Ob Tesla, Hyundai oder Mercedes – immer wieder müssen Autobauer ihre Elektrofahrzeuge vom Markt zurückrufen. Fehlerhafte Akkus, die in Flammen aufgehen, haben dabei Schlagzeilen gemacht. Obwohl die Brandgefahr bei E-Autos als Problem gilt, ist sie tatsächlich bei Benziner und Diesel viel größer.

E-Autos sicher: Brandgefahr trotz Akku bei Verbrennern viel höher

Mit dem Hochlauf der Elektromobilität bleiben auch vermehrte Mängel, Produktionsfehler oder sonstige Auffälligkeiten nicht aus. Je mehr E-Autos es gibt, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass auch mal etwas schief geht. Vor allem die Brandgefahr, die von den Akkus der Elektroautos ausgehen soll, macht vielen Kunden Sorgen.

Ganz von ungefähr kommen die nicht, schließlich machten etwa Hyundai und Mercedes Schlagzeilen mit Rückrufaktionen im großen Stil. Beim Kona EV bestand Brandgefahr beim Laden, Korrosion an der Batterie setzte Nutzfahrzeugen aus dem ehemaligen Daimler-Konzern zu. Auch Tesla musste schon mehrfach aus verschiedenen Gründen viele E-Autos zurückholen. Der Chevy Bolt von GM machte zuletzt ebenfalls wegen einer schadhaften Batterie und Feuer negativ auf sich aufmerksam.

Doch diese Berichte schaffen ein falsches Bild, argumentiert nun eine US-Studie im Auftrag von AutoInsuranceEZ, einem Vergleichsportal für Autoversicherungen. Dort hat man Daten mehrerer US-Behörden ausgewertet. Das Ergebnis: Auf 100.000 reine Elektroautos kommen in den USA 25 Brände. Bei Verbrennern sieht es deutlich schlechter aus, hier zählt die Statistik 1.530 Brände pro 100.000 verkaufter Autos (Quelle: Jalopnik).

Die in Deutschland aktuell sehr beliebten Hybride schneiden am schlechtesten ab. 3.475 Feuer kommen auf ebenfalls 100.000 Wagen bezogen auf das Jahr 2021.

Da auch in den USA deutlich mehr Verbrenner fahren als E-Autos oder Hybride, entfallen in absoluten Zahlen die meisten Brandfälle auf Benziner und Diesel: 199.533 werden gezählt. Hybride kommen auf 16.051 Feuer, während in den USA im gesamten vergangenen Jahr nur 52 E-Autos Feuer fingen.

Die Brandgefahr ist also nicht so groß, aber wie sieht es mit diesen Vorurteilen über E-Autos aus?

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Schwer zu löschen: Dieses Problem bei Elektroautos bleibt

So groß wie viele potenzielle Kunden fürchten, ist die Gefahr also nicht. Wer sich beim bisherigen Auto keine Sorgen gemacht hat, braucht beim E-Auto damit der Statistik zufolge nicht anfangen. Ein Problem bleibt allerdings: Die chemischen Akkubrände sind deutlich schwerer zu löschen, auch weil die Batterien bei E-Autos im Unterboden verbaut werden. Mit dem weiteren Hochlauf der Elektromobilität braucht es bei Feuerwehren entsprechende Ausrüstung und Fortbildungen, um bei einem wenn auch unwahrscheinlichen E-Auto-Brand gerüstet zu sein.