Oliver Blume hat bei VW die Zügel von Herbert Diess übernommen, gleichzeitig bleibt der Manager Chef von Porsche. Kurz vor seinem Start als Nummer 1 von VW hatte Blume sich noch für E-Fuels ausgesprochen. Jetzt macht er klar: Der Volkswagen-Konzern wird weiter auf E-Autos setzen, eher noch stärker als bisher.

 
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Neuer VW-Chef bleibt E-Autos treu: Blume will schnell machen

Oliver Blume hat das Steuer bei Europas größtem Autobauer übernommen. Der Vorstandschef von Porsche ist ab sofort gleichzeitig Vorsitzender des gesamten VW-Konzerns. Er folgt auf Herbert Diess, dessen Führungsstil der vergangenen sieben Jahre intern immer wieder angeeckt war. Blume will manches anders machen, bei E-Autos will er dem Kurs von Diess aber treu bleiben.

„Wir werden das bisherige Tempo beibehalten und, wo möglich, erhöhen“, kündigte der neue Chef während Volkswagens Global Top Management Conference in Lissabon an. „Ich bin ein Fan der E-Mobilität und stehe zu diesem Weg auch durch meine Arbeit bei Porsche“, so Blume weiter (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung).

Zuvor hatten seine Äußerungen über E-Fuels den Anschein erweckt, bei der E-Mobilität könnte VW ein Richtungswechsel bevorstehen. Von seiner grundsätzlichen Unterstützung für E-Fuels rückt Blume auch nicht ab. Sie würden innerhalb des VW-Konzerns aber hauptsächlich bei Porsche eine Rolle spielen. „Die Produktion macht Sinn, wenn ich sie an Orten auf der Welt herstelle, wo nachhaltige Energie im Überfluss vorhanden ist“, so Blume über E-Fuels im Interview mit der Braunschweiger Zeitung.

Was für und gegen die künstlichen Kraftstoffe spricht, erfahrt ihr in unserem Artikel:

Für VW und seine Marken Porsche, Audi, Skoda, Seat und Cupra – um nur einige zu nennen – stehen viele Herausforderungen an. Blume sieht die Automobilindustrie in der größten Transformation ihrer Geschichte. In den kommenden fünf Jahren werde sich mehr ändern als in den 50 Jahren zuvor.

Es gibt gute Gründe für, aber auch gegen ein E-Auto:

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Software bleibt bei VW Chefsache

Den Marken sollen dabei in Zukunft mehr Kompetenzen übertragen werden, heißt es. Gerade mit der kriselnden Software-Sparte Cariad wollte VW zuvor zumindest diesen wichtigen Zweig vereinheitlichen. Blume wird wie sein Vorgänger vorerst ebenfalls die Software-Entwicklung leiten – viele Aufgaben auf einem Paar Schultern, doch das muss so, schließlich will er in absehbarer Zeit auch den Vorstand schlanker machen: Von zwölf Posten sollen neun bleiben.