Besitzer einer Android-Smartwatch erhalten künftig mehr Wahlfreiheit. Das neue Update auf Wear OS 3 ermöglicht es, alternative Assistenten zu nutzen – zum Beispiel Samsungs Bixby. Dagegen hatte sich Google bislang gesperrt. Die jüngst angekündigte Zusammenarbeit zwischen Samsung und Google erscheint damit in einem neuen Licht.

 

Samsung Electronics

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Als Samsung und Google im Mai angekündigt haben, künftig bei Smartwatches gemeinsame Sache zu machen, glich das einer kleinen Sensation – immerhin hatten die Südkoreaner jahrelang ihr eigenes Betriebssystem Tizen entwickelt und ausgebaut. Weshalb also, fragten sich damals viele Beobachter, wechselt Samsung so plötzlich ins Wear-OS-Lager? Zumindest ein Beweggrund dürfte nun bekannt sein.

Alternative Assistenten landen auf Android-Smartwatches

Smartwatches auf Basis von Wear OS 3 werden zukünftig deutlich offener gegenüber Anpassungen von Herstellern sein. Dazu gehört auch die Integration von alternativen digitalen Assistenten auf den Uhren (Quelle: 9to5Google). Mussten Besitzer einer Android-Smartwatch bislang den Google Assistant verwenden, erhalten sie künftig eine größere Wahlfreiheit und können auf Wunsch auch alternative Assistenten nutzen. Im Fall von Samsung-Smartwatches wäre das etwa Bixby.

Bislang hat Google solche größeren Herstelleranpassungen, die tief ins System gehen, strikt unterbunden. Der US-Konzern wollte eine einheitliche User Experience schaffen und das Chaos vermeiden, das seit jeher auf Android-Smartphones vorherrscht.

Unklar ist noch, ob grundsätzlich alternative Assistenten erlaubt sind – etwa auch Amazons Alexa – oder nur die Alternativen zum Google Assistant, die von den Herstellern der Smartwatches selbst kommen.

Eine Smartwatch muss her? In diesem Video zeigen wir, worauf ihr achten müsst:

Was man vor dem Smartwatch-Kauf wissen sollte!

Samsungs Fokus liegt auf One UI

Derartige Anpassungen dürften eine Bedingung von vielen gewesen, die Samsung Google diktiert hat, um die eigene Tizen-Plattform aufzugeben und stattdessen Wear OS auf seinen Smartwatches zu verwenden. Die Galaxy Watch 4, die am 11. August ihr Debüt feiert, wird von Samsung dementsprechend auch als „One UI Watch“ beworben. Wear OS 3 mag zwar die Grundlage der Uhr sein, der Fokus von Samsung liegt aber auf der eigenen Benutzeroberfläche und der nahtlosen Verzahnung mit den eigenen Smartphones.