Seit Jahren verkauft der iPhone-Hersteller erfolgreich die Apple Watch. Nur ein Punkt wurde bis heute ignoriert: Einen Store für Zifferblätter sucht man noch immer vergebens. Eine vertane Chance für die Smartwatch. Warum ich dies so empfinde und weshalb diese Option jetzt mit der Apple Watch 8 kommen muss, verrate ich in der aktuellen Ausgabe der GIGA-Wochenendkolumne.

 
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Jahr für Jahr feiert sich Apple für einige wenige neue Zifferblätter. So auch im Juni bei der Vorstellung von watchOS 9. Nur reicht dies aus? Wer wirklich individualisieren möchte, geht leer aus. Es existieren zwar unzählige Apps für die Smartwach, doch Watchfaces, also Zifferblätter, dürfen Entwickler bis heute nicht anbieten. Für mich absolut unverständlich. Meiner Meinung nach müsste dieses Feature jetzt endlich mal kommen. Vielleicht noch als Überraschung bei der Präsentation der Apple Watch 8 im September? Es wäre zu wünschen.

Frei verfügbare und individuell entwickelte Zifferblätter sind bei der Konkurrenz nämlich ganz normal. Gleich ob Google Wear OS oder andere proprietäre Systeme. Selbst günstige Smartwatches wie beispielsweise von Amazfit können damit geschmückt werden. Allerdings nicht immer ganz offiziell. Besonders Zifferblätter, die bekannte Marken führen, sind alles andere als formal legal. Doch genau da liegt auch Apples größte Chance.

Abseits der Apple-Welt lassen sich Zifferblätter bekannter Marken schon installieren. Ist nur nicht immer ganz offiziell. (Bildquelle: GIGA)

Der iPhone-Hersteller hat den wohl bestüberwachten App Store. Alles Dubiose hat keine Chance und landet erst gar nicht im Shop. Zifferblätter bekannter Marken könnten so ganz offiziell und geschützt feilgeboten werden. Besonders Fashion-Marken sind doch dafür prädestiniert, klassische Uhrenfabriken vielleicht weniger. Man stelle sich nur vor, Zifferblätter für die Apple Watch von:

  • Gucci
  • Prada
  • Louis Vuitton
  • Hugo Boss
  • Bulgari
  • Tom Ford
  • Armani
  • Chanel

Um nur einige potenzielle Kandidaten zu nennen. Die könnten für ihre Zifferblätter auch richtig die Hand aufhalten. Für 99 Cent bekommt ihr die nicht. Vielleicht eher für 20, 30, 50 oder gar 100 Euro. Zu verrückt und zu teuer? Nicht unbedingt. Besagte Marken könnten in ihren Shops beispielsweise schmucke Armbänder für die Apple Watch verkaufen. Die kosten dann noch mehr, gerne dreistellig. Wer die kauft, bekommt dann aber auch gleich einen Download-Code für die Zifferblätter. Quasi eine Art Rabatt. Die Lifestyle-Marken können dann natürlich auch gleich die Apple Watch vor Ort verkaufen.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Es gibt nur Gewinner: Apple, Marken und Kunden

So gewinnt jeder. Apple verkauft mehr Smartwatches, die Marken erweitern ihr Sortiment und profitieren vom Apple-Image und die Kundinnen und Kunden haben mehr Auswahl bei der Zifferblattwahl. Im Grunde die schon existierende Apple Watch Hermès als Geschäftsmodell weitergedacht.

Neue Zifferblätter gibt es auch im kommenden watchOS 9:

Apple stellt watchOS 9 vor

Ich sehe schon die Dollar- und Euronoten in den Augen der Manager. Ernsthaft. Das Geld liegt förmlich auf der Straße. Jetzt müsste nur noch Apple sich aufraffen und es aufheben und bereitwillig mit den Fashion-Marken teilen. Ausreden zählen nicht mehr, denn diese Idee hat Hand und Fuß und sollte jetzt spätestens mit der Apple Watch 8 Einzug halten.