Nach einem guten Jahresbeginn steht man beim traditionsreichen Smartphone-Hersteller HTC erneut vor einem Scherbenhaufen. Die Handy-Verkäufe sind drastisch eingebrochen. So schlechte Zahlen hat man bei HTC noch nie vorlegen müssen.

 

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HTC: Umsatz erneut stark eingebrochen

Bei HTC sah man sich bereits auf einem guten Weg. In den letzten Monaten des vergangenen Jahres sowie zu Beginn des jetzigen konnte man etwas überraschend einen Anstieg beim Umsatz verzeichnen. Das Licht am Ende des Tunnels stellt sich nun aber als heranrasender Zug heraus. Im Februar 2021 hat der taiwanische Hersteller das schlechteste Ergebnis aller Zeiten vorgelegt. Am Ende steht ein magerer Umsatz von umgerechnet nur 6,78 Millionen Euro in den Büchern. Damit wird selbst HTCs bislang schlechtester Monat, der Juli 2020, erneut unterboten.

Im direkten Vergleich mit dem Februar 2020 ergibt sich bei HTC ein massiver Einbruch von rund 46 Prozent. Im Januar 2021 sah es hingegen noch deutlich besser aus, als HTC eine Steigerung von fast 54 Prozent vorweisen konnte.

Mit der Veröffentlichung des Wildfire E1 Lite im Herbst 2020 und des Desire 21 Pro 5G im Januar 2021 hat man nicht die erhoffte Wende herbeibringen können. In Deutschland sind die beiden Handys weiterhin nicht offiziell zu bekommen. Es gibt derzeit keine Anzeichen dafür, dass HTC in naher Zukunft wieder bedeutende Android-Smartphones auf den Markt bringen könnte.

Die Hoffnung liegt für HTC bei einer VR-Brille, die in den kommenden Monaten veröffentlicht werden soll. Hierbei könnte es sich um einen Nachfolger zur HTC Vive Focus handeln. Echte Details zur VR-Brille stehen aber noch aus.

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HTC: Handy-Marktanteile nicht mehr messbar

In Deutschland ist der Marktanteil von HTC bei Android-Handys nicht mehr nachvollziehbar. Bei StatCounter wird HTC schon länger unter „Weitere“ zusammengefasst. Auch im Heimatmarkt Taiwan sieht es immer schlechter aus. Dort ist der Marktanteil innerhalb eines Jahres von 3,6 auf 2,5 Prozent gesunken.