Eigentlich nimmt Apple nur eine kleine Änderung am Namen eines der eigenen Ladengeschäfte vor, doch die Wirkung ist ungleich größer. Es steckt nämlich noch viel mehr dahinter – GIGA klärt auf.

Die Apple Stores tragen weltweit die verschiedensten Namen, so auch im schottischen Glasgow. Dort hieß eines der Ladengeschäfte „Apple Buchanan Street“, seit letztem Freitag aber nur noch „Apple Glasgow“, wie die Kollegen von Mac & I berichten – eine stille und kleine Umbenennung, die am Ende aber eine große Wirkung entfaltet. Warum?

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Apple Store trägt nicht mehr den Namen eines Sklaventreibers

Die seit Wochen andauernden, weltweiten Proteste der „Black Live Matters“-Demonstranten haben seit geraumer Zeit auch unreflektierte Symbole und Denkmäler umstrittener, historischer Persönlichkeiten zum Ziel. So verdankt auch der Apple Store in Glasgow seinem bisherigen Namen dem 1690 geborenen Tabakhändler Andrew Buchanan of Drumpellier – der Städtesohn war jedoch ein Plantagenbesitzer, der seinen Reichtum nicht zuletzt der Bewirtschaftung seiner Besitzungen mittels Sklaven zu verdanken hatte. Kurzum: Eine unrühmliche Geschichte, die man bisher bewusst ignorierte.

Auch in der Bundeshauptstadt steht ein Apple Store:

Apple Store Berlin Eroeffnung

Apple bezieht Stellung, schweigt aber im konkreten Fall

Entsprechend zielten die neuerlichen Proteste auf eine Umbenennung der gleichnamigen Straße. Die heißt zwar offiziell noch immer so, aber zumindest trägt der Apple Store nicht mehr diesen Namen – eine schnelle Reaktion seitens Apple. An die große Glocke hängt man die Umbenennung aber nicht, von Apple gibt's keinen Kommentar. Allerdings hatte Tim Cook in der vergangene Woche eindeutig Stellung bezogen und eine mit 100 Millionen US-Dollar dotierte Anti-Rassismus-Kampagne angekündigt.

Apple betreibt in Glasgow übrigens zwei Ladengeschäfte – Apple Braehead und nun kurzerhand unbenannt Apple Glasgow. Beide Läden sind aufgrund der Corona-Pandemie noch geschlossen, sollen aber schon diese Woche wieder aufgrund der Lockerungen im Vereinigten Königreich geöffnet werden.