Die staatliche Elektroauto-Förderung sinkt Anfang 2023, der Kauf von Plug-In-Hybriden wird ab dem 31.12.2022 nicht mehr finanziell unterstützt. Angesichts der Lieferfristen solltet ihr euch beeilen, wenn ihr noch vor dem Jahresende ein günstiges E-Auto kaufen oder leasen wollt. Welcher Stromer der günstigste ist, hat der ADAC herausgefunden.

 
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Preiswerte Elektroautos: Zusätzliche Kostenpunkte

Ein günstiger Kaufpreis trügt den Schein, oftmals fehlen Informationen zu anhaltenden Kosten. Auch wenn bei Elektroautos niedrigere Treibstoff- und Unterhaltskosten als Verbrenner fällig werden, so gibt es doch deutliche Unterschiede zwischen den elektrischen Angeboten der Automobilhersteller hinsichtlich der Nebenkosten.

Der ADAC hat sich nicht nur den Anschaffungspreis, sondern auch Wertverlust, Stromkosten sowie die Ausgaben für Versicherung, Pflege, Werkstatt und Reifen genauer angesehen. Das Ergebnis des Kostenchecks ist eine Liste der 30 günstigsten Elektroautos – kaum überraschend ist, dass besonders Kleinwägen hervorragend abschnitten.

Das günstigste E-Auto laut ADAC-Rechnung: Der Dacia Spring Electric

Schon vor seinem Erscheinen hatten wir ein oder zwei Augen auf den Kleinwagen von Dacia geworfen. Der günstige Preis – Stand März 2021 – betrug damals schlappe 21.790 Euro. Abzüglich der Umweltprämie von 9.750 Euro kostete der Mini-Stromer 12.220 Euro. Das ist deutlich mehr, als Interessenten bei Markteinführung erwartet hatten und dennoch ist der Kleinwagen der preiswerteste derzeit erhältliche Stromer.

Heute ist der Rumäne ab 22.550 Euro (Quelle: carwow.de, Stand: 7. September 2022) erhältlich, mit einem maximalen Zuschuss von 9.000 Euro müssen Kunden nun rund 13.550 Euro auf den Tisch legen. Für den 33 kW (rund 45 PS) starken Dacia müsst ihr weiterhin monatlich mit rund 366 Euro rechnen. Der Betrag setzt sich aus Fixkosten, Werkstatt- und Reifenkosten, Betriebskosten und dem monatlichen Wertverlust zusammen. Dafür bekommt ihr eine Reichweite von knapp 230 Kilometern, zusammen mit einem Normverbrauch von 13,9 kWh pro 100 Kilometer.

Unser Kollege Peter hatte fünf Gründe gefunden, warum der Dacia Spring Electric perfekt für ihn sei. Warum sich unser Sparfuchs letztendlich doch dagegen entschieden hat, lest ihr hier.

Alternativen zum ADAC-Spitzenreiter

Neben dem Dacia führten zwei weitere Kleinwagen die ADAC-Liste der günstigsten Elektroautos an: der Smart Fortwo Coupé EQ und der VW e-up! Style Plus. Beide besitzen mit 60 und 61 kW fast die doppelte Leistung des Dacia, kosten dafür aber auch ein gutes Stück mehr. Der Smart schlägt mit 21.940 Euro in der Anschaffung und monatlichen Ausgaben von 389 Euro zu Buche. Für den Wolfsburger müsst ihr einen Kaufpreis von 26.895 Euro und 435 Euro pro Monat beiseite legen.

Wollt ihr euch lieber ein Elektroauto leasen, als es zu kaufen, haben wir 3 richtig gute Angebote für euch zusammengetragen. Auch hier ist der Dacia Spring wieder mit von der Partie.