Der Stromverbrauch von Grafikkarten ist über die letzten Jahre hinweg immer weiter angestiegen – doch der größte Sprung in der Leistungsaufnahme könnte uns noch bevorstehen. Laut eines Insiders werden die RTX-4000-Grafikkarten von Nvidia echte Stromfresser.

 
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RTX 4000: Nvidia-GPUs werden wahrscheinlich massig Strom verbrauchen

Wer sich gerade eine neue Grafikkarte kaufen will, der muss tief in die Tasche greifen. Die Preise steigen bereits seit einigen Monaten wieder uns Unermessliche – und das, obwohl bereits im Herbst 2022 die nächste GPU-Generation vor der Tür steht.

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Aktuell sind Details zu RTX 4000 und RX 7000 noch rar gesät, doch der bekannte Hardware-Leaker Greymon55 hat nun eine interessante Information zu Nvidias nächstem Flaggschiff in Erfahrung bringen können, der GeForce RTX 4090. Er geht davon aus, dass die Spitzen-GPU ein echter Stromfresser wird und eine TDP von 550 Watt erreicht. Zum Vergleich: Das aktuelle Top-Modell, die RTX 3090, hat eine TDP von 350 Watt, der Verbrauch der 2080 Ti lag damals bei 250 Watt.

Sollte sich die Vermutung von Greymon55 als wahr herausstellen, dürfte das einige PC-Spieler ordentlich vor den Kopf stoßen. Denn bei einem solch hohen Stromverbrauch würde sich der Unterschied am Ende des Jahres auch deutlich auf der Stromrechnung bemerkbar machen.

Zudem darf nicht vergessen werden, dass sich auch die Wärmeentwicklung durch den angestiegenen Stromverbrauch erhöhen würde. Mit anderen Worten: Die Grafikkarte wird deutlich schwerer zu kühlen sein und könnte im Sommer eure Räumlichkeiten zusätzlich aufheizen.

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AMD-Grafikkarten werden auch mehr verbrauchen

Doch nicht nur die neuen Nvidia-Grafikkarten könnten in der kommenden Generation echte Stromfresser werden. Greymon55 geht davon aus, dass auch AMDs Spitzenmodelle bei einer TDP von etwa 500 Watt landen könnten. Für viele PC-Spieler dürfte spätestens dann ein Wechsel des Netzteils notwendig werden.

Doch bis es soweit ist, dauert es noch eine Weile. Aktuell geht man davon aus, dass Nvidias RTX-4000-Grafikkarten im Oktober 2022 an den Start gehen, AMDs neue Modelle sollen dann Anfang 2023 in den Läden stehen. Ob die neuen GPUs dann jedoch zur UVP verfügbar sind, oder dank der Chipkrise und den Scalpern die Preise wieder in die Höhe schießen, bleibt abzuwarten.