Apples Neuheiten der WWDC 2022 sorgten diese Woche für Begeisterung, doch 5 Highlights zu iPhone, iPad und dem Mac haben es mir persönlich ganz besonders angetan. Diese Funktionen dürfen nicht unerwähnt bleiben und haben sich einen Platz an der Sonne verdient.

 
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Die Vorhersagen waren korrekt – iOS 16, iPadOS 16, watchOS 9, macOS 13 und eine neues MacBook Air stellte Apple auf der Keynote zur WWDC 2022 vor. Doch im Detail gab es dann auch sehr erfreuliche Neuerungen, mit denen ich nicht unbedingt gerechnet hatte. Es sind die folgenden 5 Highlights für iPhone, iPad und Mac, die mich am Ende so richtig begeistern und auch überraschten.

1. iPhone als Kamera für den Macintosh

Ein iPhone als Kamera für den Mac zu verwenden klingt auf den ersten Blick jetzt nicht so neu oder revolutionär, oder? Nun ja, bei Apple kann die Funktion aber noch mehr. Die sogenannte Kameraübergabe für macOS Ventura und iOS 16 ermöglicht nämlich den Folgemodus (Center Stage), Porträtmodus und das neue Studio Light. Bei Letzterem wird das Gesicht einer Person ideal ausleuchtet und der Hintergrund entsprechend abgedunkelt. Und dann kann die Ultraweitwinkel-Kamera auch noch gleichzeitig für eine Draufsicht des Schreibtischs genutzt werden. Ergo: Die beste Webcam für deinen Mac ist ab sofort dein iPhone, clever.

Schaut vielleicht komisch aus, ist aber so richtig nützlich:

iPhone als Kamera für den Mac: macOS Ventura macht es möglich

2. Mit CarPlay das Auto steuern

Bisher ist Apples CarPlay nichts weiter als eine nette Medien- und App-Steuerung im Auto, doch zukünftig darf Apples iPhone-Integration auch die restlichen Displays im Auto übernehmen – so kann CarPlay künftig auf Fahrzeugdaten wie Geschwindigkeit, Tankfüllung, Temperatur und mehr zurückgreifen. Kurzum: Die Auto-Hersteller machen einen Schritt zurück und überlassen Apple die Bühne – eine Entscheidung mit gewaltiger Tragweite. Ab Ende nächsten Jahres sollen dann die ersten Mitspieler, sprich Fahrzeuge, bekanntgegeben werden. Schon jetzt liegen wohl Absichtserklärungen von Marken wie Porsche, Mercedes, Ford, Audi, Volvo und Co. vor.

CarPlay wird künftig zum alternativen „Betriebssystem“ für ausgesuchte Autos, zumindest aber zu einer alternativen Benutzeroberfläche:

WWDC 2022: Das neue Apple CarPlay

3. MacBook Air 2022 mit schwarzen Tasten

Ich war skeptisch und hatte etwas Angst, Apple würde beim MacBook Air tatsächlich wie einst in früheren Tagen auf ein weißes Keyboard setzen. Glücklicherweise hat man sich doch noch für schwarze Tasten und eine ebenso dunklen Displayrahmen entschieden. Schaut viel gediegener und weniger nach Spielzeug aus – sehr gut.

Schwarze Tasten, dunkler Rahmen beim MacBook Air 2022:

MacBook Air 2022: Alle Infos zum neuen Apple-Notebook

4. iPadOS 16 mit Multitasking wie beim Mac

Endlich darf ich beim iPad Fenster frei überlappen und diese in der Größe anpassen, ganz wie beim Mac. Dafür verantwortlich zeichnet der neue „Stage Manager“, den es auch bei macOS Ventura gibt. Cooles Extra: Wenn ihr mit iPadOS 16 ein externes Display ans iPad anschließt, wird der Monitor nun endlich in seiner nativen Größe unterstützt und nicht mehr mit hässlichen Seitenrändern versehen. Das iPad wird so wieder ein Stück mehr erwachsen.

iPadOS hat natürlich noch mehr zu bieten:

iPadOS 16: Apples neue Features

5. Handoff in FaceTime

Endlich geht auch das, ein aktiver FaceTime-Anruf kann von einem Apple-Gerät gestartet und auf einem anderen dann ohne Unterbrechung übernommen werden. Kurzes Anwendungsbeispiel: Ich unterhalte mich gerade auf dem Mac und möchte etwas in meiner Wohnung meinem Gesprächspartner zeigen, einfach das Videogespräch aufs iPhone mitnehmen und schon geht's los. Funktioniert natürlich auch umgekehrt. Praktisch, nützlich ... will ich haben.

Meine Quintessenz: Wie man an meiner Auswahl schon erkennt, es sind vor allem die neu genutzten Möglichkeiten der Zusammenarbeit über mehrere Geräte hinweg, die mich bei Apple auch 2022 aufs Neue begeistern. All dies ist mehr als bloße Spielerei, sondern tatsächlich nützlich und sinnvoll. Wahr ist aber auch, für all diese Features muss ich am Ende neue Hardware kaufen, denn weder mein altes MacBook Pro noch mein iPad werden mit den neuen Systemen laufen. Für Apple geht die Rechnung also schon mal auf.