Silverlight auf iPad nutzen – geht das? Alle Infos

Robert Kägler

Wer auf dem iPad ältere Webseiten mit Videostreams oder Spielen nutzt, kann unter anderem darauf hingewiesen werden, dass Silverlight auf dem iPad nicht installiert ist. Wir klären, ob ihr das Plugin auf dem iPad nutzen könnt.

Silverlight auf iPad nutzen – geht das? Alle Infos
Bildquelle: GIGA.

Auf Dekstop-PCs waren Adobe Flash und Microsoft Silverlight lange oft genutzte Plug-Ins für Browser, wenn auf Seiten interaktive Elemente angezeigt werden sollten. Auch heutzutage gibt es beispielsweise noch Video-Dienste, die Silverlight nutzen.

Silverlight auf dem iPad installieren – geht das?

Wer eine Webseite besucht und die Nachricht angezeigt bekommt, dass auf dem iPad ein Silverlight-Plug-In nicht installiert ist, sucht natürlich nach einem Weg dieses nachträglich im Safari-Browser hinzuzufügen.

Auf natürlichem Weg lässt sich Silverlight auf einem iPad nicht installieren. Apple (und viele andere Hersteller) unterstützen Silverlight und Adobe Flash auf Tablets und Smartphones (iOS / Android) nicht. Die meisten Dienste (z.B. Netflix, Amazon Prime Video) nutzen mittlerweile HTML 5, um Video-Inhalte auf der Webseite darzustellen. HTML 5 übernimmt ähnliche Aufgaben wie einst Silverlight oder Adobe Flash und wird auch von mobilen Browsern unterstützt.

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Silverlight auf dem iPad trotzdem verwenden – welche Möglichkeiten gibt es?

Wer eine Webseite auf dem iPad aufrufen möchte, die Silverlight benötigt, kann das mit einigen Tricks tun.

ABYTY

Der einfachste Weg war lange Zeit abyty.com. Dieser „Browser im Browser“ sendete eure Anfrage an einen entfernten Server (Computer) weiter, der Silverlight oder Flash nutzen kann und schickte euch dann die vollständige Seite zurück. Der Aufbau wurde also nicht von eurem iPad übernommen, sondern von einem fremden Rechner. Mittlerweile lässt sich die Seite zwar noch aufrufen, die Weiterleitung zum Browser funktioniert inzwischen aber nicht mehr.

Allgemein ist von solchen Lösungen abzuraten. Der Server von „ABYTY“ stand beispielsweise in Russland. Da alle Daten an einen unbekannten Server gesendet werden, sollte man bei solchen Lösungen nie sensible Daten abrufen, da ihr nicht wisst, was mit den Informationen auf den anderen Computern geschieht oder welche Daten auf euer iPad zurückgespielt werden.

Microsoft-Remotedesktop

Eine bessere Alternative ist die App „Microsoft-Remotedesktop“. Hierfür benötigt ihr einfach einen Windows-Laptop oder -Desktop-PC, der mit dem Internet verbunden ist. Auf diesen könnt ihr dann unterwegs oder zu Hause über das iPad zugreifen und die Webseite über einen Desktopbrowser, der Silverlight unterstützt, ganz normal anzeigen lassen.

Microsoft-Remotedesktop
Preis: Kostenlos

Chrome Remote Desktop

Eine weitere Option ist Chrome Remote Desktop für iOS-Geräte. Für diese Methode benötigt ihr ebenfalls einen PC, auf den ihr mit dem Chrome-Browser aus der Ferne zugreifen könnt.

Oft sind solche komplizierten Umwege aber gar nicht mehr nötig, um Silverlight auf dem iPad verwenden zu können. Viele Dienste bieten mittlerweile für mobile Geräte Apps an, damit ihr die Webseite nicht auf eurem Tablet nutzen müsst. Prüft also im App Store, ob nicht doch eine Anwendung vorhanden ist, die euch die Arbeit abnimmt.

Wollt ihr trotzdem mehr über Silverlight erfahren, erklären wir euch an anderer Stelle, was das genau ist. Außerdem zeigen wir euch, welche Alternativen es für Adobe Flash auf dem iPad oder iPhone gibt.

Was sind eure Erfahrungen mit Lightning, Micro-USB, USB-C am Smartphone und Tablet?

Vielen Dank an die Leser für die Teilnahme an der kurzen Umfrage.

Wenn ihr noch andere Methoden kennt, um Silverlight auf dem iPad zu nutzen, könnt ihr sie gerne in den Kommentare schreiben. Wir werden den Artikel dann für euch erweitern.

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