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Disney+ verspottet Nutzer: Kaum zu glauben, aber selbst Netflix ist sich dafür zu schade

Disney+ nimmt sich Onkel Dagobert als Vorbild – jeder einzelne gesparte Dollar zählt. (© IMAGO / Steinach)
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Streaming-Anbieter wie Netflix stehen immer wieder in der Kritik. Getrieben durch finanzielle Nöte müssen die Kundinnen und Kunden leiden. Disney+ betraf dies bisher kaum, doch das Blatt hat sich gewendet. Heute ist man sich nicht zu schade, die eigenen Nutzer förmlich zu verspotten. Das richtige Thema für meine Wochenend-Kolumne bei GIGA.

In den letzten Wochen und Monaten musste vor allem Netflix viel Kritik einstecken, auch von mir. Doch die trifft ausnahmsweise an meiner schlechten Laune dieses Mal keine Schuld. Vielmehr ist es das gegenwärtige Gebaren von Disney+, was mir in dieser Woche sauer aufstößt.

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„Unschuldig“ ist der Mickey-Maus-Konzern schon lange nicht mehr. Glaubte man plötzliche Abgänge von Serien und Filmen wären bei Disney+ nur eine Ausnahme, wurden wir vor einigen Wochen eines Besseren belehrt.

Disney+ löscht fleißig weiter

Unzählige Inhalte verschwanden da über Nacht. Vor allem auch sogenannte Originale. Also für Disney+ exklusiv produziertes Material. Immerhin gab es so etwas wie eine kleine Vorwarnung für die wichtigsten Titel. Wenn auch nicht direkt über die App oder die Webseite von Disney+, sondern nur indirekt über diverse Pressenachrichten.

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Diese Warnung bliebt bei den jüngsten Löschaktionen von Disney+ komplett aus. So wurde nach nur sieben Wochen der Science-Fiction-Abenteuerfilm „Crater“ kommentarlos und plötzlich entfernt. Wer den noch auf seiner Watchlist hatte, geht leer aus und erhält keine Chance mehr, den Film noch zu schauen.

Nach gerade mal sieben Wochen? Derart kurzfristige Verfügbarkeiten traut sich keiner der Mitbewerber, sowohl bei Netflix als auch bei Amazon stehen Eigenproduktionen wesentlich länger zur Verfügung und fliegen nur im Ausnahmefall überhaupt raus.

Schaut interessant aus? Pech gehabt! Disney+ muss Geld sparen und derartige Filme vor der Kundschaft im Keller verstecken:

Crater | Trailer deutsch

Dieses Beispiel allein reicht schon aus, den eigenen Blutdruck vor lauter Wut und Frust in ungeahnte Höhen schnellen zu lassen. Jedoch hört die Kundenverspottung bei Disney+ damit noch nicht auf.

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Ein weiterer Fall sorgt für „Freude“. Wer nämlich hierzulande die zweite Staffel der Serie „Single Drunk Female“ sehen wollte, der hatte dazu keine drei Tage die Möglichkeit. Auch hier wurde die komplette Serie ohne Vorwarnung rausgenommen und zwar kurz nachdem die zweite und endgültig letzte Staffel veröffentlicht wurde.

Geht es noch Disney? Wie sehr muss man seine Kundinnen und Kunden verachten, um sie dermaßen zu verhöhnen?

Schon verstanden, ihr wollt durch Abschreibungen und die damit notwendigen Löschungen Steuern sparen, doch habt ihr gar keinen Anstand mehr?

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

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Vorwarnungen bleiben komplett aus: Muss sich künftig ändern

Macht es doch wenigstens wie die Wettbewerber und kündigt derartige Löschaktionen über App und Webseite transparent an. So sollte jeder Nutzer noch die Option haben, bei Wunsch sich den betroffenen Film oder die Serie noch vorher anzuschauen. Dies wäre fair und respektvoll.

Diese anonymen Löschaktionen hingegen sind das blanke Gegenteil. Ich als Kunde fühle mich nicht ernstgenommen, vielmehr schlichtweg ver***cht. Niemand erwartet mehr, dass der gesamte Disney-Katalog auf alle Ewigkeit zur Verfügung steht, aber eine Vorankündigung für Löschungen wie bei Amazon oder Netflix üblich, wäre korrekt und anständig.

Ich wünschte, Disney würde diesen Anstand wieder bei sich entdecken und dass derzeitige Verhalten überdenken und einstellen. Vielleicht gewinnt Disney mit den aktuellen Aktionen den einen oder anderen Dollar, jedoch den Respekt der Kundschaft in jedem Fall schon mal nicht.

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