleicht auch noch in einem Batch-Verfahren, bei dem gleich ein ganzer Schwung an Bildern verkleinert wird, dann eignet sich das Freewareprogramm IrfanView für diesen Zweck hervorragend.

Bilder lassen sich damit komprimieren, in den Abmessungen oder der Farbtiefe verändern und in sehr vielen anderen Formaten abspeichern. Doch der wahre Nutzen für viele Anwender liegt in der Stapel-Verarbeitung großer Bildmengen. Hier könnt ihr nicht nur die Abmessungen und die Kompression einstellen, sondern alle neuen Bilder gleich mit einem Stempel versehen, um euer Copyright zu bekräftigen. Wer damit seine Bilder nicht anständig komprimiert bekommt, der schafft es auch mit keinem anderen Programm.

Bilder komprimieren – Schritt für Schritt

Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, wie ihr mit IrfanView Bilder komprimieren könnt.

  1. Bei der ersten Möglichkeit betrachtet ihr ein einzelnes Bild und drückt einfach die Tasten Strg + R. R steht für Resize, was eine Größenänderung bedeutet. Hier könnt ihr die Bildgröße in Pixeln oder Prozenten ändern. Außerdem lassen sich die DPI (dots per inch – Punkte pro Zoll) herabsetzen.
  2. Bei der zweiten Möglichkeit ruft ihr mit der Taste S oder mit Datei → Speichern unter den Speicherdialog auf. Hier könnt ihr unter anderem das Dateiformat ändern. Aber unten in dem Dialog gibt es noch das Angebot, den Optionen-Dialog anzeigen zu lassen. Und da habt ihr noch verschiedene andere Möglichkeiten, die Bildspeicherung zu beeinflussen. Unter anderem könnt ihr bei JPG-Bildern die Kompressionsstufe einstellen und so die Bilder komprimieren, ohne die Bild-Maße zu ändern.
  3. Möglichkeit 3: Um viele Bilder auf einmal zu komprimieren, gibt es bei IrfanView das Feature der Batch-Konvertierung. Hier findet ihr zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten. Ihr könnt die Bildgröße verstellen oder alle Bilder in einen anderen Dateityp konvertieren. Wenn ihr das Format ändert, könnt ihr gleichzeitig wieder die Kompression umstellen. Auf diese Weise lassen sich gleichzeitig Riesenmengen von Dateien mit ein paar Klicks überarbeiten.

IrfanView und weitere kostenlose Grafiktools stellen wir in unserer Bilderstrecke vor:

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11 Bilder
GIGA-Tipp: Die 10 besten kostenlosen Grafiktools.

Die Bilder komprimieren und Informationen verlieren

Das Herz eines ambitionierten Fotografen blutet immer, wenn er seine Bilder komprimieren soll, denn die Komprimierung bedeutet Verlust. Verlust an Informationen, an Pixeln, an Schärfe – an Qualität. Aber das Auge von „Otto Normalknipser“ bemerkt vielleicht nicht einmal einen Unterschied. Schließlich besteht das Bild aus lauter winzigen Punkten und wenn zwei nebeneinanderliegende Punkte dieselbe Farbe haben, anstatt sich um wenige Farbschritte zu unterscheiden – wenn kümmert es? Und genau das ist de Frage, die wir uns stellen müssen: Was geht verloren, wenn wir Bilder komprimieren und was ist noch akzeptabel?

Und die Sache ist relativ einfach, wenn man seine Zielgruppe kennt. Für Druckzwecke sollte das endgültige Foto die maximale Auflösung und Größe haben, damit es möglichst groß dargestellt werden kann. Aber ein Computer-Monitor unterliegt nun einmal Beschränkungen! Hier wird in PPI (Pixel Per Inch – Pixel pro Zoll) gemessen. Der durchschnittliche 20-Zöller hat eine Punktdichte von rund 99 PPI. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass der eine Breite von unter 2.000 Pixeln hat, sind größere Bilder eine völlige Verschwendung. Der Betrachter wird die Bilder entweder sofort skalieren oder muss sie hin und her scrollen, ohne die Gesamtwirkung des Bildes genießen zu können. Für die Verwendung am Computer ist also die Bild-Komprimierung kein Verlust, sondern sogar ein Muss.

 

Bilder komprimieren oder Bilder verkleinern? Was ist geeignet?

Prinzipiell gibt es verschiedene Techniken, seine Bilder zu komprimieren. Bei verschiedenen Kameras erhaltet ihr das Bild in einer gänzlich unkomprimierten Form (RAW-Format), was besonders für bestimmte Nachbearbeitungsschritte sehr nützlich ist. Das Gros der Kameras speichert die Fotos hingegen im komprimierten Format JPG und auch dann sind sie noch groß.

Um die Dateigröße zu ändern, gibt es zwei verschiedene Ansätze.

  1. Entweder erhöht ihr die Kompressionsstufe und presst die Bilder quasi aus. Dabei behalten Sie dieselben Abmessungen, aber die Bildinformationen werden geringer. Es wird z.B. nur noch jedes zweite Pixel im Original dargestellt. Das ganze Bild wird unschärfer. Bei maximaler Kompression ist die Datei zwar nur noch etwa 30 KB groß, aber dafür ist auch kaum noch zu erkennen, was da eigentlich dargestellt wird. Nicht mal mehr die Farben stimmen.
  2. Ein anderer Ansatz ist die Verkleinerung der Abmessungen. Streng genommen ist das aber im Grunde dasselbe Verfahren, nur dass die tatsächliche Zahl der Bildpixel verringert wird. Vorher wurde sie nur „mathematisch vergröbert“. Die Bilder wirken also nach wie vor einigermaßen klar und scharf, aber durch die Verringerung der Pixel wird auch die Datei kleiner.

Hier wie da muss man einfach versuchen, die Grenze zwischen Qualität und Größe zu treffen. Es empfiehlt sich bei all diesen Versuchen unbedingt, immer mit einer Kopie des Originals zu arbeiten! Mitunter wird man es in mehreren Ansätzen ausprobieren und niemand will dabei das Original verlieren.

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