Smarte Steckdosen: Sie sind nicht sexy, sehen langweilig aus und mit ihnen ist nichts anzufangen? So schnell sollte man sie nicht abschreiben. Nach diesen 9 kreativen Ideen habt ihr ein völlig anderes Bild von den kleinen Steckern und wollt sicher auch einen haben.

 
Belkin WeMo
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Morgens mit Kaffeeduft aufwachen, nie mehr darüber grübeln, ob das Bügeleisen aus ist und nebenbei auch noch Strom sparen. Smarte Steckdosen sind praktische Helfer fürs Zuhause. Über das Smartphone oder Sprachassistenten wie Alexa und Google Assistant lassen sie sich steuern. Das Image der kleinen weißen Kisten könnte zwar besser sein, aber es gibt kreativere Lösungen, als einfach nur eine schnöde Lampe damit zu steuern.

1. Nervige Stand-by-Lampen ausschalten

Das volle Potenzial erreichen die smarten Steckdosen mit Sprachassistenten wie Alexa und dem Google Assistant. Denn damit können sie auch mit einfachen Sprachbefehlen gesteuert werden. Am Abend reicht dann zum Beispiel der Befehl: „Alexa, gute Nacht“ und es werden alle Geräte an der Steckdose ausgeschaltet. Keine nervigen Stand-by-Lampen leuchten mehr und noch viel wichtiger: viel weniger Stromverbrauch.

2. Das Frühstück schon am Abend vorbereiten

Wer morgens gern ein Frühstücksei isst, kann es am Abend vorher schon in einen Eierkocher legen und mit der Steckdose verbinden. Morgens die smarte Steckdose anschalten oder gleich eine Uhrzeit festlegen und direkt nach dem Aufstehen das perfekte Ei genießen. Dann heißt es aber auch, bloß nicht verschlafen.

3. Vom Kaffeeduft aufwachen

Morgens ein Ei ist nicht jedermanns Sache. Kaffee schmeckt daher schon deutlich mehr Leuten. Die Kaffeemaschine abends vorbereiten, anschalten und mit der Steckdose verbinden. Den Stecker über Nacht natürlich ausgeschaltet lassen und dann erst am morgen aktivieren. Fertig ist der Kaffeeduft vom Bett aus. Das funktioniert allerdings nicht mit allen Maschinen: Wer eine Kapsel einlegen muss oder einen Vollautomaten hat, muss immer einen Knopf drücken. Das kann die Steckdose noch nicht übernehmen. Für alle klassischen Brühmaschinen sollte dieser Tipp allerdings funktionieren.

4. Überwachungskamera steuern

Wer seine vier Wände mit einer Überwachungskamera ausgestattet hat, will sie vielleicht nicht immer aktiviert lassen – vor allem wenn man eh zu Hause ist. Die Lösung: Die Kamera mit der Steckdose verbinden und nur anschalten, wenn man das Haus verlässt. Das geht entweder in der App der Steckdose oder mit einem kleinen Umweg über den Dienst IFTTT. Sobald man dann mit dem Smartphone nach draußen geht, schaltet sich die Kamera an.

5. Den Fernseher starten

Wo ist denn nur wieder die Fernbedienung? Wer keine Lust mehr auf das Suchen in der Sofaritze hat, kann seinen Fernseher auch einfach über einen Sprachbefehl anmachen. Wenn die Steckdose mit Alexa oder dem Google Assistant kompatibel ist, reicht ein Hinweis: „Alexa, schalte den Fernseher an.“ Dazu braucht man nicht mal einen modernen Smart-TV.

6. Mit Rauchmelder verbinden

Ganz besonders clever ist auch eine Verbindung zu einem smarten Rauchmelder: Der Nest Protect kann ebenfalls mit Steckdosen kommunizieren. Sobald der Rauchmelder anschlägt, wird der Strom ausgeschaltet. Dieses Szenario könnte zum Beispiel bei einem Trockner sehr hilfreich sein: Wenn er nachts läuft und niemand etwas von einem Kurzschluss mitbekommt, verhindert diese Ausrüstung einen gefährlichen Brand.

7. Nie wieder über das Bügeleisen grübeln

„Schatz, wir müssen noch mal zurück. Ich glaube, ich habe das Bügeleisen angelassen.“ Dieser Spruch gehört mit einer smarten Steckdose der Vergangenheit an. Über das Smartphone kann man von unterwegs überprüfen, ob der Stecker aus, oder noch an ist. Funktioniert natürlich auch mit anderen Geräten.

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8. Akku vom Smartphone schonen

Das Smartphone oder die elektrische Zahnbürste über Nacht zu laden ist zwar besonders einfach, aber nicht gerade gut für den Akku. Normalerweise ist er nach ein paar Stunden voll und muss nicht über 8 Stunden am Strom hängen. Die Steckdose hilft auch hier: Bei den meisten Modellen lassen sich Timer einstellen, wann der Strom gekappt werden soll. Das schont nicht nur den Akku, sondern auf Dauer auch den Geldbeutel.

9. Mit IFTTT verbinden

Wer beim Kauf darauf achtet, dass die Steckdose auch über eine Integration über IFTTT verfügt, kann noch mehr Szenarien erstellen. Den Schalter aktivieren, wenn es regnet, wenn der Thermostat eine eingestellte Temperatur überschreitet oder wenn die Sonne aufgeht: Mit dem Dienst IFTTT kann man solche Situationen als Auslöser einstellen. Das ist auch besonders praktisch wenn man beispielsweise im Urlaub ist. Geräte, die den Dienst unterstützen, sind zum Beispiel der Belkin WeMo Switch. Wer sich nicht sicher ist, ob die Steckdose das kann, lädt sich die IFTTT-App auf sein Handy und sucht nach dem Hersteller der Steckdose.

Wie man Alexa mit IFTTT verbindet erfahrt ihr hier:
IFTTT mit Amazon Echo verbinden: Alexa wird zum Superhirn

Zum Schluss noch ein Zusatz und Ausblick, wozu smarte Steckdosen in Zukunft fähig sind: In Schweden gibt es eine App, die konstant den aktuellen Strompreis anzeigt. Sie kann auch mit einer Steckdose verbunden werden: Wenn der Preis fällt und der Strom günstig ist, schaltet sich die smarte Steckdose an, wenn der Preis steigt, geht sie wieder aus. Wer also ein Gerät hat, das nicht 24 Stunden laufen muss, kann damit eine Menge Geld sparen. Für Deutschland gibt es diese Funktion allerdings noch nicht.