Einer neuen E-Mobilitäts-Rangliste zufolge hinkt Deutschland in manchen Bereichen hinterher. Norwegen, die Niederlande und China sind Deutschland weit voraus, heißt es in der Studie. Doch es gibt auch positive Entwicklungen, denn immer mehr Deutsche entscheiden sich für ein E-Fahrzeug.

E-Mobilität: Deutschland hinkt hinterher

Dem neuen E-Mobility-Ranking der Unternehmensberatung Berylls zufolge hat Deutschland noch viel Arbeit vor sich, um in der Rangliste einen der vordersten Plätze zu belegen. Mit einer E-Auto-Quote von knapp über einem Prozent hat es nicht für die Top 10 gereicht. Andere Länder wie Norwegen, die Niederlande und China seien Deutschland in diesem Bereich „deutlich voraus“.

Gute Nachrichten gibt es aber trotzdem: Die E-Flotte ist in Deutschland seit dem Jahr 2019 um 113 Prozent gewachsen. Im europäischen Durchschnitt sind es 67 Prozent. Deutschland darf sich als „Wachstums-Champion unter den führenden Industrienationen“ bezeichnen. Wenn es um die Anzahl an Schnellladern geht, steht Deutschland mit seinen rund 9.800 Ladepunkten im EU-Vergleich auf dem ersten Platz.

Anders sieht es im Osten und Süden Europas aus. Kaum vorhandene Infrastrukturen und niedrige Förderungen für die Anschaffung eines E-Autos sorgen in Ländern wie Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Polen, Rumänien, Slowakei und Tschechien dafür, dass E-Autos dort kaum eine Rolle spielen (Quelle: Elektroauto News). Die „Fit for 55“-EU-Klimaziele könnten auch deswegen in Gefahr geraten, so Berylls.

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E-Autos: Infrastruktur wächst nicht schnell genug

Die E-Infrastruktur gilt weiter als Knackpunkt. Laut Berrlys hat der Ausbau bislang nicht mit den stark gestiegenen E-Auto-Zulassungszahlen Schritt gehalten. In Europa wachsen die Lademöglichkeiten pro Jahr um 50 Prozent, in China um 48 Prozent, in den USA sind es 31 Prozent.

In China kommen auf jede Schnellladesäule nur 14 E-Autos, in Schweden und Österreich sind es 30 pro Säule. Der europäische Mittelwert liegt bei 53. In Deutschland sind es 63 E-Fahrzeuge pro DC-Lademöglichkeit, was teilweise schon zu Warteschlangen führt.